Freitag, 20. März 2026

Eva Reichl - Zwei Leichen zum Prosecco

 


Kurzbeschreibung:

Im Kürnbergwald stoßen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihr Vater Gustav beim Spaziergang auf eine grausam zugerichtete männliche Leiche. Zwei Tage später wird unweit des ersten Tatorts ein weiterer Toter entdeckt. Es scheint keine Verbindung zwischen den Mordopfern zu geben, und alle Verdächtigen verfügen über Alibis. Während Lotta verzweifelt nach einem Muster sucht, stiftet Gustav Chaos: Ausgerechnet mit einer der trauernden Witwen trifft er sich und bringt damit nicht nur die Ermittler, sondern auch Lottas Geduld an ihre Grenzen. Ein rätselhafter Fall, ein Vater mit eigenen Plänen und ein Mörder, der mehr zu verbergen hat, als jemand ahnt.

Buchdaten:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 11. März 2026
ISBN: 9783839280591

Meine Meinung:

"Zwei Leichen zum Prosecco" ist der zweite Band der Chefinspektorin Lotta Meinich Reihe von Eva Reichl. Bei einem Spaziergang im Kürnbergwald stolpert die Chefinspektorin Lotta Meinich mit ihrem Vater Gustav über eine Leiche. Ein Mann, so scheint es, wurde im Overkill mit etlichen Messerstichen getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen Juwelier handelt. Hat die Tat mit seinem Beruf zu tun oder ist das Motiv woanders zu suchen? Nur zwei Tage später wird eine ebenso entstellte männliche Leiche erneut im Kürnbergwald aufgefunden. Spätestens jetzt muss man eventuell von der Tat eines Serientäters ausgehen. Eva Reichl inszeniert mit diesem Krimi ein Setting, dass für den Leser etliche Möglichkeiten von Motiv und Täter offen lassen. Gemeinsam mit der Chefinspektorin grübelt man in welche Richtung es gehen könnte. Die hat es auch noch mit einem übereifrigen Praktikanten und ihrem Vater als Witwentröster zu tun. Eine Konstellation, die durchaus gelungen ist und bei der man als Leser schon mal schmunzeln muss. Doch trotz Schmunzelfaktor mangelt es diesem Krimi auch nicht an Spannung  und die Lösung des Falles offenbart sich lange nicht. Zwar war ich im letzten Drittel schon auf der richtigen Spur, doch blieb das Geschehen bis zuletzt fesselnd. Für mich ein sehr guter Oberösterreich-Krimi, bei dem ich mich über weitere Fälle der Chefinspektorin Meinich freuen würde.

Bewertung auf meiner Skala:

95%