Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht steht ein Haus im Mühlviertel in Flammen. Drei Menschen sterben. Alles deutet auf erweiterten Suizid hin. Doch Chefinspektor Oskar Stern ist misstrauisch: Warum haben die Opfer regungslos an dem gedeckten Tisch gesessen, statt vor dem Feuer zu fliehen? Als sich herausstellt, dass einer der Toten ein Versicherungsmakler war, führt die Spur zu den Menschen, die sich von ihm betrogen oder im Stich gelassen fühlten. Mit jedem neuen Verdacht wächst der Druck auf Stern und sein Team - denn es formiert sich eine Bürgerwehr. Und die Jagd nach dem Feuerteufel droht völlig außer Kontrolle zu geraten.
Buchdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2026.
ISBN: 9783839281680
Meine Meinung:
"Mühlviertler Feuer" ist der neunte Fall aus der Oskar-Stern-Reihe von Eva Reichl. Im beschaulichen Rohrbach-Berg im Mühlviertel scheint seit einiger Zeit ein Feuerteufel umzugehen. Erst brennen Mülltonnen, dann ein Auto und zuletzt eine Scheune. Doch als nun ein Wohnhaus in Flammen aufgeht, handelt es sich nicht mehr nur um Brandstiftung. Drei bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leichen werden darin aufgefunden, deren Identität ist anfangs noch unbekannt. Chefinspektor Oskar Stern und seine Kollegen vom LKA Linz beginnen mit den Ermittlungen. Der Fahndungsdruck lastet auf ihnen, denn jederzeit kann der Feuerteufel wieder zuschlagen. Die Autorin Eva Reichl schickt ihren Ermittler bereits zum neunten Mal auf Spurensuche im österreichischen Mühlviertel. Dabei findet sie eine ausgewogene Balance zwischen der klassischen Polizeiarbeit vor Ort, dem Privatleben des Oskar Stern und humorigen Spitzen im zwischenmenschlichen Bereich des Ermittlungsteams. Wenn man es bisher noch nicht kennt, dann wächst einem dieses spätestens in diesem Fall ans Herz. Ich mag die Protagonisten dieser Reihe gern und kann sie mir auch bildhaft vorstellen. Der Fall um die drei Toten und den Brandstifter ist dabei lange undurchsichtig. Irgendwann hatte ich dann aber einen Verdacht, der sich auch als korrekt herausstellte. Dabei lässt aber die Spannung nicht nach, im Gegenteil sie steigert sich bis zur Klärung des Falles. "Mühlviertler Feuer" ist ein gelungener Band der Reihe, der einen beim Lesen durch die Seiten fliegen lässt. Schon jetzt bin ich gespannt auf weitere Fälle, wenn es heißt: Chefinspektor Oskar Stern ermittelt im Mühlviertel.
Bewertung auf meiner Skala:
95%
