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Sonntag, 2. August 2026

Michael Blihall - Die Falle


 
Kurzbeschreibung:

Schüsse hallten über den Salzburger Domplatz. Vor den Augen Hunderter Premierengäste wurde Gregor Hallstein, ein zwielichtiger Millionär und Kunstliebhaber, getroffen. Ob er überlebte, stand in den Sternen. Der Attentäter, ein Statist namens Oswald Stetter, starb. Bei einer Hausdurchsuchung, die Phil und ich begleiteten, wurde deutlich, dass der Mörder die Tat unter Druck verübt hatte. Seine Frau und seine Tochter waren entführt und der Schauspieler damit erpresst worden. Unser Besuch in Österreich entpuppte sich als internationaler Fall, der schon bald noch mehr Opfer nach sich ziehen würde!

Romandaten:

Band: 3595
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2026
ISBN: 9783751799782

Meine Meinung:

"Die Falle" ist Band 3595 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Michael Blihall. Zugleich ist es der zweite Band eines Doppelbandes, der anlässlich der heuer in Salzburg stattgefundenen Criminale dort spielt. Die Premiere der Jedermann-Festspiele in Salzburg endet in Panik und einem Schusswechsel. Der Millionär Hallstein wird dabei schwerstverletzt, der Täter stirbt im Kugelhagel. Doch das Motiv bleibt weiter im Dunkeln. Anscheinend hängen alle Ereignisse in irgendeiner Weise mit Hallstein und den Ereignissen vor fünfzehn Jahren in Nizza zusammen. Die Story schließt nahtlos an den ersten Band an. Bedingt durch das Geschehen entwickelt sich dabei auch mehr als reine Zusammenarbeit zwischen den beiden FBI-Agenten Cotton und Decker, sowie dem Salzburger Chefinspektor Frühwirth. Und dies ist auch dringend notwendig, denn die Ereignisse scheinen größere Dimensionen zu haben, als man sich vorstellen kann. So muss global ermittelt werden zwischen Hongkong, den USA und Österreich. Michael Blihall konstruiert hier einen sehr spannenden Fall, in dem bis zuletzt der Spannungsverlauf stetig nach oben geht. Als Leser  fliegt man dabei von Seite zu Seite. Ein actionreiches Finale dann als I-Tüpfelchen. Für mich ein toller zweiter Band des Zweiteilers und in Summe eine sehr gelungene Story, bei der Jerry Cotton und Phil Decker über dem großen Teich ermitteln dürfen.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Samstag, 1. August 2026

Michael Blihall - Tod in Salzburg

 


Kurzbeschreibung:

Die luxuriöse Jacht des österreichischen Industriellen Gregor Hallstein versank vor der Küste von Nizza. Fünf Menschen starben, darunter zwei US-Bürger, die auf dem Schiff angestellt gewesen waren. Ursache für das Unglück war eine Explosion, bei der Kunstwerke von unschätzbarem Wert verbrannten. Diese befanden sich auf dem Weg in Hallsteins Privatsammlung. Fünfzehn Jahre später wurde bei einer Auktion in Hongkong ein Gemälde präsentiert, das aus dem Nachlass eines chinesischen Kunstsammlers stammte und eigentlich auf dem Grund des Mittelmeers hätte liegen müssen. Der Verdacht eines Versicherungsbetrugs lag auf der Hand, und so kamen wir vom FBI ins Spiel.

Romandaten:

Band: 3594
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2026
ISBN: 9783751799607

Meine Meinung:

"Tod in Salzburg" ist Band 3594 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Michael Blihall. Zugleich ist es der erste Band eines Zweiteilers, der anlässlich der heuer in Salzburg stattgefundenen Criminale dort spielt. Alles beginnt im Hafen Nizzas, als die Jacht Aurora in die Luft fliegt. Wertvolle Gemälde werden dabei zerstört, fünf Besatzungsmitglieder kommen bei dem Unglück ums Leben. Fünfzehn Jahre später taucht ein vermeintlich zerstörtes Gemälde dann auf einer Kunstauktion in Hongkong auf. Handelte es sich damals um Versicherungsbetrug im großen Stil? Jerry Cotton und Phil Decker werden über den Kontinent nach Salzburg geschickt, um dem damaligen Besitzer der Jacht und Gemälde auf den Zahn zu fühlen. Doch ihnen sind die Hände gebunden, sie müssen sich ganz auf den dortigen Chefinspektor verlassen, der sie als Greenhorns und Cowboys tituliert. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und es gibt erste Tote in Salzburg während die Jedermann-Festspiele ihre Premiere feiern. Erstmal gefällt mir, dass die beiden FBI-Agenten ins Pongau nach Salzburg kommen. Nachdem ich die Stadt selbst gut kenne, war ich neugierig wie der Handlungsort dieses Romanes integriert wird. Kurz auf einen Nenner gebracht, dies ist dem Autor sehr gut gelungen. Auch muss man einige Male schmunzeln wenn Cotton und Decker teils auf für sie andere Welten treffen. In den USA ist halt doch manches anders als in Österreich. Dieser Zwiespalt hat mir aber gut gefallen. Ebenfalls ist der Zeitsprung zwischen Nizza und Salzburg gut gestaltet und es kommt immer wieder zu spannenden Szenen. Dadurch ist dieser Heftroman flüssig und kurzweilig zu lesen. Am Ende des ersten Teils will man wissen wie es weitergeht. Denn noch kann man sich keinen Reim darauf machen, wie alles zusammenhängt.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Samstag, 13. Juni 2026

Frank Kodiak - Amissa - Die Überlebenden

 


Kurzbeschreibung:

Der Kampf gegen das organisierte Verbrechen fordert Opfer, auch von Privatermittlerin Rica Kantzius. Sie muss die Urne ihres Mannes Jan zu Grabe tragen und zerbricht fast an ihrem Schmerz. Der Wunsch nach Rache und Gerechtigkeit hält sie jedoch aufrecht. Gerechtigkeit für die überlebenden Frauen und Mädchen, die von Menschenhändlern monatelang in einem unterirdischen System gefangen gehalten wurden. Rache für das, was man ihr angetan hat. Niemals dürfen die Verbrecher ungestraft davonkommen. Doch es fehlen Beweise, und die Hintermänner versuchen alles, um ihre Spuren zu verwischen, schrecken dabei auch vor Mord nicht zurück. Um sich und ihre Mitstreiter zu schätzen und die mafiösen Machenschaften hinter Amissa – eine nach vermissten Personen suchende Organisation – zu enttarnen, entwickelt Rica einen finalen und extrem riskanten Plan.

Buchdaten:

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 2. November 2022
ISBN: 9783426307847

Meine Meinung:

"Amissa - Die Überlebenden" ist der dritte Band der Kantzius-Reihe von Frank Kodiak (einem Pseudonym des Autors Andreas Winkelmann). Dieser Band ist der Abschlus der Amissa-Trilogie. Noch immer ist Rica Kantzius auf der Suche nach den Hintermännern der Organisation "Missing Order", die sich auf Menschenhandel spezialisiert hat. Die Spuren führen in die Schweiz, sowie nach Rumänien. Dabei agieren die Verbrecher vollkommen skrupellos, Menschenleben sind nichts wert. Auch für die Ermittler ist dies ein riskanter Weg, denn auch ihr Tod ist vorgesehen. Teils gelingt es dem Autor dabei dem Leser Abgründe zu vermitteln, die an Perfidität kaum zu überbieten sind. Dann aber lässt die Spannungskurve über weite Strecken nach und die Story plätschert so vor sich hin. Dies empfand ich schade, denn hier wäre mehr drin gewesen. Erst im letzten übergeordneten fünften Kapitel zieht diese dann wieder an. Dafür dann aber fast wie ein Senkrechtstarter. In Summe für mich ein Abschluss der Trilogie, bei dem ich mir etwas mehr erwartet hätte. Solide Thrillerkost, aber kein Spitzentitel.

Bewertung auf meiner Skala:

75%

Freitag, 5. Juni 2026

Anne Nørdby - Schatten Eis

 


Kurzbeschreibung:

„Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der in einem Bachlauf liegt und den du nicht wahrnimmst, wenn du weiter unten Wasser schöpfst und durstig trinkst.“ Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert.

Buchdaten:

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
ISBN: 9783839280300

Meine Meinung:

"Schatten Eis" ist der dritte Band der Marit Rauch Iversen-Reihe von Anne Nørdby. In Kopenhagen beginnt eine Mordserie, bei der die Opfer durch brutale Stiche in den Kopf getötet werden. Auch der Adoptivvater der Privatermittlerin Marit Rauch Iversen ist darunter. Schnell ergibt sich ein Zusammenhang, denn die Opfer haben als junge Männer in Grönland gearbeitet und kannten sich durch einen sogenannten "Herrenclub". Bei den Nachforschungen eröffnen sich für Marit immer mehr dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit und ihrer eigenen Kindheit. Dieser dritte Band ist teils durchaus als düster zu betrachten, denn er enthält einige mystische Elemente. So spielt ein rachsüchtiger Geist aus der Mythologie der Inuit in Grönland eine wesentliche Rolle, der Anngiaq. An manchen Stellen war mir dies ein wenig zu viel Mystik, da hätte ich mir mehr klassischer Krimi gewünscht. Aber auch viele Informationen über das Verhältnis Dänemark / Grönland waren sehr interessant. Der Leser erfährt dabei, dass die Dänen durchaus keine Waisenknaben im Umgang mit den Inuit waren, sondern ebenso klassische Kolonialherren wie so manche andere Nation. Diese informative Komponente fügt sich sehr gut in den Krimi ein. Auch der Zwiespalt der Ermittler ist gut dargestellt. Zwischen Politik und Verbrechensaufklärung müssen sich diese bewegen, teils sehr emotional, dann wieder mit klarer Linie. In Summe ist dieser dritte Fall für mich ein guter Band der Reihe, teils düster wie man es von skandinavischen Krimis öfter gewohnt ist.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Mittwoch, 20. Mai 2026

Rolf Kalmuczak - Ein Toter stellt die Falle

 


Kurzbeschreibung:

Diamanten-Harry starb im Dezember 1964 bei einem Feuergefecht mit den Cops. Die Beute aus seinem letzten Coup in der Barrows Diamantenschleiferei blieb verschollen. Seine damalige Freundin Helen May wurde nun aus der Haft entlassen und will sich diese schnappen. Denn sie kennt Harrys letztes Geheimnis. Doch auch ein New Yorker Syndikat will die Beute. Jerry Cotton und Phil Decker wollen dies vereiteln und der Bande den Garaus bereiten.

Romandaten:

Band: 589 (Cover stellt Band 495 der 3. Auflage dar)
Seitenanzahl: 68
Produktform: Heftroman
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 1968

Meine Meinung:

"Ein Toter stellt die Falle" war Band 589 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Rolf Kalmuczak. Jerry Cotton und Phil Decker sollen in New York ein Syndikat hochgehen lassen, dass sich auf Rauschgifthandel spezialisiert hat. Doch dann ändert sich der Fokus, nachdem weitere Gauner ins Spiel kommen. Plötzlich wollen alle einen Diamantenschatz im Wert von rund einer Millionen Dollar ausfindig machen. Dass alle Beteiligten gegeneinander agieren, spielt den beiden G-Men in die Karten. Und so können sie mit einem Schlag viel mehr erreichen, als ursprünglich vorgesehen. Das Katz und Maus Spiel zwischen allen Beteiligten ist in diesem Heftroman gut dargestellt. Dadurch liest sich dieser Band flüssig und hat dabei auch den Charme der 60er Jahre.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Sonntag, 17. Mai 2026

Karen Sander - Die Tiefe: Verloren

 


Kurzbeschreibung:

Sieben Morde gehen bereits auf das Konto des unbekannten Serientäters. Die Soko um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger sucht fieberhaft nach dem Täter, aber es gibt keine heiße Spur. Parallel versucht Mascha herauszufinden, wer die unbekannte Frau ist, die sie seit Wochen stalkt und mindestens einmal in ihre Wohnung eingedrungen ist. Als ein achtes Opfer gefunden wird und erneut ein verschlüsselter Brief auftaucht, begreifen Mascha und Tom endlich, was es mit dem Rachefeldzug auf sich hat. Und Mascha hat auch einen Verdacht, wer hinter den Taten stecken könnte. Die Zeit drängt, denn wenn sie richtigliegt, wird es weitere Opfer geben. Allerdings ahnt Mascha nicht, dass sie ebenfalls auf der Liste des Mörders steht. Als sie endlich die volle Wahrheit begreift, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
ISBN: 9783499016127

Meine Meinung:

"Die Tiefe: Verloren" ist der neunte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der Abschlussband der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Noch immer tappt die Soko "Himmel und Hölle" im Dunkeln bei der Suche nach dem Serientäter. Immer wieder ergeben sich Ansätze, aber die heiße Spur lässt auf sich warten. Doch dann ergeben sich erste konkrete Hinweise und es scheint als dass die Zusammenhänge in der Vergangenheit zu finden sind. Auch in diesem Abschlussband der "Die Tiefe"-Trilogie ist die Spannung greifbar. Der Ermittlungsdruck, der auf der Soko lastet, ebenso das ständige Rätseln über den Täter. Zwar zwang sich mir früh ein Verdacht als Bauchgefühl auf, doch wie letztendlich alles zusammenhängt, wurde geschickt bis zum Ende verschleiert. Ebenso das private Umfeld von Engelhardt und Krieger wurde wieder gut in die Story eingebettet. Nicht übermäßig, genau mit der richtigen Portion. Speziell im Fall Mascha Krieger bleibt es hier weiter spannend und ein Cliffhanger am Ende des Buches lässt Raum für weitere Spekulationen. Insgesamt wieder ein weiterer guter Krimi aus der Engelhardt & Krieger Reihe, der ich als Leser sicherlich treu bleiben werde und mich auf weitere Bände freue.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Freitag, 15. Mai 2026

Ralf Langroth - Schwarzer Samstag

 


Kurzbeschreibung:

September 1962: Philipp Gerber, gerade zum Kriminalrat befördert, ist in den Flitterwochen – mit Journalistin Eva Herden, die inzwischen für das Bonner Spiegel-Büro arbeitet. Doch die glückliche, sorgenfreie Zeit währt nur kurz: In Deutschland herrscht aufgrund der Kuba-Krise Panikstimmung, es grassiert die Furcht vor einem Einmarsch der Sowjets oder gar einem Atomschlag. Während Eva über die Kuba-Krise berichten soll und nach Havanna reist, jagt Philipp in Hamburg eine Organisation, die Waffen nach Kuba schmuggelt – und gerät mitten ins Kiez-Mileu und in die Spiegel-Affäre um Franz Josef Strauß und Rudolf Augstein – eine der bis dahin größten innenpolitischen Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik.

Buchdaten:

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
ISBN: 9783499018664

Meine Meinung:

"Schwarzer Samstag" ist der fünfte Band der Philipp-Gerber-Reihe von Ralf Langroth (ein Pseudonym von Jörg Kastner). Kriminalrat Gerber wird nach Hamburg beordert, um dort Waffenschmugglern auf die Spur zu kommen. Zeitgleich wird seine frisch angetraute Ehefrau Eva Herden als Reporterin des Spiegelmagazin für ein Interview nach Kuba gesandt. Dort soll sie mit Fidel Castro ein Exklusivinterview führen. Schnell führen die Spuren und Verwicklungen zusammen und beide müssen unabhängig voneinander sich der gefährlichen Situation stellen. Denn es ist Oktober 1962, als die Welt am Abgrund und ihre Zukunft auf dem Spiel steht. Bereits zum fünften Mal lässt Ralf Langroth seinen Protagonisten ermitteln. Eingebettet inmitten der Kuba-Krise und der in Deutschland als Spiegel-Affäre bekannten Ereignisse geht es um Waffenschmuggel und die Vorherrschaft um Macht und Ideologie. Das Ringen um einen nahenden Atomkrieg und das politische Tauziehen zwischen dem jungen amerikanischen J.F. Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Chruschtschow, dazwischen in Kuba der Revolutionär Fidel Castro und in der Bundesrepublik ein Kanzler Adenauer und dessen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, der seinen eigenen Angriff auf die Pressefreiheit durchführte. Diese Gemengelage an historischen Ereignissen Anfang der 60er Jahre bilden den Rahmen für diesen Roman. Dabei gelingt es dem Autor diese bildhaft und absolut spannend in Szene zu setzen. Hat man mit diesem Buch zu lesen begonnen, kann man dann auch fast nicht mehr davon loslassen. An den verschiedenen Handlungsorten ist jeweils die Anspannung der Situation absolut greifbar zu spüren und man versinkt in die Ereignisse rund um den "Schwarzen Samstag". Für mich ein absolut gelungener neuer Fall aus dieser Buchreihe, der mir bestens gefallen hat. Klare Leseempfehlung!

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Sonntag, 26. April 2026

Oliver Pötzsch - Das Buch des Totengräbers

 


Kurzbeschreibung:

1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hochgebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet – jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber hat schon Leichen in jeder Form gesehen, kennt alle Todesursachen und Verwesungsstufen. Er weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun …

Buchdaten:

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2021
ISBN: 9783864931666

Meine Meinung:

"Das Buch des Totengräbers" ist der erste Band der Totengräber-Serie von Oliver Pötzsch. 1893 im herbstlichen Wien wird im Prater die Leiche einer Dienstmagd aufgefunden. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, das die Frau gepfählt wurde. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt ist soeben aus Graz angekommen um seine Stelle als Polizeiagent in Wien anzutreten. Mit seinen modernen Methoden der Tatortanalyse schafft er sich aber gleich Feinde innerhalb den eigenen Polizeireihen. Und währenddessen ist dieser Mord nur der Beginn einer unheimliche Serie. Verbündete findet von Herzfeldt daher bei den Ermittlungen nur in dem eigenwilligen Totengräber Augustin Rothmayer und der Telefonistin Julia Wolf. Oliver Pötzsch beginnt mit diesem Fall für Leopold von Herzfeldt eine neue Reihe im  historischen Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Atmosphärisch fängt er dabei den Leser ein, wenn er in den Herbsttagen Stimmungen auf dem Wiener Zentralfriedhof oder im Prater beschreibt. Dazu Charaktere, die in ihren Wesen teils unterschiedlicher nicht sein können und aufeinanderprallen. Daraus entsteht eine Kombination, die einen beim Lesen in das damalige Wien abtauchen lässt. Obwohl ich früh einen Verdacht bzgl. des Täters hatte, der sich letztendlich bestätigte, war die Story immer kurzweilig. Auch der technische Wandel dieser Zeit wurde gut eingefangen. In Summe ein spannender historischer Krimi und eine Auftakt dieser Reihe, bei der ich sicherlich weitere Bände lesen werde.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Sonntag, 19. April 2026

Sabine Weiß - Brennende Gischt

 


Kurzbeschreibung:

Tödlicher Sturm über Sylt: Ein Pastor wird ermordet, eine Insel schweigt – und Kommissarin Liv Lammers kämpft gegen die Schatten der Vergangenheit. Die Nordsee peitscht, der Wind trägt Geheimnisse – und in einer ausgebrannten Reetdachkate in Braderup wird eine Leiche entdeckt. Pastor Hark Casabione, angesehen, beliebt – brutal erschlagen. Kommissarin Liv Lammers, selbst auf Sylt geboren, kehrt widerwillig auf die Insel zurück. Die Ermittlungen führen sie durch stürmische Nächte, in denen nicht nur das Meer, sondern auch die Menschen auf Sylt unberechenbar werden. Liv stößt auf eine Mauer aus Schweigen, alte Feindschaften und neue Gier. Ein anonymes Erbe, ein verschwundener Flanierstock, eine Haushälterin auf der Flucht – nichts ist, wie es scheint. Während die Insel im goldenen Herbstlicht glänzt, wachsen unter der Oberfläche Misstrauen und Angst. Jeder könnte der Täter sein: der eifersüchtige Gärtner, die schweigsame Witwe, oder jemand, der noch tiefer in der Geschichte der Insel verwurzelt ist.

Buchdaten:

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 29. März 2018
ISBN: 9783404176670

Meine Meinung:

"Brennende Gischt" ist der zweite Band der Liv-Lammers-Reihe von Sabine Weiß. Bei Löscharbeiten finden Feuerwehrleute in einer stürmischen, regnerischen Nacht im Keller eines verlassenen Hauses eine Leiche. Dass es sich nicht um  einen tragischen Unfall handeln kann, steht schnell fest (Info Klappentext). Verletzungen weißen darauf hin, dass hier jemand zuvor verzweifelt um sein Leben gekämpft hat. Liv Lammers und ihre Kollegen von der Flensburger Kripo ermitteln erneut auf der Insel Sylt. Kein einfacher Ort für Lammers, denn nicht nur die Ermittlungen decken nach und nach Abgründe auf, auch sie selbst muss sich erneut ihrer familiären Vergangenheit in ihrer alten Heimat stellen. Und schon bald steht sie beruflich wie privat immer wieder zwischen den Fronten. Dieser Krimi weißt viele spannende Elemente auf, aber teilweise verliert er sich auch zwischen den verschiedenen Verhören und Ermittlungsansätzen im ersten Drittel. Dann ändert sich dies aber komplett und die Story nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Ermittlungen werden immer zielführender, Geheimnisse mehr und mehr gelüftet und die Dramatik steigt von Seite zu Seite. Genau dies macht diesen Fall wieder für den Leser spannend und lässt einen flüssig durch die Zeilen fliegen. Letztendlich für mich eine gelungene Fortsetzung und ich freue mich schon darauf weitere Bände zu lesen.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Sonntag, 12. April 2026

Astrid Schwikardi - Uterus

 

Kurzbeschreibung:

Die Studentin Sophie Reuter wird bewusstlos in einem Fitnessstudio aufgefunden und leidet seitdem an einer retrograden Amnesie. Das Einzige, woran sie sich erinnert, ist, dass sie mit ihrer Freundin Katharina Bernstein verabredet war, die aber seitdem spurlos verschwunden ist. Weitere Vermisstenanzeigen junger Frauen folgen, und so übernimmt Mark Birkholz, Kriminaloberkommissar bei der Kölner Kripo, die Ermittlungen, als die Leiche einer vermissten Frau brutal ermordet auf einer Waldlichtung im Königsforst gefunden wird. Nur kurze Zeit später findet er in unmittelbarer Nähe des Fundortes eine weitere Leiche: Katharina Bernstein. Für Birkholz scheint der Fall klar: das Werk eines Ritualmörders. Doch eine grausame Entdeckung des zuständigen Rechtsmediziners lenkt sie in eine ganz andere Richtung. Ohne Vorwarnung wird Mark mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit seinen inneren Dämonen, die er über Monate hinweg verdrängt hatte ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 234 Seiten
Verlag: Mainbook
Erscheinungsdatum: 8. März 2019
ISBN: 9783947612468

Meine Meinung:

"Uterus" ist der erste Band der Kommissar-Birkholz-Reihe von Astrid Schwikardi. In Köln gibt es immer wieder Vermisstenfälle von jungen Studentinnen. Als im Königsforst, einem Waldgebiet bei Köln, vergrabene Frauenleichen entdeckt werden, ist ein erster Zusammenhang erkennbar. Scheinbar treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Mark Birkholz von der Kölner Kripo nimmt mit seinen Kollegen die Ermittlungen auf. Brisant dabei, die Leichen weisen Verstümmelungen im Genitalbereich auf, die schlimmste Erinnerungen in ihm wecken. Dann vor einem Jahr wurde seine eigene Schwester ebenfalls getötet und verstümmelt. Astrid Schwikardi beginnt mit "Uterus" eine Köln-Krimireihe rund um ihren Ermittler Mark Birkholz und die Staatsanwältin Maja Reinhold. Dabei entwickelt sich nicht nur der Kriminalfall in eine neue Richtung als anfangs vermutet, auch die Protagonisten erfahren im Privaten eine Veränderung. So ergeben sich für den Leser einige Wendungen, mit denen nicht auf Anhieb zu rechnen ist. Dies macht die Story abwechslungsreich. Die Spannung kommt dabei nicht zu kurz. Auch wenn die Polizeibeamten teils bei ihren Ermittlungen Wege einschlagen, die eher Actionfilmen entsprechen würden, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Denn die Story des Kriminalfalles ist in sich stimmig und das Spannungsniveau ist durchgängig auf hohem Level. In Summe daher ein fesselnder Fall, der das Krimiherz begeistert.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Freitag, 20. März 2026

Eva Reichl - Zwei Leichen zum Prosecco

 


Kurzbeschreibung:

Im Kürnbergwald stoßen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihr Vater Gustav beim Spaziergang auf eine grausam zugerichtete männliche Leiche. Zwei Tage später wird unweit des ersten Tatorts ein weiterer Toter entdeckt. Es scheint keine Verbindung zwischen den Mordopfern zu geben, und alle Verdächtigen verfügen über Alibis. Während Lotta verzweifelt nach einem Muster sucht, stiftet Gustav Chaos: Ausgerechnet mit einer der trauernden Witwen trifft er sich und bringt damit nicht nur die Ermittler, sondern auch Lottas Geduld an ihre Grenzen. Ein rätselhafter Fall, ein Vater mit eigenen Plänen und ein Mörder, der mehr zu verbergen hat, als jemand ahnt.

Buchdaten:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 11. März 2026
ISBN: 9783839280591

Meine Meinung:

"Zwei Leichen zum Prosecco" ist der zweite Band der Chefinspektorin Lotta Meinich Reihe von Eva Reichl. Bei einem Spaziergang im Kürnbergwald stolpert die Chefinspektorin Lotta Meinich mit ihrem Vater Gustav über eine Leiche. Ein Mann, so scheint es, wurde im Overkill mit etlichen Messerstichen getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen Juwelier handelt. Hat die Tat mit seinem Beruf zu tun oder ist das Motiv woanders zu suchen? Nur zwei Tage später wird eine ebenso entstellte männliche Leiche erneut im Kürnbergwald aufgefunden. Spätestens jetzt muss man eventuell von der Tat eines Serientäters ausgehen. Eva Reichl inszeniert mit diesem Krimi ein Setting, dass für den Leser etliche Möglichkeiten von Motiv und Täter offen lassen. Gemeinsam mit der Chefinspektorin grübelt man in welche Richtung es gehen könnte. Die hat es auch noch mit einem übereifrigen Praktikanten und ihrem Vater als Witwentröster zu tun. Eine Konstellation, die durchaus gelungen ist und bei der man als Leser schon mal schmunzeln muss. Doch trotz Schmunzelfaktor mangelt es diesem Krimi auch nicht an Spannung  und die Lösung des Falles offenbart sich lange nicht. Zwar war ich im letzten Drittel schon auf der richtigen Spur, doch blieb das Geschehen bis zuletzt fesselnd. Für mich ein sehr guter Oberösterreich-Krimi, bei dem ich mich über weitere Fälle der Chefinspektorin Meinich freuen würde.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Dienstag, 24. Februar 2026

Nicole Stranzl - Waldgeheimnis

 


Kurzbeschreibung:

In einer noblen Grazer Gegend wird ein Geschäftsmann ermordet aufgefunden. Die LKA-Ermittler Alina Fink und Alexander Thaler sollen herausfinden, wer den Unternehmer mit dessen Golfschläger getötet hat. Doch der Ausbruch des psychopathischen Serienmörders Nikolas Novak aus der Justizanstalt Graz-Karlau überschattet die Ermittlungen. Wird er sich an Alina rächen, die ihn vor zwei Jahren festgenommen hat? Die Zeit drängt, denn Novak plant ein morbides Kunstwerk - aus der tätowierten Haut seiner Opfer. Während Alina der Aufklärung beider Fälle näherkommt, gerät sie zunehmend selbst in Gefahr.

Buchdaten:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2026
ISBN: 9783839280003

Meine Meinung:

"Waldgeheimnis" ist der zweite Band aus der Reihe "LKA-Ermittler Leon Esposito und Alexander Thaler im Einsatz" von Nicole Stranzl. Ein erfolgreicher Unternehmer wird mit seinem Golfschläger erschlagen. Kurz darauf kann ein Serienmörder aus der Justizvollzugsanstalt in Graz fliehen. In Rückblenden in die Vergangenheit erleben wir sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen. Drei Handlungsstränge mit denen die Autorin den Leser konfrontiert. Ist jeder Handlungsfaden für sich oder hängen diese zusammen? Und wenn, in welcher Weise?  Eingangs des Thrillers gibt Nicole Stranzl dem Leser eine Triggerwarnung bzgl. der Verbrechensthematik. Dies ist gut, denn zartbesaitete Leser sollten sich überlegen, ob sie in das Waldgeheimnis eintauchen wollen. Für alle anderen spinnt die Autorin ein spannendes Handlungsnetzwerk. In den kurzen Kapiteln lernt man die Beteiligten immer besser kennen, Zusammenhänge werden klarer. Kleine Rückblenden zum Fall aus dem ersten Band ergänzen dabei die Story. Einzig ein klein weniger Liebesleben der Ermittler hätte ich mir gewünscht. Dafür aber einen Tick noch mehr Einblick in die Psyche von Nikolas Novak. Der Spannungsbogen ist aber sehr gut aufgebaut und je mehr es Richtung Finale geht, wird es teils immer dramatischer. Die Lage spitzt sich zu und als Leser folgt man gebannt dem Geschehen. Für mich ein sehr guter Steiermark-Krimi, fesselnd und emotional und der durchaus das Prädikat Thriller verdient.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

 

Freitag, 20. Februar 2026

Karen Sander - Die Tiefe: Verblendet

 


Kurzbeschreibung:

Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und sein Team haben einen Doppelmord auf dem Darß aufgeklärt, aber dem Unbekannten, der eine ganze Familie auf einer Segeljacht umgebracht hat, sind sie noch keinen Schritt näher gekommen. Auch Kryptologin Mascha Krieger und ihr Bruder Holger haben den Mörder der jungen Ärztin aus Anklam noch nicht gefasst. Derweil ermittelt Kriminaloberkommissar Björn André aus Teterow in einem vermeintlichen Fall von Suizid. Eine junge Frau hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber die Umstände sind merkwürdig. Björn stößt auf einen Brief, ganz ähnlich dem, den die Ärztin aus Anklam am Tag ihres Todes erhielt. Als auch auf dem Darß ein solcher Brief auftaucht, ist klar, dass alle Verbrechen zusammenhängen müssen. Eine große Soko unter Leitung von Tom Engelhardt wird gebildet. Und es gibt auch schon einen Verdächtigen: Hagen Oltmanns, ein im Wald lebender Obdachloser, der nicht nur eine Kiste voller Waffen besitzt, sondern auch unter paranoider Schizophrenie leidet. Doch Oltmanns ist spurlos verschwunden. Dann wird eine weitere Leiche gefunden. Und plötzlich drehen sich die Ermittlungen in eine völlig unerwartete Richtung.

Buchdaten:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2026
ISBN: 9783499016110

Meine Meinung:

"Die Tiefe: Verblendet" ist der achte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der zweite Band der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Noch immer ist der Mord einer Familie auf deren Yacht, sowie der an einer Ärztin ungeklärt. Die beiden Sokos stecken mit ihren Ermittlungen fest, als sich Parallelen zu einem vermeintlichen Suizid einer jungen Frau auftun. Die drei Fälle scheinen zusammenzuhängen und unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt soll gemeinsam weiter ermittelt werden. Dies führt zu weiteren Spannungen mit Holger, dem Bruder der Kryptologin Mascha Krieger. Werden sich alle ins neue Team der erweiterten Soko fügen und wird man mit den Ermittlungen jetzt vorankommen? In diesem Band wird der Leser mit neuen Toten konfrontiert. Mögliche Täter werden in Szene gesetzt, um dann doch wieder auszuscheiden. Dies geschieht auf eine sehr gute Weise, so dass für den Leser immer wieder neue Rätsel entstehen. Trotz aller Bemühungen gelingt es dabei nicht, die Fäden zu entwirren. Karen Sander macht dies sehr geschickt und dadurch herrscht eine latente Spannung, bei der man wissen will, wie es weitergeht. Wie hängen die Morde zusammen oder eben nicht? Was haben die Ereignisse in Berlin mit allem zu tun? Fragen über Fragen. Dieser Band gefällt mir daher sehr gut, sogar noch etwas besser wie der Auftakt zu dieser Trilogie. Besonders das Verwirrspiel, dass die Autorin dabei mit dem Leser treibt, ist hohe Krimikunst. Und so bleibt einem am Ende nur die Gewissheit, das man nichts weiß und auf die Auflösung im nächsten Band warten muss.

Bewertung auf meiner Skala:

100%

Mittwoch, 21. Januar 2026

Claudia Rossbacher - Steirerzwist

 


Kurzbeschreibung:

Kaum ist Sandra Mohr aus dem Urlaub zurück, wird in Graz eine tote Joggerin mit durchtrennter Kehle aus der Mur geborgen. Am Einsatzort stellt die LKA-Ermittlerin fest, dass sie die ermordete Hoteldirektorin flüchtig kannte. Kurz darauf wird unter einer nahen Brücke die Leiche eines Obdachlosen mit ähnlichen Verletzungen gefunden. Wurde die Frau beim Joggen zufällig zur Mordzeugin und musste deshalb sterben? Oder war alles ganz anders? Sandra Mohr und Sascha Bergmann ermitteln in einem Fall, der mit jeder neuen Spur noch undurchsichtiger wird.

Buchdaten:

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 9. Januar 2026
ISBN: 9783839209066

Meine Meinung:

"Steirerzwist" ist der fünfzehnte Band der Steirerkrimis von Claudia Rossbacher. Eine bekannte Grazer Hoteldirektorin wird während ihrer morgendlichen Joggingrunde entlang der Mur von einem unbekannten Täter überfallen, erstochen und in den Fluss geworfen. Als die Leiche einige Kilometer weiter entdeckt wird, beginnt ein neuer Ermittlungsfall für die LKA-Beamten Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Kurze Zeit später wird die Leiche eines Obdachlosen ebenfalls am Murufer entdeckt. Auch dieser wurde erstochen. Hängen die beiden Mordfälle zusammen und wenn, in welcher Form? Claudia Rossbacher lässt ihr Ermittlerpaar zum mittlerweile fünfzehnten Mal auf den Spuren nach dem Täter suchen. Für Sandra Mohr wird es diesmal auch sehr persönlich, sie muss sich der Beerdigung ihrer Mutter und der Rückkehr in ihren Heimatort und dem Aufeinandertreffen mit ihrem Halbbruder stellen. Keine einfache Konstellation, zudem ihr Kollege Sascha Bergmann sich ebenfalls teils wie der berühmte Elefant im Porzellanladen verhält. Auch eine junge Kollegin bekommt dies zu spüren. Vieles ist dem Leser, der die Reihe kennt, sehr vertraut. Und doch ergeben sich Konstellationen, die einen neugierig auf das Weiterlesen in der Story machen. Sascha Bergmann hält für mich immer einen Schmunzelfaktor bereit. Während er eigentlich immer unverändert durch die Bände bleibt, legt Sandra Mohr eine Entwicklung hin, die lebendig und nahbar erscheint. Mir hat dieser neue Fall der Steirerkrimi wieder gut gefallen. Zur rechten Zeit spannend, aber auch einnehmend wenn es um das Gefühlsleben der Protagonisten ging. Claudia Rossbacher meinte einst, dass ihre Steirerkrimi im Alphabet aufsteigend wären. Mit "Steirerzwist" ist sie nun am Ende des Alphabets angekommen. Ich hoffe aber sehr, dass sie diese sympathische und lesenswerte Krimireihe fortführen wird. Ihr Vorwort im Buch lässt die Leser wie mich hoffen, dass in der Steiermark weiter ermittelt wird.

Bewertung auf meiner Skala:

85%

Freitag, 16. Januar 2026

Michaela Weikmann - Glimmender Schmerz

 


Kurzbeschreibung:

Nachdem ein lebensgefährlicher Einsatz nach einem Banküberfall in der Salzburger Getreidegasse ein tragisches Ende findet, lässt sich der routinierte Sonderermittler Siegfried Stoigachner nach Wien versetzen und landet in der "SOKO-WNB", wo ihn die nächste Herausforderung erwartet. Es bleibt jedoch keine Zeit, sich aneinander zu gewöhnen, denn ein extreme grausamer Mord führt sie in eine Eisenstädter Kirche. Noch mitten in den Ermittlungen dazu geschehen jedoch weitere brutale Morde. Auf den ersten Blick haben die Opfer keinerlei Gemeinsamkeiten, also müssen die beiden Sonderermittler ziemlich tief graben. Dazu kommen sie immer mehr ins Fadenkreuz des skrupellosen Mörders.

Buchdaten:

Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: 2025
ISBN: unbekannt

Meine Meinung:

"Glimmender Schmerz" ist ein Krimi der österreichischen Autorin Michaela Weikmann. Der Polizeibeamte Sigi Stoigachner lässt sich nach einem tragisch geendeten Einsatz von Salzburg nach Wien versetzen. Dort trifft er in der Soko auf seinen neuen Kollegen, der junge Hubert Zander, genannt Lex. Die beiden Kollegen sind vom Wesen her total unterschiedlich, doch raufen sie sich schnell zusammen. Dies ist auch nötig, denn sie bekommen es mit einer Mordserie zu tun, die ihren Ursprung in der dunklen Vergangenheit einer ehemaligen Eisenstädter Klosterschule hat. Der Krimi beginnt in Salzburg, führt das Geschehen aber in die österreichische Hauptstadt sowie ins Burgenland. Die Autorin wechselt dabei aber nicht nur die Handlungsorte. Vom eigentlichen Kriminalfall schweift sie teils auch in das Privat- und Liebesleben der Protagonisten ab. Dies stellt grundsätzlich kein Problem dar, aber leider wird dadurch der Spannungsbogen öfter auch abrupt abgerissen. Die teils grausamen Morde stehen daher manchmal in direktem Kontrast zu darauf folgende private Einblicke in das Leben der Ermittler. Beim Lesen des Krimis hatte ich deshalb teils Schwierigkeiten die langatmigen Seiten zu überbrücken bis zur nächsten spannenden Passage. Hier hätte ich mir weniger Privatleben und mehr Fokussierung auf die eigentliche Jagd nach dem Mörder gewünscht. In Summe daher für mich ein Krimi mit Höhen und Tiefen, der noch Potential nach oben hat.

Bewertung auf meiner Skala:

70%
 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Ian Fleming - Casino Royale

 


Kurzbeschreibung:

Geheimdienstchef M schickt Bond auf eine Mission, um einen russischen Agenten namens „Le Chiffre“ auszuschalten. Er soll ihn am Baccara-Tisch ausnehmen und so seine sowjetischen Auftraggeber zwingen, ihn in den „Ruhestand“ zu schicken. Zunächst scheint es so, als ob das Glück Bond hold ist – Le Chiffre hat eine Pechsträhne. Doch manche Leute weigern sich einfach, nach den Regeln zu spielen ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Cross Cult
Erscheinungsdatum: 25. September 2012
ISBN: 9783864250705

Meine Meinung:

"Casino Royale" ist der erste Band der James-Bond-Reihe von Ian Fleming. Der sowjetische Agent Le Chiffre steht unter großem Druck. Er hat einen sehr großen Geldbetrag, den der von der Vorläuferorganisation  des KGB, SMERSCH genannt, zur Unterwanderung französischer Gewerkschaften erhalten hat, leichtsinnig durch eine Fehlinvestition verloren. Seine letzte Chance sieht er darin, dass Geld am Spieltisch zurückzugewinnen. Der junge James Bond, der erst kürzlich seinen Status als Doppelnull-Agent erhalten hat, wird auf ihn angesetzt. Seine Aufgabe ist es Le Chiffre am Spieltisch zu besiegen und diesen zu ruinieren. So würde dieser von seiner Organisation fallengelassen werden und als Gefahr gebannt sein. Der Autor Ian Fleming erdachte die Figur James Bond und diese wurde sowohl als Romanfigur wie auch in den Verfilmungen weltberühmt. Die Verfilmungen erschienen dabei in anderer Reihenfolge als in der chronologischen Reihenfolge der Bücher und weichen auch teils sehr stark von den Romanvorlagen ab. "Casino Royale" erschien als erster Band bereits 1953 im Original, in Deutschland erstmalig 1960. Zum 50-jährigen Filmjubiläum sind die Bond-Romane jetzt erstmalig chronologisch mit den originalen Kapitelabschnitten und -überschriften in einer ungekürzten Neuübersetzung im Cross Cult Verlag veröffentlicht. Daher für jeden Fan des britischen Agenten eine Freude und als Besonderheit gibt es alle vierzehn erschienenen Originalromane in einem Sammelschuber. Diese Neuübersetzung von "Casino Royale" zu lesen bereitete mir große Freude. Man erlebt den jungen James noch teils unerfahren und mit Selbstzweifel, sowie verletzlich und doch wieder sich und anderen gegenüber hart. Auch sein amerikanisches Pendant Felix Leiter erscheint in diesem Roman zum ersten Mal auf der Bildfläche. Die Story im Roman ist nicht so actiongeladen, wie dies in der Verfilmung dargestellt ist. Dennoch gefällt mir die Romanvorlage sehr gut und ich freue mich nach langer Zeit wieder in die Romanwelt von Ian Fleming einzutauchen und seinen britischen Agenten dabei zu begleiten.

Bewertung auf meiner Skala:

90%

Freitag, 2. Januar 2026

Heinz Werner Höber - Tödliche Wetten

 


Kurzbeschreibung:

Jerry Cotton und Phil Decker werden nach Washington berufen. Als verdeckte Ermittler sollen sie den plötzlichen Unfalltod an einem Beamten aus dem Innenministerium aufklären. Doch vor Ort wird schnell klar, dass hinter diesem Tod noch viel mehr steckt.

Romandaten:

Band: 580
Seitenanzahl: 68
Produktform: Heftroman
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 1968

Meine Meinung:

"Tödliche Wetten" war Band 580 der Jerry Cotton Reihe, geschrieben von Heinz Werner Höber. Die beiden G-Men werden von Mr High nach Washington geschickt. Dort sollen sie die örtlichen Kollegen vom FBI bei einer Ermittlung im Innenministerium als verdeckte Ermittler unterstützen. Während Jerry Cotton als Privatdetektiv Hopkins tätig wird, gibt sich Phil Decker im Ministerium als trotteliger Bürobote Fox aus. Anscheinend werden illegale Wettgeschäfte im Ministerium getätigt und kurz hintereinander gibt es erneut Todesfälle. Die beiden versuchen den Buchmachern auf die Spur zu kommen und decken noch ganz andere Machenschaften auf. Dieser Heftroman ist gut aufgebaut, lange weiß man als Leser nicht, wer hinter allem steckt. So manchen Schmunzler bereiten Sprüche wie "Gott segne Schottland und erhalte mir meinen Durst", wenn Jerry Cotton seinen Scotch Whisky zu sich nimmt oder wenn die beiden eingefleischten New Yorker die Hauptstadt Washington als Provinznest bezeichnen. In Summe ein klassischer Jerry Cotton aus dem Jahr 1968, der Spaß beim Lesen bereitete.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Samstag, 27. Dezember 2025

Eva Eich - Ein Toter zur Bescherung

 


Kurzbeschreibung:

Als sich am Morgen des Heiligen Abends die Gäste in der Villa des ehemaligen Schokoladenfabrikanten versammeln, ist ihnen klar, dass es keine normale Familienzusammenkunft werden wird. Denn ihr Gastgeber, der wohlhabende Patriarch Arthur von Kempendorf, hatte sich seit einem ungeklärten Vorfall vor vielen Jahren komplett aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen. Seine weitverzweigte Verwandtschaft aber, spekulierend auf ein mögliches Erbe, findet sich mit erstaunlicher Bereitschaft in der etwas verwitterten Villa am Waldrand ein. Doch anstatt einer lukrativen Erbschaft erwartet die Besucher eine Reihe unheimlicher Rätsel, die eins ums andere dunkle Familiengeheimnisse preisgeben. Als dann noch ein blutiges Verbrechen geschieht, wünschen sich die Gäste nichts sehnlicher, als den Nachhauseweg anzutreten. Können sie aus der düsteren Villa entkommen, bevor sie für alle zur tödlichen Falle wird?

Buchdaten:

Gebundene Ausgabe: 108 Seiten
Verlag: arsEdition
Erscheinungsdatum: 4. September 2024
ISBN: 9783845857268

Meine Meinung:

"Ein Toter zur Bescherung" ist ein Escape-Room-Adventskalender von Eva Eich. Zu Weihnachten versammelt der reiche Schokoladenfabrikant Arthur von Kempendorf seine möglichen Erben in seiner abgelegenen Villa. Doch vor Ort erwartet die Familie nicht der Hausherr selbst. Er spricht zu Ihnen nur über eine Videobotschaft. Denn angeblich wäre ihr Abendessen zum Empfang vergiftet gewesen und sie hätten nun 24 Stunden Zeit sich als würdiger Erbe herauszustellen und das Gegengift zu finden. Doch dann gibt es einen Toten. Wird es den Anwesenden gelingen, die Rätsel zu lösen und sich zu retten? Eva Eich hat mit diesem Escape-Room-Adventskalender eine gelungene Mischung aus Krimi und Logikrästel vorgelegt. Das Buch ist jeweils so aufgebaut, dass man den jeweiligen Tag in einer Doppelseite entlang der Perforierung öffnet und danach den Text und am Ende das Rätsel vorfindet. Die Story ist dabei logisch aufgebaut und man erhält auch immer anfangs darin eingebaut die Lösung des vorherigen Rätsels nochmal. Jeweils am Ende folgt das neue Rätsel, dass zum nächsten Tag führt. Besonders gefällt daran, dass man dabei nicht um zehn Ecken denken muss, sondern die Rätsel auch schlüssig sind. Einziger Kritikpunkt an der Gestaltung des Buches ist, dass die Schriftgröße des Textes sehr klein ist. Trotz Lesebrille hatte ich hier teils Probleme und eine Größe mehr würde dieses Problem schon lösen. Die Geschichte selbst ist aber gut strukturiert und liest sich flüssig. Dieser Escape-Room-Adventskalender war für uns der beste bisher, den wir die letzten Jahre lösten. Es machte sehr viel Spaß jeden Tag davon ein Türchen zu öffnen. Nächstes Jahr gerne wieder so einer.

Bewertung auf meiner Skala:

95%

Freitag, 21. November 2025

Karen Sander - Die Tiefe: Versunken

 


Kurzbeschreibung:

Auf der Suche nach dem Wrack eines Wikingerschiffs entdecken Hobbytaucher vor der Küste ein gesunkenes Segelboot, unter Deck die Leichen einer Familie. Was zunächst nach einem tragischen Unglück aussieht, entpuppt sich rasch als grausames Verbrechen: Alle vier wurden erschossen. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bricht seinen Urlaub ab, um die Ermittlungen zu leiten. In den nächsten Tagen und Wochen geschehen weitere Morde, doch die Taten hängen scheinbar nicht zusammen. Bis sich herausstellt, dass in allen Fällen rätselhafte anonyme Briefe an die Angehörigen geschickt wurden. Kryptologin Mascha Krieger entschlüsselt die Briefe und findet heraus, dass es um Rache geht. Doch es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, die Hinweise auf den Täter liefern könnte. Tom und Mascha müssen alles geben, um diesen Fall zu lösen.

Buchdaten:

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 11. November 2025
ISBN: 9783499016103

Meine Meinung:

"Die Tiefe: Versunken" ist der siebte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der Auftaktband der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bekommt es diesmal mit einem speziellen Fall zu tun. Bei einem Tauchgang zu einem Wrack haben Schatztaucher nicht ein vermeintlich erhofftes Wrack in der Ostsee entdeckt, sondern eine Privatyacht. Auf dieser dann die Leichen einer Familie. Diese sind nicht einfach verunglückt, sondern die Familie wurde regelrecht hingerichtet. Zur gleichen Zeit wird Mascha Krieger, Kryptologin beim LKA Schwerin, zu einem Mordfall an einer Frau hinzugezogen. Das Prekäre darin ist, sie trifft erneut auf ihren ungeliebten Stiefbruder, der vor Ort die Ermittlungen leitet. Kurz darauf werden zwei weitere Menschen auf einem Motorboot erschossen aufgefunden. Auch diese scheinen hingerichtet worden zu sein. Gibt es einen Zusammenhang zwischen all diesen Opfern? Karen Sander bleibt auch in dieser dritten Trilogie ihrem Schema treu. Ein übergeordneter Fall und zugleich eine Story, die sich in einem Band durchzieht. Wobei diesmal alles doch ein wenig mehr übergreifend erscheint. Während sich Tom und Mascha auch immer mehr privat annähern, müssen sie als Ermittler getrennt arbeiten. Dafür haben sie beide aber ungeliebte Unterstützung im jeweiligen Team. Die Protagonisten sind dem Leser aus den vorherigen Bänden mittlerweile gut bekannt. Deren Werdegang zieht sich durch die Reihe, daher empfiehlt es sich die Reihe von Beginn an zu lesen. Der Kriminalfall selbst ist aber wieder eigenständig und benötigt keine Vorkenntnisse. Der Ansatz, den Karen Sander dabei wählt, gefällt mir daher sehr gut. Die kurzen Kapitel wechseln die Handlungsorte oder Geschehen. Übergreifend ist aber alles gut verständlich und man kann der Story beim Lesen gut folgen. So manches bleibt in diesem Band noch im Dunkeln, was aber natürlich selbstverständlich ist, da ja noch zwei Bände folgen. Am Ende wie gewohnt ein Cliffhanger, der einen neugierig macht wie sich die Geschichte fortsetzen wird. In Summe für mich ein guter Krimi in dieser Reihe.

Bewertung auf meiner Skala:

80%

Sonntag, 9. November 2025

Delfried Kaufmann - Jerry Cotton: Ich jagte den Diamanten-Hai

 


Kurzbeschreibung:

Eigentlich wollten Jerry Cotton und Phil Decker einen richtigen Urlaub auf einer unberührten Südseeinsel verbringen und unter Wasser nach Fischen jagen. So fängt dieser Roman recht harmlos und idyllisch an, und es wäre sicherlich ein schöner Urlaub geworden, wenn nicht vor der steilen und gefährlichen Küste dieser Insel ein gesunkener Dampfer gelegen hätte, in dessen Bauch eine Unmenge Diamanten auf einen Schatzsucher warteten. Der Schatzsucher kommt in Gestalt vieler verdächtiger Männer, und nun müssen Cotton und Decker fast unbewaffnet und ohne jede Hilfe von außen einen Kampf gegen Verbrecher führen, wie er unter so vollem Einsatz der eigenen Person selbst von diesen beiden berühmten G-men noch nicht geführt wurde.

Romandaten:

Band: 1
Seitenanzahl: 64
Produktform: eBook
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2018
ISBN: 9783732574506

Meine Meinung:

"Ich jagte den Diamanten-Hai" ist der erste Heftroman, der im Original 1956 als eigenständige Serie "Jerry Cotton" erschien. Damit begann eine jahrzehntelange erfolgreiche Heftserie, die bis heute wöchentlich erscheint. Vor etlichen Jahren habe ich diesen Roman schon mal gelesen, jetzt erneut mal wieder. Jerry Cotton und sein Kollege Phil Decker machen gerade in der Südsee Urlaub, als sie es mit John Flybert, den man seiner Haarfarbe wegen auch "den Grauen" nannte, zu tun bekamen. Dieser war so etwas wie ein moderner Pirat und will an die Diamanten eines gesunkenen Dampfers herankommen. Schnell ist es vorbei mit dem Urlaub und Jerry Cotton und Phil Decker sind im Einsatz. Der erneute Ausflug in die Anfänge der Jerry Cotton Heftromane hat mir durchaus wieder gefallen. Als Jugendlicher war ich schon von den Storys begeistert und auch die Filme mit George Nader habe ich alle geschaut. Vieles wäre in heutigen Krimis so nicht mehr möglich, aber die Zeitreise zu den Ermittlern von damals gefällt mir. Herrlich schön unkorrekt und ich werde auf alle Fälle endlich mal meine vielen ungelesenen Fälle vom Dachboden holen und diese mir nach und nach zu Gemüte führen.

Bewertung auf meiner Skala:

80%