Dienstag, 19. Mai 2026

Frank Glaser - Das Mörder-Trio

 


Kurzbeschreibung:

Das Vermächtnis des alten Goldgräbers lässt Ronco nicht ruhen. Mit dem Lageplan in der Tasche reitet er in die Berge, um den Goldschatz zu suchen. Aber dort, in der trostlosen Einsamkeit, bekommt er es gleich mit drei feindlichen Gruppen zu tun: Apachen sind auf seine Spuren gestoßen, Leutnant Pomeroy folgt ihm mit seiner Eskorte, und am Zielort erwarten ihn drei skrupellose Banditen. Der Ritt durchs Indianerterritorium wird sogar für den ehemaligen Scout Ronco zur Herausforderung. Denn die roten Krieger sind durch das Eindringen der Soldaten unruhig geworden. Ronco weiß, dass die Männer verloren sind, wenn sie ihren Weg fortsetzen. Da hat Ronco eine tollkühne Idee ...

Romandaten:

Band: 16
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2026
ISBN: 9783751795838

Meine Meinung:

"Das Mörder-Trio" ist der sechzehnte Band der Serie "Ronco - Der Geächtete", geschrieben von Frank Glaser. Mit einem Baby in der Trage ist Ronco seit den Ereignissen des Zugüberfalls unterwegs. Er will es gut unterbringen, dass ist er der toten Mutter schuldig. Als dies der Fall ist, gerät er kurz darauf erneut an Apachen, doch diesmal kann er seine ganze Erfahrung als Scout einbringen. Doch schon bald bahnt sich neuer Ärger an. Erst eine Soldatenpatrouille mit einem unerfahrenen und eigensinnigen Leutnant und dann auch noch die Banditen aus dem Zug, die es auf die Pläne einer Goldader abgesehen haben. Dieser Band kann für mich nicht mit seinem Vorgänger mithalten, dazu fehlt es ihm an Spannung. Zwar entwickelt sich die Story logisch weiter, aber sie plätschert teils so dahin. Dafür diesmal von mir Abzüge in der B-Note.

Bewertung auf meiner Skala:

75%

Sonntag, 17. Mai 2026

Karen Sander - Die Tiefe: Verloren

 


Kurzbeschreibung:

Sieben Morde gehen bereits auf das Konto des unbekannten Serientäters. Die Soko um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger sucht fieberhaft nach dem Täter, aber es gibt keine heiße Spur. Parallel versucht Mascha herauszufinden, wer die unbekannte Frau ist, die sie seit Wochen stalkt und mindestens einmal in ihre Wohnung eingedrungen ist. Als ein achtes Opfer gefunden wird und erneut ein verschlüsselter Brief auftaucht, begreifen Mascha und Tom endlich, was es mit dem Rachefeldzug auf sich hat. Und Mascha hat auch einen Verdacht, wer hinter den Taten stecken könnte. Die Zeit drängt, denn wenn sie richtigliegt, wird es weitere Opfer geben. Allerdings ahnt Mascha nicht, dass sie ebenfalls auf der Liste des Mörders steht. Als sie endlich die volle Wahrheit begreift, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
ISBN: 9783499016127

Meine Meinung:

"Die Tiefe: Verloren" ist der neunte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der Abschlussband der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Noch immer tappt die Soko "Himmel und Hölle" im Dunkeln bei der Suche nach dem Serientäter. Immer wieder ergeben sich Ansätze, aber die heiße Spur lässt auf sich warten. Doch dann ergeben sich erste konkrete Hinweise und es scheint als dass die Zusammenhänge in der Vergangenheit zu finden sind. Auch in diesem Abschlussband der "Die Tiefe"-Trilogie ist die Spannung greifbar. Der Ermittlungsdruck, der auf der Soko lastet, ebenso das ständige Rätseln über den Täter. Zwar zwang sich mir früh ein Verdacht als Bauchgefühl auf, doch wie letztendlich alles zusammenhängt, wurde geschickt bis zum Ende verschleiert. Ebenso das private Umfeld von Engelhardt und Krieger wurde wieder gut in die Story eingebettet. Nicht übermäßig, genau mit der richtigen Portion. Speziell im Fall Mascha Krieger bleibt es hier weiter spannend und ein Cliffhanger am Ende des Buches lässt Raum für weitere Spekulationen. Insgesamt wieder ein weiterer guter Krimi aus der Engelhardt & Krieger Reihe, der ich als Leser sicherlich treu bleiben werde und mich auf weitere Bände freue.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Freitag, 15. Mai 2026

Ralf Langroth - Schwarzer Samstag

 


Kurzbeschreibung:

September 1962: Philipp Gerber, gerade zum Kriminalrat befördert, ist in den Flitterwochen – mit Journalistin Eva Herden, die inzwischen für das Bonner Spiegel-Büro arbeitet. Doch die glückliche, sorgenfreie Zeit währt nur kurz: In Deutschland herrscht aufgrund der Kuba-Krise Panikstimmung, es grassiert die Furcht vor einem Einmarsch der Sowjets oder gar einem Atomschlag. Während Eva über die Kuba-Krise berichten soll und nach Havanna reist, jagt Philipp in Hamburg eine Organisation, die Waffen nach Kuba schmuggelt – und gerät mitten ins Kiez-Mileu und in die Spiegel-Affäre um Franz Josef Strauß und Rudolf Augstein – eine der bis dahin größten innenpolitischen Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik.

Buchdaten:

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
ISBN: 9783499018664

Meine Meinung:

"Schwarzer Samstag" ist der fünfte Band der Philipp-Gerber-Reihe von Ralf Langroth (ein Pseudonym von Jörg Kastner). Kriminalrat Gerber wird nach Hamburg beordert, um dort Waffenschmugglern auf die Spur zu kommen. Zeitgleich wird seine frisch angetraute Ehefrau Eva Herden als Reporterin des Spiegelmagazin für ein Interview nach Kuba gesandt. Dort soll sie mit Fidel Castro ein Exklusivinterview führen. Schnell führen die Spuren und Verwicklungen zusammen und beide müssen unabhängig voneinander sich der gefährlichen Situation stellen. Denn es ist Oktober 1962, als die Welt am Abgrund und ihre Zukunft auf dem Spiel steht. Bereits zum fünften Mal lässt Ralf Langroth seinen Protagonisten ermitteln. Eingebettet inmitten der Kuba-Krise und der in Deutschland als Spiegel-Affäre bekannten Ereignisse geht es um Waffenschmuggel und die Vorherrschaft um Macht und Ideologie. Das Ringen um einen nahenden Atomkrieg und das politische Tauziehen zwischen dem jungen amerikanischen J.F. Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Chruschtschow, dazwischen in Kuba der Revolutionär Fidel Castro und in der Bundesrepublik ein Kanzler Adenauer und dessen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, der seinen eigenen Angriff auf die Pressefreiheit durchführte. Diese Gemengelage an historischen Ereignissen Anfang der 60er Jahre bilden den Rahmen für diesen Roman. Dabei gelingt es dem Autor diese bildhaft und absolut spannend in Szene zu setzen. Hat man mit diesem Buch zu lesen begonnen, kann man dann auch fast nicht mehr davon loslassen. An den verschiedenen Handlungsorten ist jeweils die Anspannung der Situation absolut greifbar zu spüren und man versinkt in die Ereignisse rund um den "Schwarzen Samstag". Für mich ein absolut gelungener neuer Fall aus dieser Buchreihe, der mir bestens gefallen hat. Klare Leseempfehlung!

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Freitag, 8. Mai 2026

Wayne Seymour - Bleigewitter

 


Kurzbeschreibung:

Nach einem Sandsturm stößt Ronco auf einen feststeckenden Zug mitten in der Wüste, darin eine bunt zusammengewürfelte Schar von Reisenden - ein Armee-Leutnant, ein Sheriff mit einem Gefangenem, Geschäftsleute, Abenteurer, zwei alte Damen und eine hochschwangere Frau. Und sie werden angegriffen von einer Schar mordlüsterner Mescalero-Apachen! Eingekesselt, ohne Aussicht auf Hilfe und mit schwindenden Vorräten beginnt ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Doch nicht nur draußen lauert der Tod. Im Zug selbst gären Angst, Gier und Verrat. Eine geheime Geldladung, ein entflohener Verbrecher und Männer, die eine Menge zu verbergen haben, machen die Lage noch wesentlich explosiver.

Romandaten:

Band: 15
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2026
ISBN: 9783751795845

Meine Meinung:

"Bleigewitter" ist der fünfzehnte Band der Serie "Ronco - Der Geächtete", geschrieben von Wayne Seymour. In einem Sandsturm in der Wüste trifft Ronco unerwartet auf einen Schienenstrang und kurz darauf auf einen dort festsitzenden Zug. Er findet dort Unterschlupf, bis der Sturm sich legt. Doch die Probleme beginnen danach erst. Eine Horde Mescalero-Apachen haben den Zug auch entdeckt und haben es auf ihn und seine Passagiere abgesehen. Der Zug muss erst freigelegt werden bevor man vor ihnen fliehen könnte. Und die Mescaleros warten nicht ab, sondern beginnen ihre Angriffe. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Dieser Band ist geprägt um den verzweifelten Überlebenskampf der Zugpassagiere gegen die Apachen. Die Passagiere könnten nicht unterschiedlichster sein und Ronco steht zwischen deren Interessen und den angreifenden Indianern. Spannung ist dabei garantiert und am Ende steht dann noch ein besonderer Moment. Da bin ich jetzt schon neugierig, wie dies weitergehen wird.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Donnerstag, 7. Mai 2026

Alex Lukeman - Die Lanze

 


Kurzbeschreibung:

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges arbeiten ranghohe Funktionäre des Dritten Reiches fieberhaft daran, die wertvollsten Artefakte außer Landes zu schaffen. Ein SS-General wird damit beauftragt, die Heilige Lanze – jene Waffe, mit der Longinus den sterbenden Jesus am Kreuz in die Seite gestochen haben soll und die ihrem Besitzer der Legende nach unglaubliche Macht verleiht – im ewigen Eis der Antarktis zu verstecken. Nun, Jahrzehnte später, taucht die Lanze wieder auf, und mit ihr ein von langer Hand vorbereiteter Plan, die Länder des Mittleren Ostens gegeneinander aufzuhetzen und schließlich sogar Amerika in die Knie zu zwingen. Die Verschwörer sind selbst im Weißen Haus zu finden, und nur Nick Carter, Selena Connor und das Project-Team können die neuen Träger der Lanze noch aufhalten.

Buchdaten:

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Luzifer
Erscheinungsdatum: 31. Januar 2018
ISBN: 9783958352865

Meine Meinung:

"Die Lanze" ist der zweite Band der Project-Reihe von Alex Lukeman. Als der amerikanische Präsident in Israel auf dem Tempelberg eine Rede halten soll, kommt es zu einem verheerenden Bombenanschlag. Nur mit Glück und dank des Einsatzes von Nick Carter, einem Ex-Marine, kann der Präsident dem Anschlag entkommen. Gegenseitige Beschuldigungen von Muslimen, Juden und Christen führen zu einem Konflikt großen Ausmaßes in der Region. Die Welt steht am Abgrund vor einem dritten Weltkrieg und im Hintergrund werden die Fäden von einer Organisation gezogen, die das vierte Reich errichten will. In diesem zweiten Auftrag des Project-Teams hat Alex Lukeman ein Szenario entwickelt, dass aktuell unter den Ereignissen in der Straße von Hormus nicht aktueller sein könnte. Dabei verwebt er historische Fakten mit Okkultismus des dritten Reiches, sowie Terror und Verschwörung bis in die höchsten Kreise im Oval Office. Entstanden daraus ist ein actiongeladener Abenteuerroman, der Elemente von "Indiana Jones" enthält. Seine Spezialeinheit, die ausschließlich dem Präsidenten der USA untersteht, agiert dabei weltweit. Die Kapitel sind kurz, die Geschwindigkeit der Ereignisse hoch. Stakkatoartig gerät der Leser dabei in den Trubel des Geschehens und kann erst am Ende des Buches aufatmen. Ein klassischer amerikanischer Heldenroman im Stile von Clive Cussler, aber einfach gut. Alex Lukeman und sein Project-Team gefallen mir, besonders die Verbindung aus Abenteuer und Action.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Sonntag, 3. Mai 2026

John Grey - Der Schakal

 


Kurzbeschreibung:

Mitten in der Wüste stößt Ronco auf ein totes Pferd und ein halb verdurstetes Mädchen. Ohne seine Hilfe wäre die junge Frau verloren. Doch als ihr Beschützer wird Ronco zur Zielscheibe skrupelloser Halunken, die das Mädchen verfolgen. Denn Banditenboss Kelly Montrose will seine entlaufene Geliebte wieder einfangen und sie foltern lassen, und so wird Roncos Flucht mit ihr zum Höllentrip. Da verrät ihm die Kleine den Geheimplan der Montrose-Bande. Ronco will den nächsten Sheriff alarmieren. Doch als er das Büro betritt, erlebt er eine böse Überraschung ...

Romandaten:

Band: 14
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 18. April 2026
ISBN: 9783751795852

Meine Meinung:

"Der Schakal" ist der vierzehnte Band der Serie "Ronco - Der Geächtete", geschrieben von John Grey. Als Ronco beim Ritt durch die Wüste auf einen Pferdekadaver trifft, wird ihm schnell klar, dass er den Reiter schnellstens finden muss. Ansonsten hat dieser keine Chance in der Wüste zu überleben. Als er fast schon aufgeben will, trifft er auf eine junge Frau, die zuerst auf ihn schießt. Es stellt sich heraus, dass sie auf der Flucht vor dem Banditen Kelly Montrose und dessen Bande ist. Ronco bietet ihr seine Hilfe an und gemeinsam müssen sie nun den Desperados entkommen. Doch Eve, seine Mitstreiterin, hat ein Geheimnis. Spielt sie ehrlich mit Ronco? Dieser Band hat mir gut gefallen. Einerseits betreten neue Personen die Bühne, andererseits wird Ronco doch wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Daraus entstand eine spannende Story mit interessanten Facetten, bei der der Lesespass nicht zu kurz kam.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Donnerstag, 30. April 2026

Ian Fleming - Leben und sterben lassen

 


Kurzbeschreibung:

Die wunderschöne, hellseherisch begabte Solitaire ist die Gefangene (und Handlangerin) von Mr. Big – Meister der Angst, Verbrechenskünstler und Voodoobaron des Todes. James Bond hat keine Zeit für solchen Aberglauben – er weiß, dass Mr. Big außerdem ein hochrangiger feindlicher Agent und eine echte Bedrohung ist. Mehr als das: Nachdem er ihn durch die Jazzkneipen von Harlem, die Everglades und schließlich bis in die Karibik verfolgen konnte, wird 007 klar, dass es sich bei Mr. Big um einen der gefährlichsten Männer handelt, denen er jemals begegnet ist. Und niemand, nicht einmal die rätselhafte Solitaire, kann sich sicher sein, wie ihr Wettkampf ausgehen wird …

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Cross Cult
Erscheinungsdatum: 25. September 2012
ISBN: 9783864250729

Meine Meinung:

"Leben und sterben lassen" ist der zweite James Bond Roman von Ian Fleming aus dem Jahr 1954. In Deutschland erstmalig erschienen 1961 und in ungekürzter und originalgetreuer Übersetzung dann 2012 beim Cross Cult Verlag. 007 wird auf Mr. Big angesetzt, einen Mitglied der russischen Organisation SMERSH. An diese hat Bond schmerzliche Erinnerungen aus seinem ersten Fall im Casino Royale. Diesmal führt ihn sein Weg nach Harlem. In den Vereinigten Staaten tauchen vermehrt Goldmünzen auf, die aus einem alten Piratenschatz von Captain Morgan stammen. Mr. Big scheint in Harlem uneingeschränkte Macht zu besitzen, denn er hat die Voodoomacht von Baron Samedi, dem Herrn der Toten. Felix Leiter vom CIA und Bond vom MI6 sollen Mr. Big das Handwerk legen, doch dies ist ein gefährliches Unterfangen. Dieser Roman unterscheidet sich teilweise deutlich von der späteren Verfilmung. Er diente in diversen Szenen mehreren Bond-Verfilmungen. Ebenso ist die Sprache von Ian Fleming dem Zeitgeist der 50er Jahre entsprechend. Allein, das Kapitel zum Beispiel "Niggerhimmel" tituliert sind, wäre in heutigen Romanen undenkbar. Aber vor knapp einem dreiviertel Jahrhundert war die Sprache in Romanen noch eine völlig andere. Ich finde es gut, dass der Cross Cult Verlag dem deutschen Leser die originalgetreue Übersetzung zukommen gelassen hat, denn die Bondromane sind auch Zeitzeugen und ich zähle sie zu den absoluten Klassikern der Spionageromane. Auch dieser Fall ist durchwegs spannend geschrieben und findet seinen Höhepunkt an Jamaikas Riffen inmitten von Haien und  Barrakudas. Ein toller Spionageroman, nicht nur für James Bond-Liebhaber wie mich.

Bewertung auf meiner Skala:

95%