Sonntag, 26. April 2026

Oliver Pötzsch - Das Buch des Totengräbers

 


Kurzbeschreibung:

1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hochgebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet – jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber hat schon Leichen in jeder Form gesehen, kennt alle Todesursachen und Verwesungsstufen. Er weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun …

Buchdaten:

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2021
ISBN: 9783864931666

Meine Meinung:

"Das Buch des Totengräbers" ist der erste Band der Totengräber-Serie von Oliver Pötzsch. 1893 im herbstlichen Wien wird im Prater die Leiche einer Dienstmagd aufgefunden. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, das die Frau gepfählt wurde. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt ist soeben aus Graz angekommen um seine Stelle als Polizeiagent in Wien anzutreten. Mit seinen modernen Methoden der Tatortanalyse schafft er sich aber gleich Feinde innerhalb den eigenen Polizeireihen. Und währenddessen ist dieser Mord nur der Beginn einer unheimliche Serie. Verbündete findet von Herzfeldt daher bei den Ermittlungen nur in dem eigenwilligen Totengräber Augustin Rothmayer und der Telefonistin Julia Wolf. Oliver Pötzsch beginnt mit diesem Fall für Leopold von Herzfeldt eine neue Reihe im  historischen Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Atmosphärisch fängt er dabei den Leser ein, wenn er in den Herbsttagen Stimmungen auf dem Wiener Zentralfriedhof oder im Prater beschreibt. Dazu Charaktere, die in ihren Wesen teils unterschiedlicher nicht sein können und aufeinanderprallen. Daraus entsteht eine Kombination, die einen beim Lesen in das damalige Wien abtauchen lässt. Obwohl ich früh einen Verdacht bzgl. des Täters hatte, der sich letztendlich bestätigte, war die Story immer kurzweilig. Auch der technische Wandel dieser Zeit wurde gut eingefangen. In Summe ein spannender historischer Krimi und eine Auftakt dieser Reihe, bei der ich sicherlich weitere Bände lesen werde.

Bewertung auf meiner Skala:

90%