Kurzbeschreibung:
1154: Berengar, Sohn eines Dienstmannes von Herzog Heinrich dem Löwen, glänzt an der Kölner Stiftsschule vor allem durch Eskapaden. Als er durch den überraschenden Tod seines Bruders zum Erben des Familienbesitzes aufrückt, verlangt sein Vater eine Bewährungsprobe. Und so zieht Berengar mit Barbarossas Heer nach Italien, um den Weg zur Kaiserkrönung in Rom freizukämpfen. Doch ein eingeschworener Feind der Familie hat sich ebenfalls dem Zug angeschlossen – und er trachtet Berengar nach dem Leben.
Buchdaten:
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 19 Juni 2026
ISBN: 9783499018947
Meine Meinung:
"Ich bin Barbarossas Klinge" ist der Auftakt zur neuen Berengar-Reihe von Michael Römling. Wir schreiben das Jahr 1154, als der junge Berengar in Köln zum ersten Mal die Bekanntschaft von Friedrich I. macht. Bei einem nächtlichen Abenteuer stacheln sie sich gegenseitig auf, wer der Wagemutigere von beiden ist. Zu diesem Zeitpunkt weiß der junge Berengar noch nicht, wen er da vor sich hat. Kurz darauf wird er vom Vater auf den Familiensitz zurückbeordert. Sein Bruder starb bei einer Auseinandersetzung, Berengar muss nun dessen Platz im Dienste von Heinrich dem Löwen einnehmen. Dieser begleitet mit seinen Männern Friedrich I., den die Italiener Barbarossa (Rotbart) nennen, nach Rom. Dort soll dieser vom Papst zum Kaiser gekrönt werden. Erst jetzt erkennt Berengar, mit wem er in Köln das nächtliche Abenteuer erlebt hat. Michael Römling bindet in diesem Auftaktband seiner neuen Reihe den fiktiven Berengar in das historische Umfeld rund um Barbarossa und dessen Kaiserkrönung in Rom und dem Konflikt mit Mailand und Tortona ein. Dabei bilden die historischen Ereignisse den Rahmen, in den er die Story einbettet. Berengar, zum einen ein listiger Bursche, zum anderen ein Mann der in Italien auch nach seinen mütterlichen Wurzeln forscht. Die Treue zu seinem Dienstherrn bringt ihm aber nicht nur Freunde, Neider stehen ebenso bereit. Allen voran der ebenso fiktive Charakter Erkanbald von Wallensen, der sich zu einem erbitterten Feind Berengars mausert. In diesem ersten Band legt der Autor viel Gewicht auf die Charaktere und deren Entwicklung zueinander. Erst im letzten Drittel dreht sich dies mehr und mehr zu tosendem Schlachtgetümmel. Dies ist einerseits gut, denn man wird mit den Protagonisten vertrauter, andererseits wäre ein wenig mehr Spannung von Beginn auch interessant gewesen. In Summe ist dies für mich aber ein guter Auftakt zur neuen Berengar-Reihe, den ich gerne gelesen habe. Man darf gespannt sein, wie es mit dem jungen Kämpfer an der Seite von Kaiser Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen weitergeht.
Bewertung auf meiner Skala:
85%






