Montag, 5. Januar 2026

Edgar Wallace - Der Diamantenfluß

 


Kurzbeschreibung:

Monate vergingen, die Expedition blieb verschollen. Francis Sutton war, wie zuvor sein Vater, in Afrika verschwunden - auf der Suche nach Diamanten. In London versucht seine Schwester Cynthia, das Geheimnis aufzuklären. Ein gewisser Amber hilft ihr dabei. Er ist ein zwielichtiger Mann, der Gefängnisse nicht nur von außen kennt. Da taucht plötzlich eine genaue Karte des Diamantenflusses auf ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1982
ISBN: 9783442000166

Meine Meinung:

"Der Diamantenfluß" ist einer der Afrikaromane von Edgar Wallace. Ursprünglich erschienen 1913 im Original, in Deutschland erstmalig 1928. Der junge Francis Sutton will sich ebenso auf die Suche nach dem geheimnisvollen Diamentenfluß in Afrika machen, wie bereits sein Vater zuvor. Dieser gilt als verschollen und angeblich tot. Nur dessen Begleiter Whitey und Lambaire kamen damals zurück und beanspruchen die Rechte für die Mine. Aber diesen fehlt ein entscheidendes Element. Eine Karte mit dem zugehörigen Kompass, der den Ort der Diamanten enthält. So schließen sie sich mit Francis Sutton zusammen, um gemeinsam nach Afrika zu fahren. Dessen Schwester Cynthia hat große Zweifel bzgl. der Integrität von Whitey und Lambaire. Doch ihr steht Amber zur Seite, dessen Vergangenheit anscheinend aber auch dunkle Flecken hat. Edgar Wallace galt als Vielschreiber, er veröffentlichte 175 Bücher. Er war einer der größten Kriminalautoren des letzten Jahrhunderts. Dieser Roman zählt aber zu seinen Afrikaromanen. Er ist mehr von Abenteuer geprägt, als von Krimielementen. Zwar gibt es auch die Schurken, doch steht mehr die Jagd nach den Diamanten im afrikanischen Dschungel im Vordergrund. Die Erzählsprache ist dabei ebenso historisch. Vor gut hundert Jahren wurden Sätze anders formuliert. Begrifflichkeiten benannt, die heute sofort die Sittenwächter auf den Plan rufen würden um nach Zensur zu schreien. Die Story ist dabei klassisch englisch und an mancher Stelle auch etwas zäh. Aber wenn Wallace Spannung erzeugte, dann war sie auch auf den Punkt da. In Summe war es interessant mal wieder ein sehr altes Buch zu lesen und zu sehen, wie auch Spannungsliteratur sich in den letzten hundert Jahren gewandelt hat.

Bewertung auf meiner Skala:

75%