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Donnerstag, 7. Mai 2026

Alex Lukeman - Die Lanze

 


Kurzbeschreibung:

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges arbeiten ranghohe Funktionäre des Dritten Reiches fieberhaft daran, die wertvollsten Artefakte außer Landes zu schaffen. Ein SS-General wird damit beauftragt, die Heilige Lanze – jene Waffe, mit der Longinus den sterbenden Jesus am Kreuz in die Seite gestochen haben soll und die ihrem Besitzer der Legende nach unglaubliche Macht verleiht – im ewigen Eis der Antarktis zu verstecken. Nun, Jahrzehnte später, taucht die Lanze wieder auf, und mit ihr ein von langer Hand vorbereiteter Plan, die Länder des Mittleren Ostens gegeneinander aufzuhetzen und schließlich sogar Amerika in die Knie zu zwingen. Die Verschwörer sind selbst im Weißen Haus zu finden, und nur Nick Carter, Selena Connor und das Project-Team können die neuen Träger der Lanze noch aufhalten.

Buchdaten:

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Luzifer
Erscheinungsdatum: 31. Januar 2018
ISBN: 9783958352865

Meine Meinung:

"Die Lanze" ist der zweite Band der Project-Reihe von Alex Lukeman. Als der amerikanische Präsident in Israel auf dem Tempelberg eine Rede halten soll, kommt es zu einem verheerenden Bombenanschlag. Nur mit Glück und dank des Einsatzes von Nick Carter, einem Ex-Marine, kann der Präsident dem Anschlag entkommen. Gegenseitige Beschuldigungen von Muslimen, Juden und Christen führen zu einem Konflikt großen Ausmaßes in der Region. Die Welt steht am Abgrund vor einem dritten Weltkrieg und im Hintergrund werden die Fäden von einer Organisation gezogen, die das vierte Reich errichten will. In diesem zweiten Auftrag des Project-Teams hat Alex Lukeman ein Szenario entwickelt, dass aktuell unter den Ereignissen in der Straße von Hormus nicht aktueller sein könnte. Dabei verwebt er historische Fakten mit Okkultismus des dritten Reiches, sowie Terror und Verschwörung bis in die höchsten Kreise im Oval Office. Entstanden daraus ist ein actiongeladener Abenteuerroman, der Elemente von "Indiana Jones" enthält. Seine Spezialeinheit, die ausschließlich dem Präsidenten der USA untersteht, agiert dabei weltweit. Die Kapitel sind kurz, die Geschwindigkeit der Ereignisse hoch. Stakkatoartig gerät der Leser dabei in den Trubel des Geschehens und kann erst am Ende des Buches aufatmen. Ein klassischer amerikanischer Heldenroman im Stile von Clive Cussler, aber einfach gut. Alex Lukeman und sein Project-Team gefallen mir, besonders die Verbindung aus Abenteuer und Action.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Freitag, 27. März 2026

Alex Lukeman - Weisser Jade


Kurzbeschreibung:

Vor dem Hintergrund eines internationalen Machtspiels spannt PROJECT: WEISSER JADE ein Netz aus Täuschung und Mord um den Globus. Nick Carter, ehemaliger Aufklärungs-Marine, dessen Vergangenheit ihm unzählige körperliche und seelische Narben bescherte, arbeitet für das PROJECT, eine geheime Einheit zur Bekämpfung des Terrorismus, die direkt dem Präsidenten unterstellt ist. Selena Connor, eine gutaussehende, starke und fähige Sprachwissenschaftlerin, findet sich plötzlich inmitten seiner gefährlichen und gnadenlosen Welt wieder, als ihr wohlhabender Onkel von jemandem auf grausame Weise ermordet wird, der auf der Suche nach einem altertümlichen Buch über das Elixier der Unsterblichkeit ist. Nick wird beauftragt, Selena zu beschützen und ihr bei der Wiederbeschaffung des verschwundenen Textes zu helfen. Es ist der Beginn eines Abenteuers auf Leben und Tod, das von San Francisco bis nach Peking und von Washington bis in die geheimen Kammern in Tibet reicht. Jemand möchte in China die Macht an sich reißen und plant einen Angriff auf Amerika – und Nick und Selena stehen dabei mitten in der Schusslinie. Internationale Intrigen, Terroranschläge und die Bedrohung eines atomaren Krieges bilden den Kern dieses rasanten Thrillers, dem ersten Teil der Reihe um Nick, Selena und dem PROJECT.

Buchdaten:

Taschenbuch: 308 Seiten
Verlag: Luzifer
Erscheinungsdatum: 24. November 2023
ISBN: 9783958351585

Meine Meinung:

"Weisser Jade" ist der erste Band der Project-Reihe von Alex Lukeman. Nick Carter, ein Ex-Marine, ist nun für die Geheimorganisation PROJECT im Dienst. Diese ist neben CIA, FBI und Homeland eine Einheit, die direkt dem Präsidenten der USA unterstellt ist. Ein altertümliches Buch stellt den Mittelpunkt seines Einsatzes dar. Denn dafür wurde gemordet und es scheint ein Geheimnis über die Unsterblichkeit zu verbergen. Die Sprachwissenschaftlerin Selena Connor steht ihm zur Seite und zugleich gerät diese in den Strudel, der ein Kampf um Leben und Tod zu sein scheint. Denn die Attentäter haben nichts anderes im Sinn als eine neue Weltordnung zu erschaffen. Alex Lukeman hat mit dieser Reihe eine Mischung aus Thriller, Abenteuer- und Spionageroman kreiert. Eine Brise James Bond, etwas Rambo und ein wenig Indiana Jones ist dabei das Rezept. Dabei liest sich dieser Roman flüssig, führt den Leser in die Welt von PROJECT ein. Schauplätze sind die USA und China. Zum Start in diese Reihe hat mir dieser Roman gut gefallen, ist aber nicht immer ganz schlüssig. Dennoch erzeugt er durch sein teils hohes Tempo Spannung und lädt dadurch zum Weiterlesen ein. In Summe für mich eine gute Mischung und sicherlich nicht mein letzter Roman aus dieser Reihe, in der mittlerweile aktuell schon zwanzig Bände erschienen sind.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Montag, 5. Januar 2026

Edgar Wallace - Der Diamantenfluß

 


Kurzbeschreibung:

Monate vergingen, die Expedition blieb verschollen. Francis Sutton war, wie zuvor sein Vater, in Afrika verschwunden - auf der Suche nach Diamanten. In London versucht seine Schwester Cynthia, das Geheimnis aufzuklären. Ein gewisser Amber hilft ihr dabei. Er ist ein zwielichtiger Mann, der Gefängnisse nicht nur von außen kennt. Da taucht plötzlich eine genaue Karte des Diamantenflusses auf ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1982
ISBN: 9783442000166

Meine Meinung:

"Der Diamantenfluß" ist einer der Afrikaromane von Edgar Wallace. Ursprünglich erschienen 1913 im Original, in Deutschland erstmalig 1928. Der junge Francis Sutton will sich ebenso auf die Suche nach dem geheimnisvollen Diamentenfluß in Afrika machen, wie bereits sein Vater zuvor. Dieser gilt als verschollen und angeblich tot. Nur dessen Begleiter Whitey und Lambaire kamen damals zurück und beanspruchen die Rechte für die Mine. Aber diesen fehlt ein entscheidendes Element. Eine Karte mit dem zugehörigen Kompass, der den Ort der Diamanten enthält. So schließen sie sich mit Francis Sutton zusammen, um gemeinsam nach Afrika zu fahren. Dessen Schwester Cynthia hat große Zweifel bzgl. der Integrität von Whitey und Lambaire. Doch ihr steht Amber zur Seite, dessen Vergangenheit anscheinend aber auch dunkle Flecken hat. Edgar Wallace galt als Vielschreiber, er veröffentlichte 175 Bücher. Er war einer der größten Kriminalautoren des letzten Jahrhunderts. Dieser Roman zählt aber zu seinen Afrikaromanen. Er ist mehr von Abenteuer geprägt, als von Krimielementen. Zwar gibt es auch die Schurken, doch steht mehr die Jagd nach den Diamanten im afrikanischen Dschungel im Vordergrund. Die Erzählsprache ist dabei ebenso historisch. Vor gut hundert Jahren wurden Sätze anders formuliert. Begrifflichkeiten benannt, die heute sofort die Sittenwächter auf den Plan rufen würden um nach Zensur zu schreien. Die Story ist dabei klassisch englisch und an mancher Stelle auch etwas zäh. Aber wenn Wallace Spannung erzeugte, dann war sie auch auf den Punkt da. In Summe war es interessant mal wieder ein sehr altes Buch zu lesen und zu sehen, wie auch Spannungsliteratur sich in den letzten hundert Jahren gewandelt hat.

Bewertung auf meiner Skala:

75%

Mittwoch, 19. Juni 2024

Gerd Schilddorfer - Der Zerberus-Schlüssel

 


Kurzbeschreibung:

Eine erhängte Mumie in einem verlassenen Haus, geheimnisvolle chinesische Schriftzeichen, drei erdrosselte Männer, die Triaden in Berlin - Kommissar Thomas Calis steht vor einem Rätsel. Dann taucht eine geheimnisvolle Todesliste auf, und mit einem Mal befindet sich Calis' alter Freund John Finch auf einer Jagd nach Geheimnissen aus der Kolonialgeschichte. Denn plötzlich führen die Verbrechen der Gegenwart in die dunkelsten Ecken der Vergangenheit und zu einem Grab, das keiner öffnen möchte ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 816 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2017
ISBN: 9783404175956

Meine Meinung:

"Der Zerberus-Schlüssel" ist der vierte Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Als eine junge Architekturstudentin in Berlin ein halb verfallenes Haus begutachtet, macht sie die grausame Entdeckung einer mumifizierten Leiche, die bereits jahrelang an einem Balken hängt. Davor am Boden auf einem Zettel fixiert drei chinesische Schriftzeichen. Bevor sie die Polizei informiert, nimmt sie diese an sich. Zur gleichen Zeit werden in Berlin mehrere Männer exekutiert, alle auf identische Weise. Kommissar Callis wird auf den Fall angesetzt, tappt aber im Dunkeln bis sich ein sogenannter "Cleaner" dazu bekennt. Gleichzeitig wird in Großbritannien Major Llewellyn eine Namensliste von ehemaligen Ostagenten zugespielt, die alle auf mysteriöse Weise starben. Als auch noch die chinesischen Triaden an allem interessiert sind, wird das ganze zu einem undurchsichtigen Fall, der seine Verbindung anscheinend im dritten Reich hatte als 1940 ein Schiff von den Deutschen im Pazifik aufgebracht wurde. Gerd Schilddorfer springt in diesem Thriller durch einige verschiedene Zeitebenen mit unterschiedlichen Protagonisten. Als Leser muss man sich dabei erst mal zurechtfinden. Ebenso umfasst die Story in Summe gut 800 Seiten, wobei in diesem Band John Finch sehr lange fast nur eine Nebenrolle spielt, bevor auch er vermehrt ins Geschehen eingreift. Dies empfand ich selbst ein wenig schade, denn genau diese Hauptfigur mochte ich doch besonders aus den Vorgängerbänden. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, etliche der Figuren sind einem aus den anderen Bänden bereits bekannt und es ist schön sie auch in diesem Band wieder zu erleben. Obwohl dieser Thriller wieder spannend erzählt ist, hat er aber streckenweise diesmal ein paar Längen. Hier hätten vielleicht ein wenig Straffung gut getan. In Summe ist "Der Zerberus-Schlüssel" wieder ein gelungener Thriller, kommt aber für mich nicht ganz an die Vorgängerbände heran.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Gerd Schilddorfer - Der Nostradamus-Coup

 


Kurzbeschreibung:

Die Prophezeiungen des Nostradamus sind auch heute noch kryptisch. Kein Wunder - hatte Nostradamus sie damals doch selbst gestohlen und die Zeilen nie ganz verstanden ... Als John Finch ein Notizbuch mit verschlüsselten Texten und der Fotografie eines Gemäldes in die Hände fällt, ahnt er nicht, dass es ihn auf die Spur genau dieser Prophezeiungen führt. Und damit zu einem Geheimnis, das so spektakulär und atemberaubend ist, dass John sich bald auf einer gefährlichen Verfolgungsjagd quer durch Afrika und Europa befindet. Denn die Prophezeiungen sind gar keine Voraussagen, sondern eine Schatzkarte zu einem der legendärsten Schätze der Geschichte - mitten in Europa ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 800 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2016
ISBN: 9783404174256

Meine Meinung:

"Der Nostradamus-Coup" ist der dritte Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Als eine alte Douglas DC-3 zum Verkauf steht kann das Fliegerass John Finch nicht widerstehen und schlägt zu. Gemeinsam mit seiner Weggefährtin Amber will er damit von einem Flughafen in der Wüste Libyens starten. Doch als Gaddafis Sohn mitsamt einem seiner Geheimdienstmänner als ungebetene Passagiere die Herrschaft über das Flugzeug nehmen wollen, beginnt für John Finch ein weiteres Abenteuer. Er gelangt in den Besitz eines brisanten Notizbuches, für das sich Geheimlogen, der Vatikan und der IS, aber auch der britische Geheimdienst interessiert. Denn es enthält geheime Botschaften zu den Prophezeiungen von Nostradamus und dem Schatz der Templer. John Finch entfacht damit ein Katz und Maus Spiel der jeweiligen Gegenspieler, dass ihn und seine Mitstreiter ein Abenteuer quer durch Europa erleben lässt. Gerd Schilddorfer begeistert den Leser mit diesem nächsten Band um den Weltenbummler und Fliegerass John Finch, einer Art Indiana Jones der Gegenwart. Die Geschichte bleibt dabei ständig auf einem hohen Spannungsniveau und man fiebert bei Finch und seinen Erlebnissen mit. Dabei wird die Story auf verschiedenen Zeitebenen und aus dem Blickwinkel verschiedener Akteure erzählt. Was anfangs noch Einzelstränge sind, verwebt sich aber bestens miteinander und wird zu einer schlüssigen Story. Mit 800 Seiten ist dieses Buch sicherlich keinerlei Leichtgewicht, aber man wird von Anfang bis Ende darin aufgesogen. Für mich ist auch dieses Abenteuer des John Finch ein absolut gelungener Band und ich freue mich schon auf weitere spannende Abenteuer aus der Feder von Gerd Schilddorfer.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Donnerstag, 9. September 2021

Clive Cussler - Das Orakel des Königs

 


Kurzbeschreibung:

Eine Mädchenschule in Nigeria, die das Schatzjäger-Ehepaar Sam und Remi Fargo finanziert, hat dringend benötigte Hilfsgüter nicht erhalten. Sofort brechen die Fargos auf, um nach dem Rechten zu sehen. Doch kaum sind sie vor Ort, werden sie und mehrere Schülerinnen entführt. Dabei scheinen es die Kidnapper nicht auf Lösegeld abgesehen zu haben, sondern auf den neusten Fund der Schatzjäger. Aber wieso sind die nigerianischen Räuber auf eine alte Schriftrolle aus, die vor 1500 Jahren den Untergang des Königreichs der Vandalen besiegelte?

Buchdaten:

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 19. Juli 2021
ISBN: 9783734108297

Meine Meinung:

"Das Orakel des Königs" ist der elfte Band aus der Fargo-Serie von Clive Cussler und seiner Co-Autorin  Robin Burcell, die diese Reihe seit dem achten Band begleitet. Clive Cussler selbst ist leider im Februar 2020 verstorben bevor dieser Band in Deutschland veröffentlicht wurde. Das Schatzjäger-Ehepaar Sam und Remi Fargo haben das Ziel Afrika. Zum einen finanzieren sie eine Mädchenschule in Nigeria, zum anderen gibt es Probleme an einer Ausgrabungsstätte in Tunesien. Es scheint als dass Gelder der beiden unterschlagen wurden und zugleich kommen Hilfsgütertransporte zur Mädchenschule nicht an ihr Ziel. Beidem gilt es nachzugehen. Kaum in Nigeria angekommen gibt es Probleme für Sam und Remi. Nigerianische Banden überfallen erst den nächsten Transport, aber auch die Mädchenschule. Sam Fargo soll Lösegeld bezahlen für die entführten Mädchen. Als aber noch eine 1500 Jahre alte Schriftrolle ins Spiel kommt, schließt sich der Kreis zur Ausgrabungsstätte in Tunesien. Auf dieser soll ein uralter Fluch liegen, der damals das Ende der Vandalen besiegelte. Für Sam und Remi Fargo ein Abenteuer an mehreren Fronten. Im Prolog beginnt dieser Abenteuerroman in der Vergangenheit und schildert die Vorgeschichte des Fluches und des Untergangs der Vandalen, bevor es zur eigentlichen Story in der Gegenwart kommt. Diese beginnt durchaus interessant und man wartet gespannt auf die kommenden Ereignisse. Was aber temporeich beginnt, verflacht leider im Mittelteil der Geschichte und plätschert für den Leser ohne großem Tempobogen dahin. Auch wird durch die zweigeteilte Handlung für mich zu wenig Fokus auf "Das Orakel des Königs" gelegt. Über lange Strecken stehen die Ereignisse an der nigerianischen Mädchenschule im Vordergrund. Zu Schulzeiten war "Themaverfehlung" in rot angeschrieben das Stichwort. Aber zum Glück ist dies nicht bis zum Ende so und der Roman zieht auch im letzten Drittel wieder deutlich an. Dies ist auch der Moment wo man als Leser wieder flüssig durch die Seiten kommt und die Story aufmerksam verfolgt. In Summe für mich ein solider, aber teils zäher Abenteuerroman der mich nicht vollständig überzeugen konnte.

Bewertung auf meiner Skala:

70%

Montag, 8. März 2021

Gerd Schilddorfer - Heiß

 


Kurzbeschreibung:

Eine mörderische Jagd nach dem größten Geheimnis der Antike.
Ein alter, weiser Künstler im Hindukusch, grausam ermordet. Eine schöne Archäologin, niedergestochen in Alexandria. Ein Berliner Nachtwächter mit durchgeschnittener Kehle. Die Spuren führen zu einem sagenumwobenen Grab in der Sahara, seit Jahrhunderten bewacht von Skorpionen, dessen Geheimnis so kostbar ist, dass Menschenleben wenig zählen ...
John Finch, der nicht mehr ganz junge, dafür umso tollkühnere Pilot, erhält einen fast unmöglichen Auftrag: Er soll den Polizeichef einer pakistanischen Kleinstadt ausfliegen, der hinter dem Mord an dem alten Mann westliche Geheimdienste vermutet und so plötzlich zum Gejagten wird. Für Finch ist kein Auftrag zu gefährlich - doch in Europa angekommen, beginnt für Finch und seine Verbündeten ein Wettlauf um ihr Leben. Sie haben in ein Wespennest gestochen: Ihre Gegner sind nichts weniger als dem unbekannten Grab Alexanders des Großen und einem verschwundenen Geheimdienstarchiv auf der Spur. Eine atemlose Jagd rund um den Globus und quer durch die Zeiten beginnt ...

Buchdaten:

Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (Neuauflage bei Lübbe)
Erscheinungsdatum: 16. August 2013
ISBN: 9783455404265

Meine Meinung:

"Heiß" ist der zweite Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Den alten Haudegen und Piloten zieht es zurück zu seinen Wurzeln nach Nordafrika. In der neu erbauten Bibliothek in Alexandria wird die Leiterin der Manuskriptensammlung bei einem Raubüberfall schwer verletzt und ein geheimnisvolles Manuskript ist plötzlich verschwunden. Für Finch etwas persönliches, denn die Frau hat er als kleines Mädchen schon einmal gerettet. Gleichzeitig geschieht in Berlin ein brutaler Mord an einem Wachmann und in Pakistan muss ein Polizist bei Ermittlungen an einem Mord um sein Leben fürchten. Es scheint dass Geheimdienste seinen Tod wünschen. Und so setzt der englische Geheimdienst auf die Fähigkeiten von Finch den Mann aus Pakistan zu retten und auszufliegen. Aber damit beginnt eine Hetzjagd über den Globus für John Finch und seinen Auftraggeber Major Llewellyn. Es scheint dass der Feind in den eigenen Reihen zu suchen ist. Gerd Schilddorfer lässt den Leser wieder in mehrere verschiedene Handlungsstränge in der Gegenwart und der Vergangenheit eintauchen. Dabei bleibt es wieder sehr lange vollkommen undurchsichtig, wie diese zusammenhängen. Doch in jedem Strang für sich überschlagen sich die Ereignisse, man grübelt wie alles miteinander verbunden ist und findet es doch nicht heraus. Dabei ist Spannung stets garantiert und erst nach gut zwei Drittel erkennt man Zusammenhänge. Genau dies fasziniert mich beim Lesen, diese langsame Hinführen an die Auflösung. Die Geschichte ist komplex, die Kapitel kurz gehalten. Und so springt man immer wieder zwischen Handlungsorten und Geschehen wie es auch schon im Vorgängerband war. Auch hält die Geschichte immer wieder Überraschungen bereit, mit denen man so nicht gerechnet hat. John Finch, diese Mischung aus Indiana Jones und Top Gun Pilot Maverick gepaart mit Geheimdienstaktivitäten lässt auch diesen zweiten Band wieder zu einem spannenden Pageturner werden. Absolutes Lesevergnügen für jeden dem wie mir solch eine Kombination gefällt.

Bewertung auf meiner Skala:

100%


Freitag, 25. Dezember 2020

Gerd Schilddorfer - Falsch

 


Kurzbeschreibung:

Ein blutiger Überfall im kolumbianischen Dschungel. Drei codierte Botschaften, von Brieftauben in die Welt getragen. Ein Vermögen für die Entschlüsselung der Nachrichten ...
Der Abenteurer und Pilot John Finch macht sich in Begleitung der attraktiven Fiona Klausner und einer durch das Schicksal zusammengeschweißten Truppe auf die Jagd nach den Botschaften und auf den Weg nach Europa, um ein spektakuläres Geheimnis aus der Nazizeit zu ergründen. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen übermächtige Gegner.

Buchdaten:

Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Erscheinungsdatum: 13. August 2012
ISBN: 9783455403855

Meine Meinung:

"Falsch" ist der erste Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Ein alter Mann wird im kolumbianischen Dschungel in seiner Hütte überfallen. In letzter Minute schickt er drei Brieftauben in den Himmel und richtet sich selbst bevor er ein Geheimnis ausplaudern kann. Die Tauben erreichen mit ihren drei Hinweisen Bogota, Medellin und Sao Gabriel, wo drei Freunde aus alter Zeit ihre Heimat fanden. Zur gleichen Zeit am Münchner Flughafen als eine Diamantenraub gerade noch vereitelt wird. Warum interessieren sich die Yakuza, MI5 und weitere dubiose Personen für all dies? Es scheint, dass der Ursprung des Geheimnis weit in der Vergangenheit liegt. Der alternde Pilot und Abenteurer John Finch wird in Südamerika von einem der Freunde für eine horrende Summe engagiert, um die beiden anderen Hinweisträger zu ihm zu bringen. Denn nur gemeinsam können sie das Geheimnis lüften. Und alle sind verbunden durch ein gemeinsames Kriegsschicksal. Doch bevor Finch's Auftrag erfüllt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus. Gerd Schilddorfer erzählt diese Story über drei verschiedene Zeitebenen und Orten total verstreut über die Welt. Was anfangs noch ein großes Fragezeichen für den Leser ist, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen könnten, wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Dabei verwebt er reale historische Ereignisse wie das Ende des Zarenreichs, die Geldfälschaktion "Operation Bernhard" der Nazis oder das Flugzeugunglück in Mir 2009 mit der fiktiven Story rund um das Geheimnis der vier Auswanderer in Südamerika. John Finch ist dabei Pilot eines Wasserflugzeugs, der viele Jahre schon in Nordafrika und anderswo in diversen gefährlichen Missionen unterwegs war. Derzeit hat ihn das Schicksal nach Südamerika verschlagen. Für mich hat er ein wenig etwas von Indiana Jones. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur ein Thriller für mich, sondern hat auch einen Touch von Abenteuerroman. Aber diese Mischung gefällt mir extrem gut. Von Anfang bis Ende empfand ich es sehr spannend, flüssig zu lesen und als rasanten Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und definitiv werde ich die Folgebände des Whisky trinkenden Abenteurer und Piloten John Finch lesen.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Freitag, 25. Oktober 2019

Thomas Erle - Das Lied der Wächter - Das Gesetz


Kurzbeschreibung:

Nach vielen Irrwegen glaubt sich Felix endlich am Ziel seiner abenteuerlichen Reise - er hat seine Eltern gefunden, die vor 16 Jahren bei einer Atomkatastrophe verschwunden sind. Doch was hat es mit der unsichtbaren Kraft auf sich, die alles Leben im Sperrgebiet bedroht? Felix will auch dieses Rätsel lösen. Was er unterwegs erlebt, erschüttert ihn derart, dass er kurz davor ist aufzugeben und über den Sperrzaun in die nahe Schweiz zu flüchten. Aber eine unerwartete Begegnung zwingt ihn, seine Pläne zu ändern. Felix weiß jetzt, dass sein Weg noch nicht zu Ende ist …

Buchdaten:

Taschenbuch: 416 Seiten
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2019
ISBN: 9783839223604

Meine Meinung:

"Das Gesetz" ist der dritte Band der Das-Lied-der-Wächter-Trilogie von Thomas Erle. Dabei war  ich gespannt, was mich im Abschlussband erwartet. Noch immer weiß der Leser nicht, was es mit der unheimlichen Kraft im Schwarzwald auf sich hat. Felix trifft wieder auf Chiara, die von den Soldaten gefangen wurde und anscheinend nur noch eine willenlose Hülle ist. Er setzt alles daran sie zu befreien und in ihr altes Leben zurückzuholen. Auch wie schon in den beiden Bänden vorher wird der Leser von Personen Abschied nehmen müssen und neue treten in Erscheinung. Dies ist immer wieder Felix Weg durch die Geschichte geschuldet. Auf alle Fälle muss man aber die Bände in der nötigen Reihenfolge lesen, denn die drei Bände bilden eine in sich abgeschlossene Geschichte. Felix ist getrieben von seiner Aufgabe, als Leser spürt man dies eindeutig. Auch klärt sich so manche Frage bzgl. des Ursprungs der unheimlichen Kraft. Und trotzdem wurden am Ende nicht alle meiner offenen Fragen geklärt. Dies lies mich dann ein klein wenig ratlos zurück, was schade ist. Hier hätte ich mir gewünscht zu erfahren wie es in Felix Leben weitergeht oder was letztendlich die Kraft genau ist. Man hat zwar eine Vorstellung, aber sicher bin ich mir nicht. Auch wie es mit der Zone an sich endet wäre interessant gewesen. Also genügend Stoff für einen weiteren Band, aber dies war ja schon das Ende. Das Buch lässt sich wieder flüssig lesen, knüpft gut an die Vorgängerbände an. In Summe eine gute Trilogie, aber am Ende mit ein paar offen Fragezeichen.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Montag, 18. März 2019

Thomas Erle - Das Lied der Wächter - Der Gesang


Kurzbeschreibung:

Auch 16 Jahre nach dem verheerenden Atomunfall gilt der Schwarzwald als verstrahlt und unbewohnbar. Auf der Suche nach seinen seit der Katastrophe verschollenen Eltern dringt Felix immer tiefer in das Sperrgebiet vor. Er trifft auf Gutes und Bedrohliches und lernt auch mit dem ihm Unverständlichen umzugehen. Doch nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen haben sich völlig verändert. Immer wieder begegnet Felix dem unheimlichen Gesang, einer Kraft, die niemand erklären kann, und die alles Leben bedroht …

Buchdaten:

Taschenbuch: 412 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum: 13. März 2019
ISBN: 9783839223543

Meine Meinung:

"Der Gesang" ist der zweite Band der Das-Lied-der-Wächter-Trilogie von Thomas Erle. Auch wie schon im ersten Band ist dieses Buch ebenfalls in drei Kapitel unterteilt, die nahtlos an die Geschehnisse aus Band Eins anschließen. Der 16-jährige Felix ist weiterhin auf der Suche nach seinen Eltern. Anfangs beginnt dies für den Leser ein wenig schleppend, denn man begleitet den Protagonisten eher nur auf seinem Weg durch den Schwarzwald. Aber mit zunehmender Seitenzahl geschehen wieder diverse Ereignisse und auch neue Personen treten in Erscheinung. So erlebt man mit Felix weitere Abenteuer, die dann wieder Spannung in die Geschichte bringen. Was es mit der Spinne und dem unheimlichen Gesang auf sich hat, bleibt aber weiterhin verborgen. Interessant ist auch diesmal, das Felix weiterhin den jeweiligen Charakteren anscheinend nur auf eine gewisse Zeit begegnet. Immer wieder muss er sich trennen um sein Ziel weiter zu verfolgen. Und letztendlich führt es ihn an den gesuchten Ort. Völlig offen bleibt aber wie es für ihn weitergeht und wie alles miteinander verwebt ist. Der Leser muss auf die Auflösung im abschließenden Band der Trilogie warten. Wichtig ist, das man unbedingt mit dem ersten Band zu lesen beginnen muss. Ein Quereinstieg in diesen Band wäre nicht sinnvoll, den die Geschichte baut logisch aufeinander auf. Gut gefällt auch, dass der noch unbedarfte Felix aus dem ersten Band hier eine Entwicklung durchlebt. Er weiß die Gefahren besser einzuschätzen, um sein Vorankommen zu sichern. In Summe hinterlässt bei mir dieser zweite Band noch etliche offene Fragen. Aber dies ist gut, denn damit bleibt die Vorfreude auf den Abschluss der Trilogie erhalten. Man darf also gespannt sein auf September 2019, wenn "Das Gesetz" das Lied der Wächter auflöst.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Thomas Erle - Das Lied der Wächter - Das Erwachen


Kurzbeschreibung:
 
Seit einem verheerenden Atomunfall vor 16 Jahren gilt der Schwarzwald als unbewohnbar – die Bevölkerung wurde evakuiert und die gesamte Region zur Sperrzone erklärt. Die Menschen waren zunächst verunsichert, haben sich aber nach über einem Jahrzehnt wieder eingerichtet in ihrer heilen Welt. Doch die Regierung spielt seit Jahren ein falsches Spiel. Denn die Gefahr, die in dem verstrahlten Gebiet lauert, ist so viel größer, als sich die Menschen vorstellen können: Eine unerklärliche Kraft scheint alles Leben zu bedrohen …
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 380 Seiten
Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2018
ISBN: 9783839223376
 
Meine Meinung:
 
"Das Erwachen" ist der erste Band der Das-Lied-der-Wächter-Trilogie von Thomas Erle. Die Geschichte ist dabei in drei Abschnitte gegliedert. Nadja und Martin, ein junges Ehepaar sind gemeinsam auf Wandertour im Schwarzwald. Es ist ihre erste längere Tour, wenige Monate nach der Entbindung ihres kleinen Sohnes Felix, der an dem Tag bei guten Freunden untergebracht ist. Doch dieser Wanderausflug nimmt eine unerwartete Wendung...
16 Jahre später, Felix kann kaum seinen Geburtstag erwarten. Da erfährt er von der Frau, die er für seine Mutter hielt, dass seine Eltern damals auf einer Bergtour unterwegs waren und seither als vermisst gelten. Vermisst in einem Gebiet, dass nach einem Atomunfall als verstrahlt und unbewohnbar gilt. Nach der Totalevakuierung der Bevölkerung hatten die Behörden das gesamte Gebiet zur Sperrzone erklärt. Felix, besessen von der Idee das seine Eltern leben könnten, begibt sich auf seine abenteuerliche Suche. Es gelingt ihm in die Sperrzone vorzudringen, wo er auf Lena trifft. Ein Mädchen, dass ihr ganzes Leben darin verbrachte. Es scheint, es gab niemals einen Atomunfall und das die Regierung etwas viel Mysteriöseres verschleiern will. Und so dringt Felix immer weiter in das Sperrgebiet vor, angetrieben von der Suche nach seinen Eltern. Bekannt für gute Krimiliteratur beschreitet der Gmeiner-Verlag gemeinsam mit Thomas Erle hier einen neuen Weg. Unter dem Label "Spannung" ist dieser Roman veröffentlicht. Doch diese Geschichte lässt sich für mich nicht so einfach einordnen. Vielmehr bietet sie verschiedenste Elemente: Ein spannender abenteuerlicher Jugendthriller mit etwas Phantastik, Dystopie und Sci-Fi, irgendwie ein Mix aus allem. Den jungen, oft impulsiv handelnden Felix aber als Leser durch den Schwarzwald zu begleiten, macht Spaß. Flüssig liest sich die Geschichte und man ist neugierig was sich hinter den "Wächtern" verbirgt. Aber geschickt lässt dies natürlich der Autor in seinem Auftaktband dieser Trilogie im Verborgenen. Man darf also neugierig sein, wie dies dann im zweiten Band weitergeht und ob es Felix gelingt mehr über seine Eltern herauszufinden. Für mich auf alle Fälle ein Buch, das ich speziell auch jugendlichen Lesern empfehlen würde, die Geschichten wie zum Beispiel die "Labyrinth" -Trilogie von Rainer Wekwerth mochten.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
85%
 

Freitag, 28. Oktober 2016

Daphne Niko - Der zehnte Heilige


Kurzbeschreibung:
 
"DER ZEHNTE HEILIGE" erzählt von der gefährlichen Reise der Archäologin Sarah Weston aus der schroffen äthiopischen Wüste auf die Straßen von Paris, London und Texas. Sie riskiert alles auf ihrer Suche nach der Entzifferung einer längst vergessenen Prophezeiung, die den Planeten vor einer brutalen, drohenden Katastrophe retten kann. Doch ist die Wahrheit den Preis wert, den sie zahlen muss? Cambridge Archäologin Sarah Weston macht eine ungewöhnliche Entdeckung in den Bergen des alten äthiopischen Königreiches von Aksum: Ein versiegeltes Grab mit Inschriften in einem obskuren Dialekt. Sie versucht die Inschrift zu entziffern und die Identität des Mannes zu ermitteln, der dort beigesetzt wurde, dabei entdecken sie und ihr Kollege, der amerikanische Anthropologe Daniel Madigan, ein tödliches Geheimnis. Hinweise führen Sarah und Daniel nach Addis Abeba und die Klöster von Lalibela. In einer unterirdischen Bibliothek entschlüsseln sie Prophezeiungen über die letzten Stunden der Erde von einem Mann, den die koptischen Mystiker als "Zehnten Heiligen" verehren. Ein Brief aus dem 14. Jahrhundert beschreibt die katastrophalen Ereignisse, die zum Untergang der Welt führen sollen, und leiten Sarah nach Paris, wo sie ein weiteres Teil des alten Puzzles findet. Mit ihren Entdeckungen kommt Sarah einer weltweiten Verschwörung auf die Schliche und riskiert ihr eigenes Leben auf der Suche nach der ganzen Wahrheit.
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Luzifer-Verlag (30. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958350658
ISBN-13: 978-3958350656
 
Meine Meinung:
 
Mit der Erwartung einen Touch von "Indiana Jones" hier zu finden, ging ich an das Buch heran. Doch diese musste ich schnell begraben. Die Geschichte läuft in zwei Handlungssträngen, zum einen in der Antike mit Gabriel und zum anderen in der Gegenwart rund um Sarah Weston. Trotz guter Ansätze kam aber nie ein richtiger Spannungsbogen auf und die Autorin konnte mich als Leser auch nicht richtig einfangen. Zu sehr zog sich dabei die Geschichte. Erst erleben wir kapitelweise das Leben von Gabriel, um dann letztendlich sein Sterben einfach kurz und bündig abzuhaken. Auch für Sarah als Protagonistin konnte ich mich nicht richtig erwärmen. Zu wechselhaft in ihrem Charakter ist sie mal die sture, eigensinnige Frau, dann wieder das ganze Gegenteil. Als dann die Geschichte einen totalen Wandel bzgl. Zeitreisenden und Endzeitszenario genommen hat, empfand ich das Ganze nur noch als übertrieben. Irgendwie wurde mir einfach zu viel in einen Roman gepackt. Hier wäre weniger mehr gewesen.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
50%

Samstag, 23. April 2016

Russell Blake - Drake Ramsey: Das Gold der Inka


Kurzbeschreibung:
 
Als ein vergessenes Notizbuch Jahrzehnte nach dem Verschwinden von Drake Ramseys Vater im Dschungel des Amazonas auftaucht, entschließt sich Drake, in dessen Fußstapfen zu treten und sich auf die Suche nach dem legendären Schatz der Inka aufzumachen, der in der verlorenen Stadt Paititi versteckt sein soll. Doch er ist nicht allein auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt - sowohl der CIA als auch russische Auftragskiller sind Drake dicht auf den Fersen und auch der Dschungel selbst hält einige Überraschungen für den frisch gebackenen Abenteurer bereit. Ein wahnwitziger Wettlauf um Ruhm, Geld und das nackte Überleben beginnt …
 
Buchdaten:
 
Ebook: 364 Seiten
Verlag: Luzifer-Verlag (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958351190
ISBN-13: 9783958351196
 
Meine Meinung:
 
Als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich an eine spannende Geschichte a la "Indiana Jones". Der Hauptprotagonist Drake Ramsey stellt dies aber nicht dar. Zu einem zu jung und zum anderen zu unerfahren. Dies tut aber der Spannung in diesem Roman keinen Abbruch. Es ist alles enthalten: Von gefährlichen Schießereien, über knallharte Verfolger (russische Gangster und amerikanische CIA), bis hin zu einen Romanze zwischen der Archäologin Allie und dem Helden Drake Ramsey. Teilweise wird der Leser mitgerissen und man fliegt nur so über die Seiten, dann kommen aber wieder kleine Abschnitte, wo man als Leser teils sich mehr Details gewünscht hätte oder auch genau das Gegenteil "Jetzt aber mal weiter in der Story". Dabei könnte ich mir die Geschichten rund um Drake Ramsey auch als eine Reihe von Heftromanen vorstellen. In Summe nimmt Russel Blake den Leser mit auf eine abenteuerliche Schatzsuche und die Protagonisten waren mir durchwegs sympathisch. Auch der Handlungsbogen war für mich stimmig. Am Ende wartet die Story sogar noch mit einer Überraschung für Drake auf, die Spielraum für weitere Abenteuer von Drake Ramsey lässt. Dazu würde ich als Leser sicherlich wieder zugreifen.
Am Ende dieser Rezension möchte ich mich auch ganz herzlich beim Luzifer-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und die Teilnahme an der Leserunde bedanken. Wer dabei noch mehr über "Drake Ramsey: Das Gold der Inka" erfahren möchte, kann gern noch meine Leseeindrücke zu den einzelnen Kapiteln unter folgendem Link der Leserunde nachlesen. Aber Vorsicht, spoilerbehaftet!
 
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
80%