Freitag, 20. Februar 2026

Karen Sander - Die Tiefe: Verblendet

 


Kurzbeschreibung:

Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und sein Team haben einen Doppelmord auf dem Darß aufgeklärt, aber dem Unbekannten, der eine ganze Familie auf einer Segeljacht umgebracht hat, sind sie noch keinen Schritt näher gekommen. Auch Kryptologin Mascha Krieger und ihr Bruder Holger haben den Mörder der jungen Ärztin aus Anklam noch nicht gefasst. Derweil ermittelt Kriminaloberkommissar Björn André aus Teterow in einem vermeintlichen Fall von Suizid. Eine junge Frau hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber die Umstände sind merkwürdig. Björn stößt auf einen Brief, ganz ähnlich dem, den die Ärztin aus Anklam am Tag ihres Todes erhielt. Als auch auf dem Darß ein solcher Brief auftaucht, ist klar, dass alle Verbrechen zusammenhängen müssen. Eine große Soko unter Leitung von Tom Engelhardt wird gebildet. Und es gibt auch schon einen Verdächtigen: Hagen Oltmanns, ein im Wald lebender Obdachloser, der nicht nur eine Kiste voller Waffen besitzt, sondern auch unter paranoider Schizophrenie leidet. Doch Oltmanns ist spurlos verschwunden. Dann wird eine weitere Leiche gefunden. Und plötzlich drehen sich die Ermittlungen in eine völlig unerwartete Richtung.

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2026
ISBN: 9783499016110

Meine Meinung:

"Die Tiefe: Verblendet" ist der achte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der zweite Band der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Noch immer ist der Mord einer Familie auf deren Yacht, sowie der an einer Ärztin ungeklärt. Die beiden Sokos stecken mit ihren Ermittlungen fest, als sich Parallelen zu einem vermeintlichen Suizid einer jungen Frau auftun. Die drei Fälle scheinen zusammenzuhängen und unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt soll gemeinsam weiter ermittelt werden. Dies führt zu weiteren Spannungen mit Holger, dem Bruder der Kryptologin Mascha Krieger. Werden sich alle ins neue Team der erweiterten Soko fügen und wird man mit den Ermittlungen jetzt vorankommen? In diesem Band wird der Leser mit neuen Toten konfrontiert. Mögliche Täter werden in Szene gesetzt, um dann doch wieder auszuscheiden. Dies geschieht auf eine sehr gute Weise, so dass für den Leser immer wieder neue Rätsel entstehen. Trotz aller Bemühungen gelingt es dabei nicht, die Fäden zu entwirren. Karen Sander macht dies sehr geschickt und dadurch herrscht eine latente Spannung, bei der man wissen will, wie es weitergeht. Wie hängen die Morde zusammen oder eben nicht? Was haben die Ereignisse in Berlin mit allem zu tun? Fragen über Fragen. Dieser Band gefällt mir daher sehr gut, sogar noch etwas besser wie der Auftakt zu dieser Trilogie. Besonders das Verwirrspiel, dass die Autorin dabei mit dem Leser treibt, ist hohe Krimikunst. Und so bleibt einem am Ende nur die Gewissheit, das man nichts weiß und auf die Auflösung im nächsten Band warten muss.

Bewertung auf meiner Skala:

100%