Posts mit dem Label Krimis und Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krimis und Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 24. Oktober 2026

Eva Reichl - Mühlviertler Feuer

 


Kurzbeschreibung:

Mitten in der Nacht steht ein Haus im Mühlviertel in Flammen. Drei Menschen sterben. Alles deutet auf erweiterten Suizid hin. Doch Chefinspektor Oskar Stern ist misstrauisch: Warum haben die Opfer regungslos an dem gedeckten Tisch gesessen, statt vor dem Feuer zu fliehen? Als sich herausstellt, dass einer der Toten ein Versicherungsmakler war, führt die Spur zu den Menschen, die sich von ihm betrogen oder im Stich gelassen fühlten. Mit jedem neuen Verdacht wächst der Druck auf Stern und sein Team - denn es formiert sich eine Bürgerwehr. Und die Jagd nach dem Feuerteufel droht völlig außer Kontrolle zu geraten.

Buchdaten:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2026. 
ISBN: 9783839281680

Meine Meinung:

"Mühlviertler Feuer" ist der neunte Fall aus der Oskar-Stern-Reihe von Eva Reichl. Im beschaulichen Rohrbach-Berg im Mühlviertel scheint seit einiger Zeit ein Feuerteufel umzugehen. Erst brennen Mülltonnen, dann ein Auto und zuletzt eine Scheune. Doch als nun ein Wohnhaus in Flammen aufgeht, handelt es sich nicht mehr nur um Brandstiftung. Drei bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leichen werden darin aufgefunden, deren Identität ist anfangs noch unbekannt. Chefinspektor Oskar Stern und seine Kollegen vom LKA Linz beginnen mit den Ermittlungen. Der Fahndungsdruck lastet auf ihnen, denn jederzeit kann der Feuerteufel wieder zuschlagen. Die Autorin Eva Reichl schickt ihren Ermittler bereits zum neunten Mal auf Spurensuche im österreichischen Mühlviertel. Dabei findet sie eine ausgewogene Balance zwischen der klassischen Polizeiarbeit vor Ort, dem Privatleben des Oskar Stern und humorigen Spitzen im zwischenmenschlichen Bereich des Ermittlungsteams. Wenn man es bisher noch nicht kennt, dann wächst einem dieses spätestens in diesem Fall ans Herz. Ich mag die Protagonisten dieser Reihe gern und kann sie mir auch bildhaft vorstellen. Der Fall um die drei Toten und den Brandstifter ist dabei lange undurchsichtig. Irgendwann hatte ich dann aber einen Verdacht, der sich auch als korrekt herausstellte. Dabei lässt aber die Spannung nicht nach, im Gegenteil sie steigert sich bis zur Klärung des Falles. "Mühlviertler Feuer" ist ein gelungener Band der Reihe, der einen beim Lesen durch die Seiten fliegen lässt. Schon jetzt bin ich gespannt auf weitere Fälle, wenn es heißt: Chefinspektor Oskar Stern ermittelt im Mühlviertel.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Sabrina Kreisle - Die Geister der Rauhnächte

 

Kurzbeschreibung:

Die längsten Nächte des Jahres sind angebrochen. Im Allgäu ziehen die Krampusse durch die Straßen. Als ein junger Mann ermordet wird, gerät die Hexe Antonia in einen Fall, der tiefer reicht als jedes Verbrechen. Gemeinsam mit Benedikt, einem Mann voller Geheimnisse, folgt sie den Spuren okkulter Rituale, vergessener Orte und einer Macht, die während der Rauhnächte erwacht. Antonia weiß, dass sie ihm nicht vertrauen darf. Benedikt weiß, dass er ihr nicht zu nahe kommen sollte. Doch je dunkler die Nächte werden, desto stärker wird die Anziehung zwischen ihnen.

Buchdaten:

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Emons
Erscheinungsdatum: 30. September 2026
ISBN: 9783740829278

Meine Meinung:

"Die Geister der Rauhnächte" ist ein magischer Krimi von Sabrina Kreisle. Antonia und ihre Freundin Vreni besuchen den Füssener Nikolausmarkt, bei dem auch ein Krampuslauf stattfindet. Doch dieser endet an diesem Tag nicht wie gewünscht. Ein Teilnehmer davon wird danach erstochen aufgefunden. Und dies noch nicht alles, kurze Zeit später wird erneut ein junger Mann erstochen. Antonia, die eine Hexe ist, lernt Benedikt kennen, der ein Jäger gegen übernatürliche Bedrohungen ist. Erst eine Konstellation von Misstrauen, dann aber Freundschaft und mehr. Gemeinsam versuchen sie sich der Bedrohung in den Rauhnächten zu stellen. Denn ein gefährlicher Gegner scheint es auf Antonia abgesehen zu haben. Die Autorin Sabrina Kreisle vermischt in diesem Roman einen Kriminalfall mit Urban Fantasy. Dabei ist das Setting regional im Allgäu. Obwohl es zwei polizeiliche Ermittler für die Mordfälle gibt, agieren diese fast wie Nebendarsteller. Die Protagonisten sind eindeutig Antonia und Benedikt. Teils geraten die Mordfälle ein wenig in den Hintergrund. Stattdessen erlebt der Leser die Suche nach Artefakten, Erstellung von Schutzzauber und magische Auseinandersetzungen. Die Beziehung von den Protagonisten entwickelt sich dabei trotz einiger Hürden stetig zu einer innigen Freundschaft und mehr. Die Story liest sich angenehm flüssig, als Leser taucht man in die winterliche Landschaft des Allgäus ein. Doch hätte ich mir ein wenig mehr Krimi und etwas weniger Magie gewünscht. Beide Genre zu kombinieren, ist aber durchaus ein gelungener Ansatz. Fazit: Ein netter magischer Krimi für gemütliche Lesestunden im heimischen Wohnzimmer und den länger werdenden Abenden der kommenden Vorweihnachtszeit.

Bewertung auf meiner Skala:

75%


Freitag, 25. September 2026

Anna Schneider - Blut für Blut

 

Kurzbeschreibung:

Nach der Flucht aus einer manipulativen Beziehung schlägt sich Sophie Roth mit Gelegenheitsjobs als Fotografin durch. Bis sie den Auftrag erhält, analoge Porträts der vermögenden Familie Grafinger anzufertigen. Erleichtert sagt sie zu, doch bald fühlt sie sich verfolgt und belauert. Schwebt sie in Gefahr? Hat jemand herausgefunden, wer sie ist? Als Sophie die ersten Aufnahmen entwickelt, blickt sie in ein Gesicht, das sie nie vergessen konnte. Und begreift, dass die Nacht vor zwanzig Jahren, in der ihr Vater ermordet wurde, sie erbarmungslos wieder einholt.

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 23. September 2026
ISBN: 9783651001473

Meine Meinung:

"Blut für Blut" ist ein Psychothriller von Anna Schneider. Sophie Roth flüchtet aus einer aus einer Beziehung mit häuslicher Gewalt. Als Fotografin versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen. Doch bei ihrem ersten Auftrag erkennt sie auf einem Bild ihren Bruder, der seit zwanzig Jahren auf der Flucht ist. Er ermordete damals ihren gemeinsamen Vater. Die Vergangenheit holt sie plötzlich ein. Anna Schneider, bekannt durch ihre Grenzland-Krimireihe, wagt sich mit diesem Buch auf neues Terrain. Es ist ihr erster Psychothriller. Die Handlungsstränge sind dabei in kurze Kapitel untergliedert, diese wiederum in drei großen Teilen gebündelt. Der Leser erfährt deshalb nur häppchenweise was in der Gegenwart, sowie vor zwanzig Jahren geschehen ist. Das Debüt im Genre des Psychothriller ist der Autorin Anna Schneider durchaus gelungen, wobei ich mir gewünscht hätte, dass die Spannungskurve ein wenig steiler verläuft. In Summe aber ein gelungener und lesenswerter Thriller und die Autorin beweist, dass sie nicht nur Krimis schreiben kann, sondern durchaus auch andere Genres drauf hat.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Mittwoch, 9. September 2026

Alex Lukeman - Die siebte Säule

 

Kurzbeschreibung:

Ein terroristischer Fanatiker mit Visionen, die ihm befehlen, die Apokalypse und damit das Ende aller Tage herbeizuführen … Eine uralte Bruderschaft von Assassinen, seit Jahrhunderten verschwunden, kehrt zurück … Ein LKW mit einer grauenvollen Waffe verlässt den Sudan, durchquert die gesetzlosen Bergregionen Algeriens, auf dem Weg zu einem unbekannten Ziel … Das PROJECT schickt Nick Carter und Selena Connor in die brennenden Wüsten Westafrikas, in die Slums von San Diego und in die bitterkalten Berge des Hindukusch, bevor ihre finale Konfrontation mit dem Feind über das Schicksal der westlichen Welt entscheidet.

Buchdaten:

Taschenbuch: 328 Seiten
Verlag: Luzifer
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2019
ISBN: 9783958353961

Meine Meinung:

"Die siebte Säule" ist der dritte Band der Project-Reihe von Alex Lukeman. Fanatische Glaubensbrüder haben eine gefährliche Waffe an sich gebracht und wollen damit die westliche Welt in ein Chaos stürzen. Doch das Project-Team, eine Sondereinheit die direkt dem amerikanischen Präsidenten unterstellt ist, soll dies verhindern. Es beginnt eine Jagd, die diese vom Sudan über den Hindukusch bis in das Herz von New York führt. Immer wieder scheint es, dass sie den letzten Schritt zu spät sind und das Schwert Mohammeds zuschlagen wird. Die verfügbare Zeit bis zum angekündigten Anschlag wird immer knapper. Wird Ihnen die Rettung der westlichen Welt in letzter Sekunde gelingen? Der Autor Alex Lukeman, selbst ehemaliger US-Marine, setzt mit diesem Band sein Konzept des Action-Thrillers konsequent fort. Die Spezialeinheit rund um Nick Carter eilt von einem Einsatzort zum nächsten und gerät dabei immer wieder in Feuergefechte und Kämpfe. Dabei sterben die Al-Quaidas, sowie die fanatischen muslimischen Assassinen wie die Fliegen. Die klassisch amerikanischen Helden bleiben dabei natürlich immer am Leben. Ein wenig "Missing in Action" und "Rambo" katapultiert in die heutige Zeit würde es ganz gut beschreiben. Die Handlung bleibt dabei für mich ein wenig zu oberflächlich, die Spannung dagegen ist auf höchstem Niveau. Somit für Freunde der Actionunterhaltung ohne größeren Tiefgang eine gute Unterhaltung.

Bewertung auf meiner Skala:

75%

Freitag, 4. September 2026

Simon Scarrow - Nachtkommando

 

Kurzbeschreibung:

Berlin, Januar 1940: In einer eiskalten Nacht kehren ein SS-Arzt und seine Frau von einem Konzertabend zurück. Als die Sonne aufgeht, liegt der Arzt leblos in einer Blutlache vor seinem Schreibtisch, darauf ein Abschiedsbrief. Doch seine Witwe ist überzeugt, dass es sich um Mord handelt, und wendet sich an Kriminalinspektor Horst Schenke. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten ermittelt Schenke und stößt auf immer weitere brisante Details. Er ahnt, dass er einem schrecklichen Geheimnis größeren Ausmaßes auf der Spur ist und seine Ermittlungen möglicherweise nicht überleben wird ...

Buchdaten:

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2024
ISBN: 9783492063425

Meine Meinung:

"Nachtkommando" ist der zweite Band der Reihe "Dunkles Berlin" von Simon Scarrow. Kriminalinspektor Horst Schenke und seine zwei Assistenten Hauser und Liebwitz werden im Januar 1940 mit der Leiche eines SS-Arztes konfrontiert. Was als angeblicher Suizid abgetan wird, war in Wirklichkeit eine Hinrichtung per Kopfschuss. Doch warum und wieso? Wer hat ein Interesse, dass keine Ermittlungen dazu stattfinden sollen? Als Schenke auch noch von einer Häufung von mysteriösen Todesfällen in einer Klinik an behinderten Kindern erfährt, wird sein Misstrauen immer größer. Gegen den Willen der Vorgesetzten beginnt er und seine Mitstreiter zu ermitteln und stößt auf grausame Details, die seine Fäden bis in höchste Kreise der SS in das Büro von Reinhard Heydrich, dem Leiter des Reichsicherheitshauptamts, zieht. Simon Scarrow nimmt in seinem zweiten Band dieser Reihe ein grausames Verbrechen der NS-Diktatur als Thema auf: Der unter dem Begriff "Aktion T4" bekannte Massenmord an körperlich und geistig behinderten Menschen. Durch das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" ebnete das Nazi-Regime den Weg zur "Rassenhygiene". Allein diese Begriffe lassen einen als Leser erschaudern, welch furchtbare und grausame Taten damals an unschuldigen Menschen begangen wurden. Diese Thematik in einen Thriller einzuarbeiten, ist wahrlich nicht leicht. Simon Scarrow gelingt aber diese Gratwanderung, indem er seine Protagonisten empathisch agieren lässt. Sogar Assistent Liebwitz, ein Gestapo-Angehöriger, zeigt menschliche Züge. So entsteht ein klares Bild von Gut und Böse in diesem Roman. Zwar ist dieser Thriller nicht immer durchgängig spannend, aber er überzeugt durchaus durch seine Thematik. Mir persönlich hat dieser Band der Reihe "Dunkles Berlin" gut gefallen und er ruft einem auch deutlich ins Gedächtnis, dass sich in unserem Land solch grausame Vergehen an der Menschlichkeit nie mehr wiederholen dürfen.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Donnerstag, 27. August 2026

Ralf Langroth - Ein Präsident verschwindet

 

Kurzbeschreibung:

1954: Über Nacht verschwindet Verfassungsschutzpräsident Otto John – und taucht in Ost-Berlin wieder auf. Wurde er, wie er später behauptet, tatsächlich entführt? Auf Wunsch von Konrad Adenauer übernimmt Philipp Gerber von der Sicherungsgruppe Bonn die Ermittlungen. Gerber hat dem Bundeskanzler schon einmal geholfen, doch diesmal hat er auch ein persönliches Interesse: Seine Geliebte, die Journalistin Eva Herden, ist verschwunden, ein Foto zeigt sie an der Seite von Otto John. Als ein Barbesitzer aus dem Rotlichtmilieu ermordet wird, der viele Geheimnisse der Polit-Elite kannte, steht Eva unter doppeltem Verdacht: als Mörderin und kommunistische Agentin, die den Mann im Auftrag der Sowjets ausgeschaltet haben soll. Auf der Suche nach Eva und den Beweisen ihrer Unschuld gerät Gerber zwischen die Fronten der Geheimdienste.

Buchdaten:

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2022
ISBN: 9783499004773

Meine Meinung:

"Ein Präsident verschwindet" ist der zweite Band der Philipp-Gerber-Reihe von Ralf Langroth. Der zweite Weltkrieg ist einige Jahre vorbei und doch schwellt ein Konflikt. Das Deutschland inmitten der Siegermächte von Ost und West geht immer mehr auf die spätere Teilung zu. Ost- und Westsektor in Berlin, dazwischen das Tauziehen der Geheimdienste. 1954 ist Konrad Adenauer Bundeskanzler und Hauptkommissar Philipp Gerber wird mit dem Fall des über Nacht verschwundenen Verfassungsschutzpräsident Otto John betraut. Dieser taucht nur wenige Tage später in Ostberlin auf, an seiner Seite die Journalistin Eva Herden, die Gerbers Geliebte ist. Was für eine Rolle spielt diese, als kurz darauf ein Barbesitzer ermordet wird? Das Verwirrspiel der Geheimdienste hat begonnen. Mit dem Lesen dieses Bandes schließe ich eine Lücke, da ich alle anderen bisher erschienen Bände bereits gelesen habe. Der Fall Otto John war mir bis dato so nicht bekannt. Umso interessanter ist es, wie der Autor auch hier die Geschichte der noch jungen Bundesrepublik mit dem Kriminalfall um den damaligen ersten Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz verwebt. War dieser ein Überläufer und Landesverräter oder ein Opfer der Ereignisse? Im Nachwort geht dazu der Autor auch nochmal ein. Für mich ist auch dieser Band aus der Reihe gut gelungen und war für mich flüssig zu lesen. Das Zusammenführen von realem Geschehen mit Fiktion ist ein Prädikat dieser Romanserie, das mir gut gefällt. Ich werde ihr daher auf alle Fälle als Leser treu bleiben.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Mittwoch, 19. August 2026

Eva Adam - Las Vegas in Unterfilzbach

 


Kurzbeschreibung:

Hansi goes to Las Vegas – wenn auch nur unfreiwillig. Trotz seiner anfänglichen Ablehnung gegenüber der ihm aufgezwungenen USA-Reise freut er sich dort über die Begegnung mit dem gebürtigen Unterfilzbacher Charly Woodforth. Diese bleibt nicht ohne Folgen, denn Charly wird von Heimweh gepackt und kehrt nach 40 Jahren mit seiner Lebensgefährtin Scarlett wieder in seine Heimat zurück. Dort ist die Damenwelt in Aufruhr, denn Charly hinterließ viele gebrochene Herzen …
Bald darauf kommt Scarlett aber bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben. Sofort ist der Bauhof-Sherlock wieder in seinem Element und begibt sich auf eine Ermittlungsreise in die Vergangenheit. Was führte vor 40 Jahren zu Charlys übereilter Abreise? Was hatte Scarlett damit zu tun? Und kann er seiner Familie die geplante Kur in Bad Füssing ausreden und außerdem den in Not geratenen örtlichen Fußballverein retten?

Buchdaten:

Taschenbuch: 340 Seiten
Verlag: Luzifer
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2022
ISBN: 9783958356795

Meine Meinung:

"Las Vegas in Unterfilzbach" ist der fünfte Band der Unterfilzbach-Reihe von Eva Adam. Diesmal macht Hansi Scharnagl eine ganz neue Erfahrung. Es geht in den Urlaub in die USA, wo das Töchterlein bei ihrem Studium besucht werden soll. Für einen Niederbayern wie Hansi ist diese Reise sowohl mental als auch sprachlich eine besondere Herausforderung. Wieder zurück in der Heimat gibt es dann ein Wiedersehen mit Charly. Kennengelernt in Las Vegas kehrt der gebürtige Unterfilzbacher wieder in seine alte Heimat zurück. Doch nicht alle alten Kumpanen sind darüber erfreut. Und so kommt es zum Unvermeidlichen, dass den Hansi Scharnagl wieder als Bauhof-Sherlock aktiv werden lässt. Der Krimi ist wie fast immer in dieser Reihe eher schmückendes Beiwerk. Denn der Fokus liegt eindeutig auf schrägem Humor. Hansi Scharnagl läuft dabei wieder zu Höchstform auf, wenn er mit seinen Aktionen mehr oder minder von einer Situation in die nächste schlittert. Und doch hatte dieser Band teils kleine Längen und Wiederholungen. Sei es in Hansis Beziehung mit seiner Gattin, sei es aber auch beim abendlichen Sinnieren auf der Hausbank. Trotz allem ist aber auch dieser Band wieder unterhaltsam, als besonderer Brüller bleiben mir sicherlich die Verputzarbeiten mit dem "Wwasser" in Erinnerung. Da kamen einem vor lauter Lachen die Tränen.

Bewertung auf meiner Skala:

75%

Samstag, 15. August 2026

Alex Beer - Die weisse Stunde

 

Kurzbeschreibung:

Wien 1923. Die Stadt gleicht einem Pulverfass, die politischen Lager haben sich radikalisiert, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch. Mitten in dieser angespannten Situation geschieht ein aufsehenerregender Mord: Marita Hochmeister, eine stadtbekannte Gesellschaftsdame, wird brutal erschlagen in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor den Ermittler August Emmerich auf eine ungelöste Mordserie hin – damals, vor zehn Jahren, wurden drei Frauen auf ähnlich grausame Weise getötet wie das Opfer. Kann es sein, dass der Mörder zurückgekehrt ist? Und wenn ja, kann Emmerich ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt?

Buchdaten:

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Limes
Erscheinungsdatum: 25. September 2024
ISBN: 9783809027652

Meine Meinung:

"Die weisse Stunde" ist der sechste Band der Emmerich-Reihe von Alex Beer. Kriminalinspektor Emmerich und sein Kollege Winter stehen unter Fahndungsdruck. In Wien werden Frauen bestialisch erschlagen und keine Spur von dem Täter. Dann taucht der frühere und mittlerweile schon seit langem pensionierte frühere Kriminalinspektor Wertheim bei Ihnen auf und spricht von einem ungelösten Fall seinerseits, der ein gleiches Muster aufwies. Ist hier nach Jahren erneut der gleiche Täter am Werk?  Alex Beer entführt den Leser in das Wien von 1923. Die Inflation der österreichischen Krone treibt die Preise und in den Straßen treiben sich die "Hakenkreuzler" herum und machen mobil. Inmitten dieser Szenerie müssen Emmerich und sein Kollege einem Frauenmörder auf die Spur kommen. Die Figur August Emmerich lässt einen dabei immer wieder schmunzeln, wenn er mal wieder in die sogenannte "Schimpfwortkasse" einzahlen muss oder mit dem Glauben an Gott hadert. Diese Szenen lockern die Story auf und haben mir gut gefallen. Der Fall selbst ist strukturiert aufgebaut, könnte aber an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr Spannung vertragen. Die Weiterentwicklung der Figuren innerhalb dieser Krimi-Reihe ist aber wiederum sehr gut und logisch gestaltet. Und so macht in Summe das Lesen dieses historischen Krimi Spaß und lässt einen neugierig auf den nächsten Band warten.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Sonntag, 9. August 2026

Andreas Franz - Unter Toten

 


Kurzbeschreibung:

In einem Frankfurter Wohngebiet wird nach dem Tod eines Rentners eine grausige Entdeckung gemacht: Auf dem Grundstück des ehemaligen Landschaftsgärtners lagern menschliche Überreste. Ist der Tote ein Serienmörder? Die Ermittlungen führen Julia Durant Jahrzehnte zurück in die Neunziger zu ihrer Anfangszeit bei der Sitte. Doch aktuelle Hinweise wecken einen alarmierenden Verdacht: Gibt es einen weiteren Täter, der noch immer mordet? Ein ehemaliger Komplize? Oder ein Trittbrettfahrer? Julia Durant und ihr Team müssen tief in der Vergangenheit graben, um der Mordserie endgültig ein Ende zu setzen ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 3. August 2026
ISBN: 9783426529270

Meine Meinung:

"Unter Toten" ist der 26. Band der Julia-Durant-Reihe von Andreas Franz (geschrieben von Daniel Holbe). Erneut muss sich die Frankfurter Kommissarin Julia Durant mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Es ist das Jahr 1992, als sie als junge Ermittlerin von München nach Frankfurt wechselte, um dort bei der Sitte neu zu beginnen. Kaum angekommen, bekommt sie es mit ihrer neuen Kollegin mit einem Vermisstenfall einer Prostituierten zu tun. 24 Jahre später werden Leichenteile entdeckt, die eine Verbindung zu diesem alten Fall herstellen. Trieb hier ein Serientäter über viele Jahre sein Unwesen? Daniel Holbe führt diese Reihe nach dem Tod von Andreas Franz nun seit 15 Jahren erfolgreich fort. Eine Reihe um die Frankfurter Kommissarin Julia Durant, die ich als Leser ebenfalls seit dem ersten Band im Jahr 2000 begleite und bei der nicht nur Durant vieles erlebt hat, sondern ebenfalls der Leser. Die Protagonisten sind einem seit langer Zeit vertraut und doch gibt es immer wieder neue Details zu erfahren. Obwohl für mich dieser Band nicht zu den spannendsten der Reihe gehört, ist er aber durchaus wieder lesenswert. Eine Kommissarin, die immer wieder eine Zeitreise in ihre Anfänge in Frankfurt durchführt, aber auch eine junge neue Kollegin aus dem Sittendezernat, die sie doch an so vieles von damals erinnert. Der Fall selbst ist dabei manchmal fast ein klein wenig im Hintergrund und doch dann wieder vollkommen präsent. Trotz der bereits erwähnten teils fehlenden Spannung, finde ich auch diesen Band gelungen und er ergänzt die langjährige Krimireihe gut.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Sonntag, 2. August 2026

Michael Blihall - Die Falle


 
Kurzbeschreibung:

Schüsse hallten über den Salzburger Domplatz. Vor den Augen Hunderter Premierengäste wurde Gregor Hallstein, ein zwielichtiger Millionär und Kunstliebhaber, getroffen. Ob er überlebte, stand in den Sternen. Der Attentäter, ein Statist namens Oswald Stetter, starb. Bei einer Hausdurchsuchung, die Phil und ich begleiteten, wurde deutlich, dass der Mörder die Tat unter Druck verübt hatte. Seine Frau und seine Tochter waren entführt und der Schauspieler damit erpresst worden. Unser Besuch in Österreich entpuppte sich als internationaler Fall, der schon bald noch mehr Opfer nach sich ziehen würde!

Romandaten:

Band: 3595
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2026
ISBN: 9783751799782

Meine Meinung:

"Die Falle" ist Band 3595 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Michael Blihall. Zugleich ist es der zweite Band eines Doppelbandes, der anlässlich der heuer in Salzburg stattgefundenen Criminale dort spielt. Die Premiere der Jedermann-Festspiele in Salzburg endet in Panik und einem Schusswechsel. Der Millionär Hallstein wird dabei schwerstverletzt, der Täter stirbt im Kugelhagel. Doch das Motiv bleibt weiter im Dunkeln. Anscheinend hängen alle Ereignisse in irgendeiner Weise mit Hallstein und den Ereignissen vor fünfzehn Jahren in Nizza zusammen. Die Story schließt nahtlos an den ersten Band an. Bedingt durch das Geschehen entwickelt sich dabei auch mehr als reine Zusammenarbeit zwischen den beiden FBI-Agenten Cotton und Decker, sowie dem Salzburger Chefinspektor Frühwirth. Und dies ist auch dringend notwendig, denn die Ereignisse scheinen größere Dimensionen zu haben, als man sich vorstellen kann. So muss global ermittelt werden zwischen Hongkong, den USA und Österreich. Michael Blihall konstruiert hier einen sehr spannenden Fall, in dem bis zuletzt der Spannungsverlauf stetig nach oben geht. Als Leser  fliegt man dabei von Seite zu Seite. Ein actionreiches Finale dann als I-Tüpfelchen. Für mich ein toller zweiter Band des Zweiteilers und in Summe eine sehr gelungene Story, bei der Jerry Cotton und Phil Decker über dem großen Teich ermitteln dürfen.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Samstag, 1. August 2026

Michael Blihall - Tod in Salzburg

 


Kurzbeschreibung:

Die luxuriöse Jacht des österreichischen Industriellen Gregor Hallstein versank vor der Küste von Nizza. Fünf Menschen starben, darunter zwei US-Bürger, die auf dem Schiff angestellt gewesen waren. Ursache für das Unglück war eine Explosion, bei der Kunstwerke von unschätzbarem Wert verbrannten. Diese befanden sich auf dem Weg in Hallsteins Privatsammlung. Fünfzehn Jahre später wurde bei einer Auktion in Hongkong ein Gemälde präsentiert, das aus dem Nachlass eines chinesischen Kunstsammlers stammte und eigentlich auf dem Grund des Mittelmeers hätte liegen müssen. Der Verdacht eines Versicherungsbetrugs lag auf der Hand, und so kamen wir vom FBI ins Spiel.

Romandaten:

Band: 3594
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2026
ISBN: 9783751799607

Meine Meinung:

"Tod in Salzburg" ist Band 3594 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Michael Blihall. Zugleich ist es der erste Band eines Zweiteilers, der anlässlich der heuer in Salzburg stattgefundenen Criminale dort spielt. Alles beginnt im Hafen Nizzas, als die Jacht Aurora in die Luft fliegt. Wertvolle Gemälde werden dabei zerstört, fünf Besatzungsmitglieder kommen bei dem Unglück ums Leben. Fünfzehn Jahre später taucht ein vermeintlich zerstörtes Gemälde dann auf einer Kunstauktion in Hongkong auf. Handelte es sich damals um Versicherungsbetrug im großen Stil? Jerry Cotton und Phil Decker werden über den Kontinent nach Salzburg geschickt, um dem damaligen Besitzer der Jacht und Gemälde auf den Zahn zu fühlen. Doch ihnen sind die Hände gebunden, sie müssen sich ganz auf den dortigen Chefinspektor verlassen, der sie als Greenhorns und Cowboys tituliert. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und es gibt erste Tote in Salzburg während die Jedermann-Festspiele ihre Premiere feiern. Erstmal gefällt mir, dass die beiden FBI-Agenten ins Pongau nach Salzburg kommen. Nachdem ich die Stadt selbst gut kenne, war ich neugierig wie der Handlungsort dieses Romanes integriert wird. Kurz auf einen Nenner gebracht, dies ist dem Autor sehr gut gelungen. Auch muss man einige Male schmunzeln wenn Cotton und Decker teils auf für sie andere Welten treffen. In den USA ist halt doch manches anders als in Österreich. Dieser Zwiespalt hat mir aber gut gefallen. Ebenfalls ist der Zeitsprung zwischen Nizza und Salzburg gut gestaltet und es kommt immer wieder zu spannenden Szenen. Dadurch ist dieser Heftroman flüssig und kurzweilig zu lesen. Am Ende des ersten Teils will man wissen wie es weitergeht. Denn noch kann man sich keinen Reim darauf machen, wie alles zusammenhängt.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Samstag, 13. Juni 2026

Frank Kodiak - Amissa - Die Überlebenden

 


Kurzbeschreibung:

Der Kampf gegen das organisierte Verbrechen fordert Opfer, auch von Privatermittlerin Rica Kantzius. Sie muss die Urne ihres Mannes Jan zu Grabe tragen und zerbricht fast an ihrem Schmerz. Der Wunsch nach Rache und Gerechtigkeit hält sie jedoch aufrecht. Gerechtigkeit für die überlebenden Frauen und Mädchen, die von Menschenhändlern monatelang in einem unterirdischen System gefangen gehalten wurden. Rache für das, was man ihr angetan hat. Niemals dürfen die Verbrecher ungestraft davonkommen. Doch es fehlen Beweise, und die Hintermänner versuchen alles, um ihre Spuren zu verwischen, schrecken dabei auch vor Mord nicht zurück. Um sich und ihre Mitstreiter zu schätzen und die mafiösen Machenschaften hinter Amissa – eine nach vermissten Personen suchende Organisation – zu enttarnen, entwickelt Rica einen finalen und extrem riskanten Plan.

Buchdaten:

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 2. November 2022
ISBN: 9783426307847

Meine Meinung:

"Amissa - Die Überlebenden" ist der dritte Band der Kantzius-Reihe von Frank Kodiak (einem Pseudonym des Autors Andreas Winkelmann). Dieser Band ist der Abschlus der Amissa-Trilogie. Noch immer ist Rica Kantzius auf der Suche nach den Hintermännern der Organisation "Missing Order", die sich auf Menschenhandel spezialisiert hat. Die Spuren führen in die Schweiz, sowie nach Rumänien. Dabei agieren die Verbrecher vollkommen skrupellos, Menschenleben sind nichts wert. Auch für die Ermittler ist dies ein riskanter Weg, denn auch ihr Tod ist vorgesehen. Teils gelingt es dem Autor dabei dem Leser Abgründe zu vermitteln, die an Perfidität kaum zu überbieten sind. Dann aber lässt die Spannungskurve über weite Strecken nach und die Story plätschert so vor sich hin. Dies empfand ich schade, denn hier wäre mehr drin gewesen. Erst im letzten übergeordneten fünften Kapitel zieht diese dann wieder an. Dafür dann aber fast wie ein Senkrechtstarter. In Summe für mich ein Abschluss der Trilogie, bei dem ich mir etwas mehr erwartet hätte. Solide Thrillerkost, aber kein Spitzentitel.

Bewertung auf meiner Skala:

75%

Freitag, 5. Juni 2026

Anne Nørdby - Schatten Eis

 


Kurzbeschreibung:

„Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der in einem Bachlauf liegt und den du nicht wahrnimmst, wenn du weiter unten Wasser schöpfst und durstig trinkst.“ Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert.

Buchdaten:

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
ISBN: 9783839280300

Meine Meinung:

"Schatten Eis" ist der dritte Band der Marit Rauch Iversen-Reihe von Anne Nørdby. In Kopenhagen beginnt eine Mordserie, bei der die Opfer durch brutale Stiche in den Kopf getötet werden. Auch der Adoptivvater der Privatermittlerin Marit Rauch Iversen ist darunter. Schnell ergibt sich ein Zusammenhang, denn die Opfer haben als junge Männer in Grönland gearbeitet und kannten sich durch einen sogenannten "Herrenclub". Bei den Nachforschungen eröffnen sich für Marit immer mehr dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit und ihrer eigenen Kindheit. Dieser dritte Band ist teils durchaus als düster zu betrachten, denn er enthält einige mystische Elemente. So spielt ein rachsüchtiger Geist aus der Mythologie der Inuit in Grönland eine wesentliche Rolle, der Anngiaq. An manchen Stellen war mir dies ein wenig zu viel Mystik, da hätte ich mir mehr klassischer Krimi gewünscht. Aber auch viele Informationen über das Verhältnis Dänemark / Grönland waren sehr interessant. Der Leser erfährt dabei, dass die Dänen durchaus keine Waisenknaben im Umgang mit den Inuit waren, sondern ebenso klassische Kolonialherren wie so manche andere Nation. Diese informative Komponente fügt sich sehr gut in den Krimi ein. Auch der Zwiespalt der Ermittler ist gut dargestellt. Zwischen Politik und Verbrechensaufklärung müssen sich diese bewegen, teils sehr emotional, dann wieder mit klarer Linie. In Summe ist dieser dritte Fall für mich ein guter Band der Reihe, teils düster wie man es von skandinavischen Krimis öfter gewohnt ist.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Mittwoch, 20. Mai 2026

Rolf Kalmuczak - Ein Toter stellt die Falle

 


Kurzbeschreibung:

Diamanten-Harry starb im Dezember 1964 bei einem Feuergefecht mit den Cops. Die Beute aus seinem letzten Coup in der Barrows Diamantenschleiferei blieb verschollen. Seine damalige Freundin Helen May wurde nun aus der Haft entlassen und will sich diese schnappen. Denn sie kennt Harrys letztes Geheimnis. Doch auch ein New Yorker Syndikat will die Beute. Jerry Cotton und Phil Decker wollen dies vereiteln und der Bande den Garaus bereiten.

Romandaten:

Band: 589 (Cover stellt Band 495 der 3. Auflage dar)
Seitenanzahl: 68
Produktform: Heftroman
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 1968

Meine Meinung:

"Ein Toter stellt die Falle" war Band 589 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Rolf Kalmuczak. Jerry Cotton und Phil Decker sollen in New York ein Syndikat hochgehen lassen, dass sich auf Rauschgifthandel spezialisiert hat. Doch dann ändert sich der Fokus, nachdem weitere Gauner ins Spiel kommen. Plötzlich wollen alle einen Diamantenschatz im Wert von rund einer Millionen Dollar ausfindig machen. Dass alle Beteiligten gegeneinander agieren, spielt den beiden G-Men in die Karten. Und so können sie mit einem Schlag viel mehr erreichen, als ursprünglich vorgesehen. Das Katz und Maus Spiel zwischen allen Beteiligten ist in diesem Heftroman gut dargestellt. Dadurch liest sich dieser Band flüssig und hat dabei auch den Charme der 60er Jahre.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Sonntag, 17. Mai 2026

Karen Sander - Die Tiefe: Verloren

 


Kurzbeschreibung:

Sieben Morde gehen bereits auf das Konto des unbekannten Serientäters. Die Soko um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger sucht fieberhaft nach dem Täter, aber es gibt keine heiße Spur. Parallel versucht Mascha herauszufinden, wer die unbekannte Frau ist, die sie seit Wochen stalkt und mindestens einmal in ihre Wohnung eingedrungen ist. Als ein achtes Opfer gefunden wird und erneut ein verschlüsselter Brief auftaucht, begreifen Mascha und Tom endlich, was es mit dem Rachefeldzug auf sich hat. Und Mascha hat auch einen Verdacht, wer hinter den Taten stecken könnte. Die Zeit drängt, denn wenn sie richtigliegt, wird es weitere Opfer geben. Allerdings ahnt Mascha nicht, dass sie ebenfalls auf der Liste des Mörders steht. Als sie endlich die volle Wahrheit begreift, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
ISBN: 9783499016127

Meine Meinung:

"Die Tiefe: Verloren" ist der neunte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der Abschlussband der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Noch immer tappt die Soko "Himmel und Hölle" im Dunkeln bei der Suche nach dem Serientäter. Immer wieder ergeben sich Ansätze, aber die heiße Spur lässt auf sich warten. Doch dann ergeben sich erste konkrete Hinweise und es scheint als dass die Zusammenhänge in der Vergangenheit zu finden sind. Auch in diesem Abschlussband der "Die Tiefe"-Trilogie ist die Spannung greifbar. Der Ermittlungsdruck, der auf der Soko lastet, ebenso das ständige Rätseln über den Täter. Zwar zwang sich mir früh ein Verdacht als Bauchgefühl auf, doch wie letztendlich alles zusammenhängt, wurde geschickt bis zum Ende verschleiert. Ebenso das private Umfeld von Engelhardt und Krieger wurde wieder gut in die Story eingebettet. Nicht übermäßig, genau mit der richtigen Portion. Speziell im Fall Mascha Krieger bleibt es hier weiter spannend und ein Cliffhanger am Ende des Buches lässt Raum für weitere Spekulationen. Insgesamt wieder ein weiterer guter Krimi aus der Engelhardt & Krieger Reihe, der ich als Leser sicherlich treu bleiben werde und mich auf weitere Bände freue.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Freitag, 15. Mai 2026

Ralf Langroth - Schwarzer Samstag

 


Kurzbeschreibung:

September 1962: Philipp Gerber, gerade zum Kriminalrat befördert, ist in den Flitterwochen – mit Journalistin Eva Herden, die inzwischen für das Bonner Spiegel-Büro arbeitet. Doch die glückliche, sorgenfreie Zeit währt nur kurz: In Deutschland herrscht aufgrund der Kuba-Krise Panikstimmung, es grassiert die Furcht vor einem Einmarsch der Sowjets oder gar einem Atomschlag. Während Eva über die Kuba-Krise berichten soll und nach Havanna reist, jagt Philipp in Hamburg eine Organisation, die Waffen nach Kuba schmuggelt – und gerät mitten ins Kiez-Mileu und in die Spiegel-Affäre um Franz Josef Strauß und Rudolf Augstein – eine der bis dahin größten innenpolitischen Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik.

Buchdaten:

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
ISBN: 9783499018664

Meine Meinung:

"Schwarzer Samstag" ist der fünfte Band der Philipp-Gerber-Reihe von Ralf Langroth (ein Pseudonym von Jörg Kastner). Kriminalrat Gerber wird nach Hamburg beordert, um dort Waffenschmugglern auf die Spur zu kommen. Zeitgleich wird seine frisch angetraute Ehefrau Eva Herden als Reporterin des Spiegelmagazin für ein Interview nach Kuba gesandt. Dort soll sie mit Fidel Castro ein Exklusivinterview führen. Schnell führen die Spuren und Verwicklungen zusammen und beide müssen unabhängig voneinander sich der gefährlichen Situation stellen. Denn es ist Oktober 1962, als die Welt am Abgrund und ihre Zukunft auf dem Spiel steht. Bereits zum fünften Mal lässt Ralf Langroth seinen Protagonisten ermitteln. Eingebettet inmitten der Kuba-Krise und der in Deutschland als Spiegel-Affäre bekannten Ereignisse geht es um Waffenschmuggel und die Vorherrschaft um Macht und Ideologie. Das Ringen um einen nahenden Atomkrieg und das politische Tauziehen zwischen dem jungen amerikanischen J.F. Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Chruschtschow, dazwischen in Kuba der Revolutionär Fidel Castro und in der Bundesrepublik ein Kanzler Adenauer und dessen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, der seinen eigenen Angriff auf die Pressefreiheit durchführte. Diese Gemengelage an historischen Ereignissen Anfang der 60er Jahre bilden den Rahmen für diesen Roman. Dabei gelingt es dem Autor diese bildhaft und absolut spannend in Szene zu setzen. Hat man mit diesem Buch zu lesen begonnen, kann man dann auch fast nicht mehr davon loslassen. An den verschiedenen Handlungsorten ist jeweils die Anspannung der Situation absolut greifbar zu spüren und man versinkt in die Ereignisse rund um den "Schwarzen Samstag". Für mich ein absolut gelungener neuer Fall aus dieser Buchreihe, der mir bestens gefallen hat. Klare Leseempfehlung!

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Sonntag, 26. April 2026

Oliver Pötzsch - Das Buch des Totengräbers

 


Kurzbeschreibung:

1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hochgebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet – jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber hat schon Leichen in jeder Form gesehen, kennt alle Todesursachen und Verwesungsstufen. Er weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun …

Buchdaten:

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2021
ISBN: 9783864931666

Meine Meinung:

"Das Buch des Totengräbers" ist der erste Band der Totengräber-Serie von Oliver Pötzsch. 1893 im herbstlichen Wien wird im Prater die Leiche einer Dienstmagd aufgefunden. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, das die Frau gepfählt wurde. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt ist soeben aus Graz angekommen um seine Stelle als Polizeiagent in Wien anzutreten. Mit seinen modernen Methoden der Tatortanalyse schafft er sich aber gleich Feinde innerhalb den eigenen Polizeireihen. Und währenddessen ist dieser Mord nur der Beginn einer unheimliche Serie. Verbündete findet von Herzfeldt daher bei den Ermittlungen nur in dem eigenwilligen Totengräber Augustin Rothmayer und der Telefonistin Julia Wolf. Oliver Pötzsch beginnt mit diesem Fall für Leopold von Herzfeldt eine neue Reihe im  historischen Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Atmosphärisch fängt er dabei den Leser ein, wenn er in den Herbsttagen Stimmungen auf dem Wiener Zentralfriedhof oder im Prater beschreibt. Dazu Charaktere, die in ihren Wesen teils unterschiedlicher nicht sein können und aufeinanderprallen. Daraus entsteht eine Kombination, die einen beim Lesen in das damalige Wien abtauchen lässt. Obwohl ich früh einen Verdacht bzgl. des Täters hatte, der sich letztendlich bestätigte, war die Story immer kurzweilig. Auch der technische Wandel dieser Zeit wurde gut eingefangen. In Summe ein spannender historischer Krimi und eine Auftakt dieser Reihe, bei der ich sicherlich weitere Bände lesen werde.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Sonntag, 19. April 2026

Sabine Weiß - Brennende Gischt

 


Kurzbeschreibung:

Tödlicher Sturm über Sylt: Ein Pastor wird ermordet, eine Insel schweigt – und Kommissarin Liv Lammers kämpft gegen die Schatten der Vergangenheit. Die Nordsee peitscht, der Wind trägt Geheimnisse – und in einer ausgebrannten Reetdachkate in Braderup wird eine Leiche entdeckt. Pastor Hark Casabione, angesehen, beliebt – brutal erschlagen. Kommissarin Liv Lammers, selbst auf Sylt geboren, kehrt widerwillig auf die Insel zurück. Die Ermittlungen führen sie durch stürmische Nächte, in denen nicht nur das Meer, sondern auch die Menschen auf Sylt unberechenbar werden. Liv stößt auf eine Mauer aus Schweigen, alte Feindschaften und neue Gier. Ein anonymes Erbe, ein verschwundener Flanierstock, eine Haushälterin auf der Flucht – nichts ist, wie es scheint. Während die Insel im goldenen Herbstlicht glänzt, wachsen unter der Oberfläche Misstrauen und Angst. Jeder könnte der Täter sein: der eifersüchtige Gärtner, die schweigsame Witwe, oder jemand, der noch tiefer in der Geschichte der Insel verwurzelt ist.

Buchdaten:

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 29. März 2018
ISBN: 9783404176670

Meine Meinung:

"Brennende Gischt" ist der zweite Band der Liv-Lammers-Reihe von Sabine Weiß. Bei Löscharbeiten finden Feuerwehrleute in einer stürmischen, regnerischen Nacht im Keller eines verlassenen Hauses eine Leiche. Dass es sich nicht um  einen tragischen Unfall handeln kann, steht schnell fest (Info Klappentext). Verletzungen weißen darauf hin, dass hier jemand zuvor verzweifelt um sein Leben gekämpft hat. Liv Lammers und ihre Kollegen von der Flensburger Kripo ermitteln erneut auf der Insel Sylt. Kein einfacher Ort für Lammers, denn nicht nur die Ermittlungen decken nach und nach Abgründe auf, auch sie selbst muss sich erneut ihrer familiären Vergangenheit in ihrer alten Heimat stellen. Und schon bald steht sie beruflich wie privat immer wieder zwischen den Fronten. Dieser Krimi weißt viele spannende Elemente auf, aber teilweise verliert er sich auch zwischen den verschiedenen Verhören und Ermittlungsansätzen im ersten Drittel. Dann ändert sich dies aber komplett und die Story nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Ermittlungen werden immer zielführender, Geheimnisse mehr und mehr gelüftet und die Dramatik steigt von Seite zu Seite. Genau dies macht diesen Fall wieder für den Leser spannend und lässt einen flüssig durch die Zeilen fliegen. Letztendlich für mich eine gelungene Fortsetzung und ich freue mich schon darauf weitere Bände zu lesen.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Sonntag, 12. April 2026

Astrid Schwikardi - Uterus

 

Kurzbeschreibung:

Die Studentin Sophie Reuter wird bewusstlos in einem Fitnessstudio aufgefunden und leidet seitdem an einer retrograden Amnesie. Das Einzige, woran sie sich erinnert, ist, dass sie mit ihrer Freundin Katharina Bernstein verabredet war, die aber seitdem spurlos verschwunden ist. Weitere Vermisstenanzeigen junger Frauen folgen, und so übernimmt Mark Birkholz, Kriminaloberkommissar bei der Kölner Kripo, die Ermittlungen, als die Leiche einer vermissten Frau brutal ermordet auf einer Waldlichtung im Königsforst gefunden wird. Nur kurze Zeit später findet er in unmittelbarer Nähe des Fundortes eine weitere Leiche: Katharina Bernstein. Für Birkholz scheint der Fall klar: das Werk eines Ritualmörders. Doch eine grausame Entdeckung des zuständigen Rechtsmediziners lenkt sie in eine ganz andere Richtung. Ohne Vorwarnung wird Mark mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit seinen inneren Dämonen, die er über Monate hinweg verdrängt hatte ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 234 Seiten
Verlag: Mainbook
Erscheinungsdatum: 8. März 2019
ISBN: 9783947612468

Meine Meinung:

"Uterus" ist der erste Band der Kommissar-Birkholz-Reihe von Astrid Schwikardi. In Köln gibt es immer wieder Vermisstenfälle von jungen Studentinnen. Als im Königsforst, einem Waldgebiet bei Köln, vergrabene Frauenleichen entdeckt werden, ist ein erster Zusammenhang erkennbar. Scheinbar treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Mark Birkholz von der Kölner Kripo nimmt mit seinen Kollegen die Ermittlungen auf. Brisant dabei, die Leichen weisen Verstümmelungen im Genitalbereich auf, die schlimmste Erinnerungen in ihm wecken. Dann vor einem Jahr wurde seine eigene Schwester ebenfalls getötet und verstümmelt. Astrid Schwikardi beginnt mit "Uterus" eine Köln-Krimireihe rund um ihren Ermittler Mark Birkholz und die Staatsanwältin Maja Reinhold. Dabei entwickelt sich nicht nur der Kriminalfall in eine neue Richtung als anfangs vermutet, auch die Protagonisten erfahren im Privaten eine Veränderung. So ergeben sich für den Leser einige Wendungen, mit denen nicht auf Anhieb zu rechnen ist. Dies macht die Story abwechslungsreich. Die Spannung kommt dabei nicht zu kurz. Auch wenn die Polizeibeamten teils bei ihren Ermittlungen Wege einschlagen, die eher Actionfilmen entsprechen würden, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Denn die Story des Kriminalfalles ist in sich stimmig und das Spannungsniveau ist durchgängig auf hohem Level. In Summe daher ein fesselnder Fall, der das Krimiherz begeistert.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Freitag, 20. März 2026

Eva Reichl - Zwei Leichen zum Prosecco

 


Kurzbeschreibung:

Im Kürnbergwald stoßen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihr Vater Gustav beim Spaziergang auf eine grausam zugerichtete männliche Leiche. Zwei Tage später wird unweit des ersten Tatorts ein weiterer Toter entdeckt. Es scheint keine Verbindung zwischen den Mordopfern zu geben, und alle Verdächtigen verfügen über Alibis. Während Lotta verzweifelt nach einem Muster sucht, stiftet Gustav Chaos: Ausgerechnet mit einer der trauernden Witwen trifft er sich und bringt damit nicht nur die Ermittler, sondern auch Lottas Geduld an ihre Grenzen. Ein rätselhafter Fall, ein Vater mit eigenen Plänen und ein Mörder, der mehr zu verbergen hat, als jemand ahnt.

Buchdaten:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 11. März 2026
ISBN: 9783839280591

Meine Meinung:

"Zwei Leichen zum Prosecco" ist der zweite Band der Chefinspektorin Lotta Meinich Reihe von Eva Reichl. Bei einem Spaziergang im Kürnbergwald stolpert die Chefinspektorin Lotta Meinich mit ihrem Vater Gustav über eine Leiche. Ein Mann, so scheint es, wurde im Overkill mit etlichen Messerstichen getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen Juwelier handelt. Hat die Tat mit seinem Beruf zu tun oder ist das Motiv woanders zu suchen? Nur zwei Tage später wird eine ebenso entstellte männliche Leiche erneut im Kürnbergwald aufgefunden. Spätestens jetzt muss man eventuell von der Tat eines Serientäters ausgehen. Eva Reichl inszeniert mit diesem Krimi ein Setting, dass für den Leser etliche Möglichkeiten von Motiv und Täter offen lassen. Gemeinsam mit der Chefinspektorin grübelt man in welche Richtung es gehen könnte. Die hat es auch noch mit einem übereifrigen Praktikanten und ihrem Vater als Witwentröster zu tun. Eine Konstellation, die durchaus gelungen ist und bei der man als Leser schon mal schmunzeln muss. Doch trotz Schmunzelfaktor mangelt es diesem Krimi auch nicht an Spannung  und die Lösung des Falles offenbart sich lange nicht. Zwar war ich im letzten Drittel schon auf der richtigen Spur, doch blieb das Geschehen bis zuletzt fesselnd. Für mich ein sehr guter Oberösterreich-Krimi, bei dem ich mich über weitere Fälle der Chefinspektorin Meinich freuen würde.

Bewertung auf meiner Skala:

95%