Kurzbeschreibung:
Die wunderschöne, hellseherisch begabte Solitaire ist die Gefangene (und Handlangerin) von Mr. Big – Meister der Angst, Verbrechenskünstler und Voodoobaron des Todes. James Bond hat keine Zeit für solchen Aberglauben – er weiß, dass Mr. Big außerdem ein hochrangiger feindlicher Agent und eine echte Bedrohung ist. Mehr als das: Nachdem er ihn durch die Jazzkneipen von Harlem, die Everglades und schließlich bis in die Karibik verfolgen konnte, wird 007 klar, dass es sich bei Mr. Big um einen der gefährlichsten Männer handelt, denen er jemals begegnet ist. Und niemand, nicht einmal die rätselhafte Solitaire, kann sich sicher sein, wie ihr Wettkampf ausgehen wird …
Buchdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Cross Cult
Erscheinungsdatum: 25. September 2012
ISBN: 9783864250729
Meine Meinung:
"Leben und sterben lassen" ist der zweite James Bond Roman von Ian Fleming aus dem Jahr 1954. In Deutschland erstmalig erschienen 1961 und in ungekürzter und originalgetreuer Übersetzung dann 2012 beim Cross Cult Verlag. 007 wird auf Mr. Big angesetzt, einen Mitglied der russischen Organisation SMERSH. An diese hat Bond schmerzliche Erinnerungen aus seinem ersten Fall im Casino Royale. Diesmal führt ihn sein Weg nach Harlem. In den Vereinigten Staaten tauchen vermehrt Goldmünzen auf, die aus einem alten Piratenschatz von Captain Morgan stammen. Mr. Big scheint in Harlem uneingeschränkte Macht zu besitzen, denn er hat die Voodoomacht von Baron Samedi, dem Herrn der Toten. Felix Leiter vom CIA und Bond vom MI6 sollen Mr. Big das Handwerk legen, doch dies ist ein gefährliches Unterfangen. Dieser Roman unterscheidet sich teilweise deutlich von der späteren Verfilmung. Er diente in diversen Szenen mehreren Bond-Verfilmungen. Ebenso ist die Sprache von Ian Fleming dem Zeitgeist der 50er Jahre entsprechend. Allein, das Kapitel zum Beispiel "Niggerhimmel" tituliert sind, wäre in heutigen Romanen undenkbar. Aber vor knapp einem dreiviertel Jahrhundert war die Sprache in Romanen noch eine völlig andere. Ich finde es gut, dass der Cross Cult Verlag dem deutschen Leser die originalgetreue Übersetzung zukommen gelassen hat, denn die Bondromane sind auch Zeitzeugen und ich zähle sie zu den absoluten Klassikern der Spionageromane. Auch dieser Fall ist durchwegs spannend geschrieben und findet seinen Höhepunkt an Jamaikas Riffen inmitten von Haien und Barrakudas. Ein toller Spionageroman, nicht nur für James Bond-Liebhaber wie mich.
Bewertung auf meiner Skala:
95%
