Dienstag, 4. Oktober 2022

Inka und Markus Brand - EXIT - Das Buch: Der Keller der Geheimnisse

 


Kurzbeschreibung:

Freitagnachmittag und Schulschluss. Doch nicht für Luca, Ben und Mina. Sie müssen nachsitzen, seltsamerweise in Raum U1 im Keller des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums. Von Lehrern keine Spur, nur ein Zettel, der sie auffordert, die Aufgabe an der Tafel zu lösen. Mina hat keinen Bock auf dieses verstaubte Loch mit dem flackernden Licht an der Decke. Sie will gehen – doch die Tür ist verschlossen! Jetzt beginnt für die drei Freunde eine Rätselreise der Extraklasse. Wer steckt hinter dem Ganzen? Das herauszufinden, ist die Aufgabe des Lesers. Er muss die Rätsel lösen, um zu erfahren, auf welcher Seite die Geschichte weitergeht. Hinweise können überall versteckt sein, kreative Lösungen sind gefragt, ausschneiden, zeichnen, knicken – alles ist erlaubt. Und die Zeit läuft ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Kosmos
Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2017
ISBN: 9783440156971

Meine Meinung:

"Der Keller der Geheimnisse" ist ein Rätselbuch aus der Exit-Reihe des Kosmos-Verlages. Die Rätsel sind von dem Ehepaar Inka und Markus Brand entwickelt, die Story zum Jugendkrimi wurde von Anna Maybach geschrieben. Dabei sind die Exit-Bücher so konzipiert, dass man zum einen die Story des Krimis liest, dann aber wieder ein Rätsel lösen muss, um an der dementsprechenden Seite im Buch weiterlesen zu können. In diesem Fall wird bei einer Spendenaktion eines Elite-Gymnasiums ein Überfall begangen und der Tresor mit den gesamten Einnahmen gestohlen. Einige Monate später werden die drei Schüler Luca, Ben und Mina im Keller des Gymnasiums eingesperrt. Keine Möglichkeit herauszukommen, doch dann ein Hinweis der den Ausweg aus dem Raum bedeuten könnte. Zehn Rätsel gilt es zu lösen, bis der Weg in die Freiheit gegeben ist und der Fall gelöst ist. Dem Buch ist ein Begleitheft beigefügt "Der Codex". Hier gibt es weiteres Material, Erläuterungen und Lösungshilfen für die Rätsel. Obwohl die Geschichte als Jugendkrimi ab zwölf Jahren angesetzt ist, kann man das Buch auch durchaus als Erwachsener lesen. Die Kombination aus Story und Rätselspaß finde ich gelungen. Kosmos kategorisiert dieses Buch mit dem Level "Einsteiger" bzgl. der Rätsel. Würde ich so unterschreiben, wobei ich nicht alle Rätsel eindeutig logisch fand. Schade an dem Konzept der Exit-Reihe finde ich, dass man das Buch, auch wie die Spiele aus der Reihe, nur einmal verwenden kann. Da man ausschneiden, zeichnen und knicken muss, kann man das Buch nur einmal rätseln und damit nicht an andere weitergeben. Generell ist das Escaperoom-Konzept in Buchform aber eine nette Idee und das Richtige für ein paar Stunden Knobelspaß zuhause.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Sonntag, 2. Oktober 2022

Bernard Cornwell - Der Erzfeind

 

Kurzbeschreibung:

Frankreich, 1347: Als die Engländer in einer blutigen Schlacht Calais erobern, ist der Hundertjährige Krieg vorüber. Aber für Thomas von Hookton, den furchtlosen Bogenschützen, kann es keinen Frieden geben. Er will Rache für seinen Vater nehmen und den Schwarzen Ritter besiegen. Außerdem wird er all sein Herz und seinen Mut für die Aufgabe seines Lebens brauchen: Der Suche nach dem Heiligen Gral.

Buchdaten:

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 14. Januar 2008
ISBN: 9783548268958

Meine Meinung:

"Der Erzfeind" ist der Abschlussband einer Trilogie um den heiligen Gral von Bernard Cornwell. Während nach der Belagerung von Calais 1347 der Hundertjährige Krieg mit einem Waffenstillstand ausgesetzt wird, gibt es für den Bogenschützen Thomas von Hookston keine Rast. Der Earl von Northampton schickt ihn in die Gascogne, wo er das Schloss von Astarac zurückerobern und sich auf die Suche nach dem heiligen Gral machen soll. Thomas wird an seine Wurzeln zurückgeführt und es kommt zum Aufeinandertreffen mit seinem Vetter Guy Vexille, dem Schwarzen Ritter. Dieser tötete einst Thomas Vater und Frau, der Zeitpunkt der Vergeltung ist gekommen. Bernard Cornwell setzt in diesem letzten Band der Trilogie konsequent die Geschichte um den englischen Bogenschützen und seine Gefährten fort. So verwebt er die Gralssuche geschickt mit dem persönlichen Schicksal des Protagonisten, mit Ketzerei und Pestilenz. Nur die ersten und letzten Passagen von "Der Erzfeind" basieren auf wahren Ereignissen, alles andere ist fiktiv. Und trotzdem entführt einen Cornwell geschickt in das Jahr 1347 und die Ereignisse rund um den Kampf auf Leben und Tod und das Schicksal Thomas von Hookton. Dabei kommen wie vom Autor gewohnt ausführliche Schlachtenbeschreibungen und brutale Kämpfe nicht zu kurz. Innerhalb der Trilogie ist dieser letzte Band für mich zwar nicht der beste, trotzdem aber ein unterhaltsamer Abschluss. Kein fundierter historischer Roman, aber eine gute Abenteuerlektüre in historischem Setting. Die Trilogie ist mittlerweile im Rowohlt-Verlag neu aufgelegt, meine Rezension ist noch zur deutschen Ersterscheinung im Ullstein-Verlag.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Samstag, 24. September 2022

Markus Kleinknecht - Hamburg im Zorn

 


Kurzbeschreibung:

Eine Bombe explodiert auf dem Hamburger Hafengeburtstag. Panik bricht aus. Als ein Brandanschlag auch noch die Redaktion der Journalisten Jan Fischer und Charlotte Sander trifft, nehmen es die beiden persönlich. Eine Spur führt sie nach Berlin, eine andere ins Hamburger Frauengefängnis. Dort sitzt die geheimnisvolle Rebekka ein. Weiß die Domina mehr, als sie zugibt? Für ihre Neugier zahlen die Journalisten einen hohen Preis. Denn ihr Gegner ist auf einer Mission, die weiteren Blutzoll fordert.

Buchdaten:

Taschenbuch: 439 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 14. September 2022
ISBN: 9783839202654

Meine Meinung:

"Hamburg im Zorn" ist der vierte Band der Serie mit dem Hamburger Journalistenpaar Jan Fischer und Charlotte Sander von Markus Kleinknecht. Auf die Redaktion des Online-Magazins "Lauffeuer" wird ein Brandanschlag verübt, der Chefredakteur wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Er wurde anscheinend brutal zusammengeschlagen, bevor der Brand gelegt wurde. Währenddessen gibt es zwei Bombenanschläge. Zum einen wird bei einem Parteitag der SfD (Stimme für Deutschland) durch eine Nagelbombe fast die komplette Führungsriege ausgelöscht, zum anderen wird während des Hamburger Hafengeburtstags eine Bombe am Riesenrad gezündet. Dort ebenfalls viele Tote und Verletzte. Der Journalist Jan Fischer und die Fotografin Charlotte Sander begeben sich auf Spurensuche, auch aus persönlichen Motiven denn der Chefredakteur des "Lauffeuer" war ihr Freund. Der Thriller beginnt sehr vielversprechend im Prolog, die Erwartungen werden gleich in die Höhe geschraubt. Leider kommt man als Leser dann aber schnell wieder am Boden der Tatsachen an. Dabei meine ich gar nicht die Parallelen zu realen Figuren die ich sofort während des Lesens hatte wie z.B. bei Richterin Gnadenlos oder der SfD, und ähnliches. Vielmehr wurde erst mal auf die Beziehungsverflechtungen der Journalisten seitenweise eingegangen, was mittlerweile bei vielen aktuellen Romanen zur Gewohnheit wird. War ich in der Vergangenheit schon kein Freund davon wenn die Ermittler meist verkrachte geschiedene Existenzen mit Alkoholproblemen waren, so stört mich aktuell vermehrt deren sexuellen Vorlieben zu erfahren. Leider verschließt sich auch dieser Thriller nicht davor. Hauptaufgabe eines Thriller ist es Spannung und Nervenkitzel beim Leser zu erzeugen und diese kommt nur bedingt auf wenn die eigentliche Kernaufgabe teils zur Randerscheinung wird. Dies ist schade, denn Markus Kleinknecht beweist streckenweise im Buch immer wieder, dass er für Spannungsmomente sorgen kann, nur klappt es diesmal nicht durchgängig. Speziell durch den Klappentext und den Prolog hatte ich mir teils eine andere Story erwartet, manche Fäden wurden nicht konsequent weitergeführt, manche endeten dann auch abrupt. In Summe konnte mich dieser Band der Serie leider nicht so mitnehmen wie der Vorgänger.

Bewertung auf meiner Skala:

70%

Donnerstag, 15. September 2022

Andreas Franz - Julia Durant. Die junge Jägerin

 


Kurzbeschreibung:

München, Anfang der 90er Jahre.
Eine tote Frau wird gefunden – eine Prostituierte, wie es zunächst scheint. Doch eine genauere Untersuchung hält eine Überraschung für die ermittelnden Beamten bereit.  Zudem handelt es sich bei dem Opfer um eine bekannte Persönlichkeit der Stadt. Eine heikle Situation für die Mordkommission, denn in den Fall ist offenbar jede Menge lokale Prominenz verwickelt. Hatte man die Ermittlung zuerst auf Julia Durant abgewälzt, die Neue in einer von Männern beherrschten Abteilung, möchte man ihr den Fall nun wieder wegnehmen. Doch das lässt sie sich nicht gefallen, denn sie hat Blut geleckt. Als eine zweite Leiche auftaucht und sich in der Szene Angst ausbreitet, wird nicht nur der Polizei klar: Es geht ein Serienmörder um in der Stadt. Und er wird wieder und wieder zuschlagen.

Buchdaten:

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 2. August 2021
ISBN: 9783426525920

Meine Meinung:

"Die junge Jägerin" ist der 21. Band der Julia-Durant-Reihe, die seit dem Tod von Andreas Franz  im März 2011 Daniel Holbe als Autor weiterführt. Dieser Band ist zeitlich vor dem Beginn der Reihe angesiedelt und zeigt die Anfänge der jungen Ermittlerin in München, bevor es sie nach Frankfurt verschlägt. Als junge Kommissarin arbeitet sie bei der Sitte und ihr Wunsch ist es in das K111 der Mordkommission zu wechseln. Und als die Leiche eines jungen Homosexuellen im Hinterzimmer eines einschlägigen Lokals gefunden wird, wird ihr Wunsch schneller Wirklichkeit als sie denkt. Doch der Fall ist diffizil, denn es ist der Nachwuchs einer prominenten Familie aus Bogenhausen. Ich lese diese Reihe seit dem Erscheinen des ersten Bandes, auch als sie von Daniel Holbe nach dem Tod von Andreas Franz weitergeführt wurde. Kannte man die Anfänge der Frankfurter Kommissarin bisher nur aus kleinen Rückblenden, so führt einen dieser Band nun in die Vergangenheit und erzählt die Vorgeschichte komplett. Diese Reise in die Vergangenheit finde ich gelungen, einige Déjà Vus hat man als langjähriger Begleiter der Reihe, aber auch einige neue Informationen, die das Bild der Julia Durant abrunden. Zugleich muss sie in ihrem ersten Fall vorsichtig agieren, denn das Weltbild Anfang der 90er Jahre war in München noch ein ganz anderes als heute. Daniel Holbe hat dies geschickt dargestellt und es ist ihm auch gelungen den Zeitgeist von damals ein wenig einzufangen. Die Szene rund um den Hauptbahnhof, das Glockenbachviertel, der meilenweite Unterschied zu Stadtvierteln wie Bogenhausen. Als Münchner kann ich sagen das der Autor hier gute Recherchearbeit geleistet hat. Der Kriminalfall war für mich ein klein wenig überladen, trotzdem aber gut. So stellt dieser 21. Band der Reihe für mich eine gute Ergänzung dar und hat sicherlich seinen Platz im Julia-Durant-Universum. Sehr schön fand ich auch am Ende des Bandes die Hommage an Andreas Franz durch Daniel Holbe und die Lektorin des Knaur-Verlages.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Freitag, 9. September 2022

Reichl Eva - Mühlviertler Gift

 


Kurzbeschreibung:

In Bad Kreuzen wird ein Mann vergiftet auf einer Parkbank aufgefunden. Schnell gerät die Kräuterhexe Katharina Wunderfall, die sich mit Pflanzengiften bestens auskennt, in den Fokus von Chefinspektor Oskar Stern und seinem Team. Als Stern erfährt, dass das Opfer seine Frau zu Lebzeiten schwer misshandelt hat, traut er den Mord ebenso der gut gelaunten, frisch gebackenen Witwe und deren Mutter zu. Dann wird der Kadaver einer Katze gefunden, sie wurde offenbar mit demselben Gift wie das Opfer getötet. Ist der Mörder etwa noch nicht am Ende seiner Mission angelangt?

Buchdaten:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 10. August 2022
ISBN: 9783839202883

Meine Meinung:

"Mühlviertler Gift" ist der fünfte Band der Oskar-Stern-Reihe von Eva Reichl. Chefinspektor Oskar Stern bekommt es diesmal mit einem Giftmord zu tun. Dabei muss er doch gerade auch darauf achten, dass in seinem Team keine Missstimmung herrscht. Denn der Tod ihres ehemaligen Teammitgliedes Edwin wirkt immer noch sehr nach, besonders bei Mara. Wollten die beiden doch heiraten. Und jetzt stößt sein Nachfolger Martin Heinze neu ins Team, eine Konstellation mit der erst alle sich anfreunden müssen. Doch der Giftmord nimmt die Ermittler in Beschlag, besonders als sich herausstellt, das das Opfer hinter der öffentlichen Fassade zuhause brutal seine Ehefrau misshandelte. Es gibt daher genügend Gründe den Täter im direkten Umfeld des Opfers zu suchen. Aber nach und nach kommen mehr Verdächtige ins Spiel, denn immer mehr Verstrickungen offenbaren sich. Eva Reichl verbindet in diesem Band den eigentlichen Kriminalfall mit den Geschehnissen des letzten Falles. Der Tod des ehemaligen Teammitglieds wirkt sehr nach, aber nach und nach wird der "Neue" integriert. So spielen in diesem Band auch sehr die Gefühle der einzelnen mit in die Story hinein. Dies geschieht aber auf eine sehr sympathische und menschliche Weise und ergänzt den Kriminalfall gut. Aber auch der Giftmord offenbart Wendungen, mit denen man anfangs nicht rechnen kann. So gestaltet sich diese fünfte Band wieder als angenehm zu lesender Regionalkrimi aus dem Mühlviertel, angereichert mit sympathischen Protagonisten und teils witzigen Momenten (speziell zwischen dem Chefinspektor und dem Gerichtsmediziner), aber auch mit einem gut durchdachten Kriminalfall. Ein weiterer guter Band der Oskar-Stern-Reihe, den ich gern gelesen habe.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Donnerstag, 1. September 2022

Elias Haller - Schmerz und kein Trost

 


Kurzbeschreibung:

Kriminalhauptkommissar Erik Donner will endgültig mit seiner Vergangenheit abschließen und neu anfangen. Dafür begibt er sich sogar in psychotherapeutische Behandlung. Doch schon die zweite Sitzung nimmt eine verstörende Wendung, als sich ein Unbekannter per Telefon einschaltet. Nicht nur das Kind der Therapeutin wurde entführt, auch Donners Schwester ist verschwunden. Was folgt, ist eine bittere Machtprobe mit seinem bisher brutalsten Gegner. Während Donner alles daransetzt, nie wieder einen geliebten Menschen zu verlieren, beginnt bereits der Albtraum.

Buchdaten:

Taschenbuch: 409 Seiten
Verlag: Edition M
Erscheinungsdatum: 23. August 2022
ISBN: 9782496710779

Meine Meinung:

"Schmerz und kein Trost" ist der achte Band der Erik-Donner-Reihe von Elias Haller. Während der Kriminalhauptkommissar  sich in psychotherapeutischer Behandlung befindet um die grausamen Ereignisse seiner Vergangenheit aufzuarbeiten, wird er mit einem neuen Fall konfrontiert. Der Sohn seiner Therapeutin wurde entführt und schnell stellt sich heraus dass Donner selbst Teil des Falles ist. Denn auch seine Schwester ist abgängig und die Vergangenheit holt ihn doch ein weiteres mal ein. Kriminalhauptkommissar "Monster", wie Donner auch abfällig genannt wird, muss alles geben um nicht erneut einen geliebten Menschen zu verlieren. Eines gleich vorneweg: Dieser achte Band ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Der Täter agiert mit äußerster Brutalität und Elias Haller schildert diese auch deutlich. Die Kernthemen "Stockholm-Syndrom" und "Snuff-Videos" bilden den Rahmen für diesen Thriller. Verstörend und grausam sind die einzelnen Kapitel, aber auch unheimlich spannend. Durch Rückblenden erfährt der Leser wie die aktuellen Geschehnisse mit einem alten Fall Donners zusammenhängen und doch tappt man fast bis zum Ende im Dunkeln. Wer ist Opfer, wer ist Täter, teils vermischen die Grenzen. Wer die Reihe kennt, weiß das die Erik-Donner-Krimis der härteren Gangart angehören, aber dieser Fall toppt teilweise dies nochmal. Als Leser vergisst man fast manchmal das Durchatmen, so zieht einen die Story in den Bann. Hochgradig spannend durch und durch mit einem furiosen Finale. Elias Haller beweist erneut mit seinem rasanten Schreibstil, dass er absolut sein Handwerk versteht. "Schmerz und kein Trost", ein brutaler Thriller mit absoluter Hochspannung und für mich ein fesselnder Pageturner und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Samstag, 27. August 2022

Matthias Bürgel - Kalte Körper


Kurzbeschreibung:

In Konstanz wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt, ihr Körper ist kunstvoll als Statue inszeniert – und tiefgefroren. Und es bleibt nicht bei einer Leiche … Offenbar tötet ein Serienmörder, um seine Opfer anschließend spektakulär in Szene zu setzen! Die ungewöhnliche Mordserie weckt das Interesse von Fallanalytiker Falk Hagedorn. Nach anfänglichem Zögern willigt er ein, die Polizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Ein erster Verdächtiger ist schnell gefunden und in Untersuchungshaft. Doch Hagedorn ist überzeugt: Der wahre Täter läuft noch frei herum – und wird weiter morden …

Buchdaten:

Ebook: 385 Seiten
Verlag: beThrilled
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2022
ISBN: 9783751718370

Meine Meinung:

"Kalte Körper" ist der dritte Band der Falk-Hagedorn-Reihe von Matthias Bürgel. Wieder einmal findet der Fallanalytiker Hagedorn keinen Schlaf und fährt in seinem Rollstuhl frühmorgens an der Rheinpromenade in Konstanz entlang. Seit seine Tochter Karina vor einem Jahr erschossen wurde, sucht er sein Heil immer mehr im Alkohol und wird mehr und mehr depressiv. Doch dann wird er Zeuge einer bizarren Installation. Eine Frau ist auf einem Marmorsockel kunstvoll in Szene gesetzt. Doch als er näher kommt, sieht er dass diese tot und auch noch tiefgefroren ist. Sein Interesse ist geweckt und schon kurz danach ist er wieder im Ermittlerteam der Konstanzer Kripo als beratender Fallanalytiker tätig. Doch es bleibt nicht bei der einen Leiche. In Konstanz kommt es zu einer Vernissage des Todes. Falk Hagedorn und Kriminalhauptkommissar Marius Bannert müssen den Fall schnell lösen, der öffentliche Druck wird immer größer. Matthias Bürgel lässt den exzentrischen Profiler Hagedorn mittlerweile zum dritten Mal ermitteln. Nach seinen diversen Schicksalsschlägen lernt man ihn auch von seiner verletzlichen Seite kennen, aber schon bald ist er wieder der alte Zyniker, der seinen Freund und Kollegen Bannert teils auch immer wieder tief durchatmen lässt. Doch er ist auch fokussiert auf den Fall. Matthias Bürgel lässt auch in diesem Band das Ermittlerteam konsequent an der Mordserie arbeiten, die Story enthält fast keine Nebenhandlungen. Dadurch wird der Leser zielstrebig durch den Fall geführt und dies auch mit hohem Tempo. Die kurzen Kapitel unterstützen die Erzählweise und der Thriller hat dadurch einen guten Spannungsbogen. Erst spät wird der Täter offenbart, bis dahin wendet sich mehrfach das Blatt. Auch dieser dritte Fall des Falk Hagedorn überzeugt mich als Leser, ein guter Kriminalroman mit einer klaren, zielgerichteten Handlung.

Bewertung auf meiner Skala:

95%