Mittwoch, 2. Dezember 2020

Ursula Poznanski - Erebos 2

 


Kurzbeschreibung:

Als Nick auf seinem Smartphone ein vertrautes Icon in Gestalt eines roten E entdeckt, glaubt er zuerst an einen Zufall. Aber dann wird ihm klar: Erebos hat ihn wiedergefunden.
Der sechzehnjährige Derek hingegen ist nur kurz misstrauisch, als das rote E auf seinem Handy aufleuchtet. Zu spät begreift er, dass er selbst zu einer Spielfigur geworden ist. Und es um viel mehr geht, als er sich je hätte vorstellen können …

Buchdaten:

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 14. August 2019
ISBN: 9783743200494

Meine Meinung:

"Erebos 2" ist die Fortsetzung des erfolgreichen Jugendroman, mit dem Ursula Poznasnski 2010 ihren großen Durchbruch hatte. Nick ist mittlerweile Student, zehn Jahre sind vergangen seit das Computerspiel Erebos ihn in seinen Fängen hatte. Ein Spiel, das Onlinewelt und Realität gefährlich vermischte und die Spieler ihr Leben kosten konnte. Als auf Nick's Smartphone das Icon des Spiels erneut auftaucht, wehrt er sich erst dagegen dass ihn die Vergangenheit einholt. Doch alles umsonst, Erebos ist zurück und es hat sich weiterentwickelt. Ursula Poznanski lässt mit diesem Buch bekannte Protagonisten aus dem ersten Band erneut in Erscheinung treten, aber auch einige neue auftreten. Waren es 2010 noch Onlinespiele, die als Thematik im Fokus standen, sind es jetzt soziale Medien. Erebos ist nun auch in der Lage über Smartphones auf die handelnden Personen zuzugreifen. Der eigentliche Hintergrund bleibt dabei für den Leser lange verborgen, doch das Schema ist analog zum ersten Band aufgebaut. Die Protagonisten agieren erneut in der virtuellen Welt oder der tatsächlichen Realität, Aktionen vermischen zwischen den Welten. Künstliche Intelligenz zwingt die Akteure immer mehr zu Aktionen, die wie Zahnräder ineinander greifen und auf ein ganz bestimmtes Ziel hinauslaufen. Die Akteure werden zu Spielfiguren auf dem Schachbrett. Der Jugendthriller ist dabei gewohnt flüssig zu lesen, der Schreibstil der Autorin trägt wesentlich dazu bei. Auch entwickelt sich die Geschichte immer mehr bzgl. Spannung in Richtung des vermeintlichem Höhepunkt, ein paar Überraschungen tragen dazu bei. Aber die Geschichte ist trotz allem nicht wirklich neu. War der erste Band noch mit einem echten "Wow" versehen, ist dies halt nur Erebos zehn Jahre später in etwas abgewandeltem Gewand. Die Fortsetzung ist gelungen, aber sie erreicht nicht den ersten Band. Trotz meiner kleinen Kritikpunkte ist das Buch aber eine lesenswerte Lektüre, die neben der Zielgruppe Jugendliche auch wieder Lesestoff für Erwachsene ist.

Bewertung auf meiner Skala:

80%