Kurzbeschreibung:
Wo sich die Verfemten Lande erstrecken, färbte Blut die Welt einst rot. Wo heute uralte Ruinen stehen, bezwangen Menschen Giganten. Wo einzig das Heulen der Woelven erklingt, brannte vor tausenden Jahren die Welt. Doch zu lange haben sich die Menschen in Sicherheit gewähnt. Nun weinen die Gigantensteine Blut, und in den Verfemten Landen regt sich erneut, was für immer verbannt sein sollte. Ein uralter Feind hat längst eine Allianz geschmiedet und wartet darauf, dass seine Stunde kommt. Und nur einer vermag es, ihn aufzuhalten, wenn die Schwarze Sonne die Welt betritt …
Buchdaten:
Taschenbuch: 832 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2017
ISBN: 9783734161193
Meine Meinung:
"Macht" ist der Auftaktband der vierteiligen Fantasy-Saga "Der Getreuen und die Gefallenen" von John Gwynne. Einst war es das Reich der Giganten, heute nennen es die Menschen die Verfemten Lande. Aufgesplittet in viele Königreiche und Herrscher, die nach mehr Macht streben. Doch es scheint, dass eine alte Legende Realität wird: Die Wiedergeburt der Götter. Währenddessen träumt der junge Corban ben Thannon, Sohn eines Hufschmiedes, davon endlich im Kriegshandwerk ausgebildet zu werden und für seinen König Brenin danach Heldentaten zu begehen. Doch schon bald ist seine Ausbildung wichtiger denn je. An seiner Seite eine Woelvin, der er als Welpe das Leben gerettet hat. Im Vorfeld des Buches las ich von einigen Vergleichen des Autors John Gwynne mit George RR Martin und Tolkien. Dies gleich vorweg: Kann ich nicht bestätigen und halte ich auch nicht für sinnvoll. Zwar könnte man Parallelen konstruieren, würde aber dem Vierteiler von Gwynne nicht gerecht werden. Definitiv braucht man aber anfangs für diesen ersten Band Konzentration und einen längeren Atem. Es dauert, bis man alle Charaktere verinnerlicht und dem Geschehen zuordnen kann. Hilfreich ist dabei aber das Register der "handelnden Personen" am Ende des Romans. Hier musste ich zu Beginn mehrmals hinblättern. Der Roman beschäftigt sich in der ersten Hälfte ausgiebig mit dem Aufbau der Story. Dies ist teilweise durchaus auch ein wenig langatmig, letztendlich dient es aber dem Leser die Welt der "Verfemten Lande" näher zu bringen. Der zweite Teil des Buches zieht aber deutlich mit Spannung an. Schlachtgetümmel, Intrigen und Allianzen wechseln sich ab und spätestens an dieser Stelle zog mich die Geschichte in ihren Bann. Stetig baut sich die Spannung bis zum Ende auf und auf der letzten Seite war ich dann begierig zu erfahren, wie es jetzt im nächsten Band "Bosheit" weitergeht. Für mich daher folgendes Resümee: John Gwynne nicht mit Tolkien oder Martin vergleichen, sich Zeit nehmen für den Aufbau der Story und dann mit einer spannenden Fantasy-Story entschädigt werden, die Lust auf mehr macht.
Bewertung auf meiner Skala:
90%
