Kurzbeschreibung:
Wien 1923. Die Stadt gleicht einem Pulverfass, die politischen Lager haben sich radikalisiert, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch. Mitten in dieser angespannten Situation geschieht ein aufsehenerregender Mord: Marita Hochmeister, eine stadtbekannte Gesellschaftsdame, wird brutal erschlagen in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor den Ermittler August Emmerich auf eine ungelöste Mordserie hin – damals, vor zehn Jahren, wurden drei Frauen auf ähnlich grausame Weise getötet wie das Opfer. Kann es sein, dass der Mörder zurückgekehrt ist? Und wenn ja, kann Emmerich ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt?
Buchdaten:
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Limes
Erscheinungsdatum: 25. September 2024
ISBN: 9783809027652
Meine Meinung:
"Die weisse Stunde" ist der sechste Band der Emmerich-Reihe von Alex Beer. Kriminalinspektor Emmerich und sein Kollege Winter stehen unter Fahndungsdruck. In Wien werden Frauen bestialisch erschlagen und keine Spur von dem Täter. Dann taucht der frühere und mittlerweile schon seit langem pensionierte frühere Kriminalinspektor Wertheim bei Ihnen auf und spricht von einem ungelösten Fall seinerseits, der ein gleiches Muster aufwies. Ist hier nach Jahren erneut der gleiche Täter am Werk? Alex Beer entführt den Leser in das Wien von 1923. Die Inflation der österreichischen Krone treibt die Preise und in den Straßen treiben sich die "Hakenkreuzler" herum und machen mobil. Inmitten dieser Szenerie müssen Emmerich und sein Kollege einem Frauenmörder auf die Spur kommen. Die Figur August Emmerich lässt einen dabei immer wieder schmunzeln, wenn er mal wieder in die sogenannte "Schimpfwortkasse" einzahlen muss oder mit dem Glauben an Gott hadert. Diese Szenen lockern die Story auf und haben mir gut gefallen. Der Fall selbst ist strukturiert aufgebaut, könnte aber an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr Spannung vertragen. Die Weiterentwicklung der Figuren innerhalb dieser Krimi-Reihe ist aber wiederum sehr gut und logisch gestaltet. Und so macht in Summe das Lesen dieses historischen Krimi Spaß und lässt einen neugierig auf den nächsten Band warten.
Bewertung auf meiner Skala:
80%
