Montag, 15. Januar 2018

Patricia Bracewell - Die Normannin


Kurzbeschreibung:
 
Im Jahre des Herrn 1001 beginnt für die junge Emma ein neues Leben. Ihr Bruder, Herzog der Normandie, gibt sie dem englischen Herrscher zur Frau. Es geht um Macht und Politik, um Emma geht es nicht. Und König Æethelred scheint auch alles andere als in Liebe zu seinem neuen Weib entbrannt. Emma wird schnell bewusst, dass sie nicht nur Königin ist, sondern mehr noch eine Gefangene, Geisel in einem bösen Spiel. Doch so zart die junge Frau wirkt, so unbeugsam kämpft sie um ihren Weg zur Macht und für ihren Sohn.
Doch dann befällt Unglück das Land: Sven Gabelbart, König der Dänen, überzieht mit seinen Wikingerhorden die englischen Reiche mit Brand, Raub und Mord. Und wieder ist Emmas Schicksal offen …
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 640 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2014
ISBN-10: 3499269449
ISBN-13: 9783499269448
 
Meine Meinung:
 
"Die Normannin" ist der erste Band einer Trilogie um die Königin Emma von Patricia Bracewell. Als junges Mädchen wird sie früh mit dem englischen König Æethelred verheiratet. Nicht aus Liebe, sondern ausschließlich aus strategischen Zwängen. Æethelred will damit die normannischen Häfen unpassierbar für die Dänen machen und damit Überfälle auf die Südküste von Wessex verhindern. Schon sehr bald und mit aller Härte lernt Emma ihren Ehemann kennen der ohne jegliche Gefühle für sie ist. Obwohl er aus erster Ehe schon Söhne und Töchter hat, soll Emma im einen weiteren Königssohn gebären. Er nimmt sie mit Gewalt, aber ihre erste Schwangerschaft ist überschattet. Durch Neid und Intrige verliert sie das Kind und zudem bringt Æethelred weiteres Unglück über England durch die gezielte Tötung von dänischen Siedlern. Die Wikinger brechen aus Rache wieder über England herein. Patricia Bracewell hat die alte Chronik von 1042 "Encomium Emmae Reginae" als Grundlage für ihre Trilogie zum Leben der Königin Emma genommen. In dieser ist wenig über ihre Jugend geschrieben, so das die Autorin hier ihre künstlerische Freiheit ausspielte. Dabei ist ihr ein interessanter Roman gelungen, der es dem Leser ermöglicht in diese Epoche einzutauchen. Emma, eine Frau die in jungen Jahren in ein fremdes Land muss um einen Ehegatten zu erhalten, der ihr keine Zuneigung und Liebe schenkt. Zudem umgeben von Personen, bei denen es einige nicht gut mit ihr meinen und denen sie im Weg steht. Aber sie nimmt ihr Schicksal an und reift zu einer würdevollen Königin, die ihre Position und Aufgabe genau kennt. Der Auftaktroman zum Leben dieser Königin ist interessant und ich bin gespannt wie es im zweiten Band weitergeht.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
85%
 

Samstag, 13. Januar 2018

Nicola Förg - Scheunenfest


Kurzbeschreibung:
 
Düster ragt das Skelett einer abgebrannten Scheune in den Himmel über dem Ammertal. Bei den Aufräumarbeiten werden darin die verkohlten Leichen zweier Frauen gefunden. Wurden die beiden Opfer eines tragischen Unfalls, oder hat jemand versucht, die Spuren eines Verbrechens zu verschleiern? Ein neuer verzwickter Fall für Irmi Mangold und Kathi Reindl.
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 8. Juni 2015
ISBN-10: 3492306829
ISBN-13: 9783492306829
 
Meine Meinung:
 
"Scheunenfest" ist der sechste Band aus der Mangold-&-Reindl-Reihe von Nicola Förg. Diesmal muss Kathi Reindl erst mal mit der neuen Kollegin Andrea ran, denn Irmi Mangold weilt in Norwegen, wo sie sich vom letzten Fall noch erholt. Doch kaum ruft Kathi bei ihr an, ist sie auch schon wieder ganz Kriminalistin. Denn in der Heimat in Unterammergau wurden zwei Frauenleichen in einem Silo eines Bauernhof und dann auch noch eine versteckte aus dem zweiten Weltkrieg stammende Phosphorbombe entdeckt. Immer mehr Ungereimtheiten müssen sie nachgehen und die von Hass und Neid zerfressene Bauersfamilie macht es ihnen nicht einfacher. So müssen die beiden von einem Verhör zum nächsten und in der Vergangenheit forschen. Dies aber für meinen Geschmack ein wenig zu intensiv, denn dabei verlor sich für mich die Spannung. Der Charme, den die Reihe bisher ausmachte, fehlte mir diesmal ein wenig. Zwar ist "Scheunenfest" ein solider Krimi, aber keiner der mir in Erinnerung bleibt. Durchaus auch mit interessanten Aspekten der deutschen Geschichte in Skandinavien, aber ich hatte mir halt mehr "Alpen-Krimi" gewünscht.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
70%
 

Samstag, 6. Januar 2018

Rainer Löffler - Blutsommer


Kurzbeschreibung:
 
Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch!
Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der "Metzger" hat wieder zugeschlagen.
Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: Eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 496 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2012
ISBN-10: 3499257270
ISBN-13: 9783499257278
 
Meine Meinung:
 
"Blutsommer" ist der erste Band der Martin-Abel-Reihe von Rainer Löffler. Martin Abel ist operativer Fallanalytiker beim Stuttgarter LKA. Zwar der beste seines Faches, aber ein echter Eigenbrötler und Unsympath. Ein Mensch, der seine Mitmenschen innerhalb kürzester Zeit auf die Palme bringt. Aber genau er soll in Köln die Ermittlungen bei mehreren ungeklärten Mordfällen unterstützen. Dabei bekommt er Hannah Christ als LKA-Schülerin an die Seite gestellt. Sie soll von ihm bzgl. Fallanalyse lernen, aber das Zusammenarbeiten mit dem eigensinnigen Abel ist anfangs für sie alles andere als leicht. Als Leser verteilt man dabei schnell und leicht die Sympathien für die Protagonisten, Abel als Ekel macht es einem ja einfach. Aber dies ändert sich im Laufe der Geschichte, denn Hannah knackt nach und nach die raue Schale ihres Partners und so entwickelt sich ein gutes Duo. Dies ist auch notwendig, denn sie haben es mit einem brutalen und gefährlichen Mörder zu tun. Der Autor gibt dabei auch immer wieder Einblicke in die Vergangenheit und Kindheit des Killers, lässt den Leser erahnen was ihn zu diesem Monster werden ließ. Eine Mischung aus Norman Bates und Hannibal Lecter, der mit seine grausamen und blutigen Taten in den Ermittlungen als der "Metzger" bekannt wird. Dabei bezeichnet er sich selbst als der "Herr der Puppen" und als Abel ihn durch ein Radiointerview herausfordert, beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen den Ermittlern und dem Serienkiller. "Blutsommer" ist ein gelungener Auftaktband der Abel-Christ-Reihe. Teilweise extrem blutig und brutal, aber mit garantierter Hochspannung. Trotz meiner anfänglichen Skepsis gegenüber dem Protagonisten Abel durchlebte er und die Story eine gelungene Entwicklung, die es leicht macht über die Seiten zu fliegen. Spannend bis zum letzten Atemzug, aber nichts für zarte Gemüter.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
85%
 

Mittwoch, 3. Januar 2018

Andreas Otter - Stadt der tausend Könige


Kurzbeschreibung:
 
"Ich werde meine Schwester befreien, und wenn ich bis ans Ende der Welt reisen muss!"
Schwaben, Ende des 11. Jahrhunderts: Die junge Githeld wird fälschlicherweise der Unzucht mit einem Geistlichen angeklagt und fällt in die Hände des Klerus. Um sie zu befreien, geht ihr Bruder Richard mit dem Bischof von Augsburg einen fatalen Ablasshandel ein: Er soll am Heiligen Krieg teilnehmen, um Jerusalem aus den Händen der Heiden zu befreien. Nun wird er tatsächlich bis ans Ende der bekannten Welt reisen müssen. Mit seiner schwangeren Gefährtin macht sich Richard auf einen entbehrungsreichen Weg bis hin zu einem Ort, den man Stadt der tausend Könige nennt.
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 660 Seiten
Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 13. Februar 2017
ISBN-10: 3743181843
ISBN-13: 9783743181847

Meine Meinung:
 
"Stadt der tausend Könige" ist ein historischer Roman von Andreas Otter. Die Geschichte beginnt in Augsburg mit dem Schicksal von Githeld und Richard. Über Nacht werden sie zu mittellosen Waisen, die nur Unterschlupf bei ihrem gewalttätigen Onkel in dessen Gasthaus finden. Dort erwartet Sie eine entbehrungsreiche Zeit, geprägt durch Misshandlungen und schwerer Arbeit. Als Richard Nähe zu ungeliebten Juden vorgeworfen wird, nützt dies der pädophile Ortspfarrer aus. Er bedrängt Githeld, sonst würde er ihren Bruder der kirchlichen Gerichtsbarkeit melden. Als diese die Vergewaltigungen nicht mehr ertragen kann, will er sie auf den Scheiterhaufen bringen. Richard verschafft sich eine Audienz beim Augsburger Bischof, kann aber seine Schwester nur retten in dem er selbst in den heiligen Krieg um Jerusalem zieht. Hiermit beginnt seine lange Reise, die ihn erst vier Jahre später wieder in die Heimat bringen soll. Andreas Otter stellt das Mittelalter so dar, wie es war. Dreckig, unerbittlich und grausam. Grausam zu den einfachen Menschen, deren Leben durch Hunger und Not geprägt war, grausam in den blutigen Schlachten um Antiochia und Jerusalem. In dieser Welt lange zu überleben bedurfte wahrscheinlich besonderer Schutzengel, außer man war in dem Prunk von Adel und Kirche vertreten, die das einfache Volk nur ausbeuteten. Aber mal ehrlich, da hat sich bis heute nicht viel geändert. Auch die grausamen Kriege, die im Zeichen des Glauben geführt wurden sind heute vergleichbar immer noch Realität. Um wieviel mehr Frieden hätten die Menschen vermutlich, gäbe es nicht all die Glaubenssekten und Fanatiker rund um die Welt - von Christentum bis Islam. Andreas Otter schildert diese Grausamkeiten im 11. Jahrhundert so realistisch, das ich beim Lesen öfter innehielt und auch Parallelen zur Gegenwart zog. Auch im dritten Abschnitt des Buches, als Richard, getrennt von mittlerweile Frau und Kind, zu dem moslemischen Arzt Ali in Kairo eine innige Freundschaft aufbaut ist diese tiefe Glaubenskluft der Menschen zu spüren. Doch fasziniert von Wissenschaft, Lernen und Heilen entwickeln die beide etwas besonderes, ihre Freundschaft und Wertschätzung gegenüber. Letztendlich macht sich Richard aber doch auf den Rückweg in die Heimat, um sein eigentliches Ziel in Angriff zu nehmen - Die Suche nach Frau und Kind, sowie die Befreiung seiner Schwester. Für mich war dies ein gelungener Roman, der mich in diese grausame Zeit hineinzog und fesselte. Teilweise basierend auf historischen Personen und Geschehnissen, teilweise reine Fiktion. Genau das richtige, um mich auf meiner Lesecouch zu fesseln.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
95%
 

Freitag, 22. Dezember 2017

Beate Maxian - Tödliches Rendezvous


Kurzbeschreibung:
 
Die Enthüllungsjournalistin Hilde Jahn ist der Story ihres Lebens auf der Spur, nur leider wird das Treffen mit ihrem geheimnisvollen Informanten zu einem Rendezvous mit dem Tod. Ihre Assistentin Sarah Pauli übernimmt und stößt auf eine Geschichte über eine Reihe von mysteriösen Todesfällen unter Wiens Arbeitslosen. Doch je weiter ihre Recherchen fortschreiten, umso näher kommt ihr der Mörder …
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. März 2011
ISBN-10: 3442474264
ISBN-13: 9783442474264
 
Meine Meinung:
 
"Tödliches Rendezvous" ist der erste Band aus der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Nachdem ich vor kurzem den dritten Fall aus der Serie gelesen habe, wollte ich nun unbedingt den Beginn der Reihe kennenlernen. Sarah Pauli, anfangs noch eher Mädchen für alles beim Wiener Boten, erhält nach dem Mord ihrer Kollegin Hilde Jahn die große Chance als Ermittlungsjournalistin zu arbeiten. Sehr zum Missfallen des Kommissar Stein, denn der ist auf ihren Chef, den Zeitungsverleger, nicht gut zu sprechen. Auch glaubt er anfangs nicht an die Theorie eines Serienmörder, aber Sarah Pauli lässt nicht locker und ermittelt Detail um Detail im Umfeld der Opfer. Beate Maxian ist dabei eine Protagonistin gelungen, die man einfach sympathisch finden muss. Sarah, ein Mensch mit Höhen und Tiefen, mit Stärken und Schwächen lässt nicht nur das Herz ihres Chefs anscheinend höher schlagen, sondern auch als Leser wird man begeistert. Ich hatte sehr früh einen Verdacht bzgl. des Täters, der zwar nach gut zwei Drittel des Buches in Frage gestellt wurde, sich aber dann doch bewahrheitete. Dies hat der Geschichte aber keinerlei Abbruch getan, das Buch liest sich flüssig und bietet zur rechten Zeit die nötige Spannung. Einzig Sarah's Bruder könnte etwas weniger die Damen beglücken. Manchmal kam er mir wie ein Deckhengst vor, etwas weniger hätte die Story nicht geschmälert. In Summe gefällt aber auch dieser Krimi aus der Reihe und ich werde sicherlich weitere Bände aus dieser Reihe lesen.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
85%
 

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Bernard Cornwell - Der Bogenschütze


Kurzbeschreibung:
 
Am Ostermorgen 1342 wird ein englisches Küstendorf von vier französischen Schiffen überfallen, angeführt von einem geheimnisvollen schwarzen Ritter, der sich "Harlekin" nennt. Schnell brennt der ganze Ort, und aus der Kirche wird ein Schatz gestohlen: eine alte Lanze, sie soll Sankt Georg gehört haben, dem Schutzheiligen der englischen Könige. Als einer der wenigen überlebt Thomas, der Sohn des Pfarrers. Sein Vater verrät ihm im Sterben, dass der Mann in Schwarz ein Verwandter ist. Thomas schwört, den Frevel zu rächen. Doch er ahnt nicht, auf was für ein Wagnis er sich einlässt. Denn sein Feind scheint die mächtigste Waffe des Christentums zu besitzen: den Heiligen Gral.
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 528 Seiten
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2012
ISBN-10: 3499258331
ISBN-13: 9783499258336
 
Meine Meinung:
 
"Der Bogenschütze" ist der Auftakt einer Trilogie um den heiligen Gral von Bernard Cornwell. England befindet sich in den Anfängen der hundertjährigen Krieges mit Frankreich. Nach dem grausamen Überfall  des kleinen englischen Küstendorf  Hookton, bei dem auch Thomas Vater ermordet wird, stiehlt der geheimnisvolle französische Ritter "Harlekin" eine Reliquie. Thomas gibt seinem sterbenden Vater das Versprechen diese heilige Lanze des St. Georg wieder zurückzuholen. Als Bogenschütze tritt er in die Armee ein und erlebt nun eine Kette von Abenteuern im Kampf in der Bretagne und der Normandie. Dabei erfährt der Leser auch viel über die englischen Bogenschützen, ihr Wirken und ihre Aufgabe innerhalb der königlichen Armee. Obwohl die Trilogie mit "Die Bücher vom heiligen Gral" untertitelt ist, spielt dieser im Auftaktband noch keine Rolle. Vielmehr geht es um die Suche nach dem Hellequin (Harlekin) und der verschollenen Lanze sowie die Abenteuer des jungen Bogenschützen Thomas, der anscheinend mit diesem Hellequin verwandt ist. Cornwell schickt hier einen Protagonisten ins Feld, mit dem man als Leser von Beginn an mitfiebert. Bei seinen Einsätzen als Bogenschütze oder auch Alleingängen, die ihm teils massiven Ärger einbrocken. Von Beginn an nahm mich die Spannung dieses Buches ein und diese fand ihren absoluten Höhepunkt in der Schlacht von Crécy. bei der die Franzosen vernichtend geschlagen wurden. Diese Schlacht markierte damals am 26. August 1346 wirklich den Anfangspunkt des Hundertjährigen Krieges auf dem europäischen Festland. Bernard Cornwell hat mich atemlos von Seite zu Seite fliegen lassen und mich dabei als Leser mitten in diese grausame und blutige Schlacht hineinversetzt. Ich muss daher die zwei Folgebände über Thomas von Hookton und seiner Suche nach dem heiligen Gral unbedingt auch noch lesen. Das Buch erschien übrigens in Deutschland erstmals bereits 2004 im Ullstein-Verlag.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
100%
 

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Rainer Wekwerth - Camp 21 - Grenzenlos gefangen


Kurzbeschreibung:
 
Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.
 
Buchdaten:
 
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2017
ISBN-10: 3401601776
ISBN-13: 9783401601779
 
Meine Meinung:
 
"Camp 21 - Grenzenlos gefangen" ist ein Jugendbuch aus der Feder von Rainer Wekwerth. Schwererziehbare Jugendliche landen dabei in einem sogenannten Bootcamp, unter Ihnen auch die Brüder Mike und Ricky, sowie das Mädchen Kayla. Als Ricky wegen angeblichen weiteren Fehlverhaltens in das Camp 21 verlegt wird, setzt sein älterer Bruder Mike alles daran, dorthin zu ihm zu kommen. Leider geht sein Plan nicht ganz auf und so landet Kayla mit ihm im Camp 21. Dort erwartet sie eine besondere Form des Strafvollzugs mittels speziellen elektronischen Handfesseln, knallharte Aufseher und eine Überraschung für Mike: Sein Bruder Ricky ist nicht vor Ort. Irgendwas stimmt in diesem Camp nicht. Mike und Kayla flüchten und es beginnt eine gnadenlose Jagd auf die beiden. Rainer Wekwerth, ein Autor der mir durch seine Labyrinth-Trilogie bekannt wurde, ist hier erneut ein sehr spannendes Jugendbuch gelungen. Auch diesmal war ich von der Geschichte schnell gefangen und fieberte mit Mike und Kayla mit. Der flüssige Schreibstil hat sein Übriges getan und so flog ich nur so von Seite zu Seite. Mike und Kayla, zwei Protagonisten die eigentlich durch Lappalien im Camp gelandet sind, waren mir auf Anhieb sympathisch. "Camp 21" enthält alles was ein gutes Jugendbuch benötigt, das auch diesmal wunderbar von mir als Erwachsenen gelesen werden konnte. Rasant bis zum Schluss konnte es mich voll überzeugen und ich bin gespannt auf weitere Bücher von Rainer Wekwerth.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
100%